Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie 1923–1925
GA 277d — 20 April 1924, Dornach
Ansprache zur Eurythmie
«Vom Sieben-Nixen-Chor» von Eduard Mörike mit Musik von Jan Stuten
Intermezzo in As-Dur op. 116,5 von Johannes Brahms
«Schön-Rohtraut» von Eduard Mörike
Romanze in F-Dur op 118,5 von Johannes Brahms
«Die traurige Krönung» von Eduard Mörike mit Musik von Jan Stuten
Larghetto von G. F. Händel
«Du denkst dein Leiden» von Albert Steffen
«Es träumt die Braut» von Albert Steffen
Arie aus der Oper «Clearco in Negroponte» von Domenico Gabrielli
«Wind, du mein Freund» von Christian Morgenstern
Allegro von G. F. Händel
Prelude in H-Dur von Frédéric Chopin
Gavotte aus der Orchestersuite in D-Dur von J. S. Bach
Allegro con brio D-Dur Hob. XV1.37 von Joseph Haydn
Meine sehr verehrten Anwesenden!
Wenn ich unserer Eurythmie-Vorstellung ein paar Worte voraussende, so ist es nicht darum, um etwa an der Vorstellung etwas zu erklären. Künstlerisches soll nicht erklärt, sondern nur angeschaut werden, und eine Erklärung von Künstlerischem ist ja selber unkünstlerisch. Wenn ich nun doch ein paar Worte voraussende, so ist es aus dem Grunde, weil dasjenige, was wir hier Eurythmie nennen, aus gegenwärtig noch ungewohnten künstlerischen Quellen schöpft und sich einer ebenso noch ungewohnten künstlerischen Formensprache bedient. Daher ist, nicht zur Verständigung über die Einzelheiten, aber wohl zur Verständigung über den ganzen Charakter der eurythmischen Kunst, vielleicht einiges zu sagen notwendig. Sie werden sehen, meine sehr verehrten Anwesenden, auf der Bühne den bewegten Menschen, bewegte Menschengruppen. Dabei hat man es weder mit etwas Mimischem noch mit irgendeiner Form der Tanzkunst zu tun. Nicht als ob gegen diese Nachbarkünste, deren Wert voll anerkannt werden soll, das Geringste eingewendet würde, sondern es soll eben betont werden, dass Eurythmie etwas anderes ist, dass sie eine wirkliche sichtbare Sprache und ein wirklicher sichtbarer Gesang ist.
Die kommen dadurch zustande - ich kann jetzt die Dinge natürlich nur kurz andeuten, denn Eurythmie ist herausgeschöpft aus den Tiefen der Menschennatur und ein vollständiges Auseinandersetzen würde ja natürlich viele Stunden in Anspruch nehmen -, also dasjenige, was da als Bewegung zustande kommt, das ist das im Menschen, was eigentlich, indem es als Bewegung, als Bewegung des menschlichen Organismus in seinen Gliedern im Verlaufe der individuellen menschlichen Entwicklung unterdrückt wird, konzentriert wird auf ein einzelnes Organsystem, vollständig metamorphosiert wird, etwas anderes wird: nämlich die Lautsprache oder der Gesang.
Von dem, um was es sich da handelt, von dem hat eigentlich die gegenwärtige Erkenntnis, ich möchte sagen nur ein kleines Stückchen. Man weiß ja heute, dass das physische Sprachzentrum auf der linken Seite des menschlichen Gehirnes liegt und dass dieses Sprachzentrum mit der Betätigungsfähigkeit des rechten Armes und der rechten Hand zusammenhängt; denn so ist die Verteilung. Aber nur beim Rechtshänder; bei den wenigen Linkshändern ist es immer so, dass das Sprachzentrum auf der rechten Seite des Gehirnes liegt. Daraus schon ist zu entnehmen, dass dasjenige, was als die eigentliche menschliche Tätigkeit, die Ich-Betätigung, überfließen will in die Geste des Armes, der Hand, dass diese gewissermaßen zurückgenommen wird, nicht als Bewegung im gewöhnlichen Leben zum Vorschein kommt, sondern eben sich umsetzt in die Lautsprache.
Dasjenige, was da in ganz richtiger Weise erfasst ist, kann aber immer weiter durchschaut werden, wenn man eben die anthroposophische Geisteswissenschaft treibt, wie sie hier am Goetheanum getrieben wird. Dann kommt man darauf, dass in der Tat nicht nur diese partielle Beziehung besteht, die ich eben auseinandergesetzt habe, sondern dass zwischen jeder Bewegungsmöglichkeit eines Gliedes — oder auch nur dem, was einer Bewegungsmöglichkeit ähnlich ist in den Gliedern - und zwischen demjenigen, was in Sprache und Gesang zum Vorschein kommt, eine Beziehung besteht, eine Beziehung, die eben so sich offenbart, dass für das gewöhnliche Leben, für das gewöhnliche Bewusstsein die Geste mehr oder weniger unterdrückt wird. Höchstens dann, wenn wir mit einem größeren Gemütsinhalte sprechen, als die ja besonders bei zivilisierten Sprachen ins Konventionelle hineingehende Lautsprache das kann, wenn wir mit einem größeren Gemütsinhalte sprechen wollen, so nehmen wir mehr oder weniger die Geste zu Hilfe. Aber sonst wird die Geste eigentlich unterdrückt; und nicht nur unterdrückt, sondern umgewandelt.
Wir können an dieser Tatsache geradezu den Charakter der verschiedenen Völker studieren. Es gibt Völker, welche ihre Gesten mehr unterdrücken, Völker, die sie viel weniger unterdrücken und so weiter. Aber dasjenige, was so im Verlaufe der individuellen Entwicklung, ich möchte sagen als Metamorphose von der Geste zum Laut oder Ton hingeht, das kann wiederum zurückverwandelt werden. Und schaut man in die menschliche leibliche und seelisch-geistige Organisation hinein, so ist es möglich, jeden Laut der Lautsprache, aber auch jeden Lautzusammenhang, Satzzusammenhang bis in die Interpunktion hinein wiederum herauszuholen aus der Lautsprache und wiederum hinunter zu metamorphosieren in die Bewegung des menschlichen Organismus, wo man dann natürlich - hat man einmal die Bewegung - übergehen kann zu der Bewegung von Menschengruppen.
Ebenso ist es mit dem Gesang. Nur muss man sich klar sein darüber, dass dasjenige, was durch die Eurythmie als sichtbares Singen zustande kommt, in einem höheren Grade andeutend ist als das, was als Lauteurythmie zustande kommt. Lauteurythmie als Sprache ist wirklich ganz äquivalent der Lautsprache. Empfindet man sie, so empfindet man sie als äquivalent, als eine ebenso naturgemäße Offenbarung des menschlichen Organismus wie die Lautsprache, nur eben nicht die gewöhnliche. Beim Gesang ist es eben so, dass dasjenige, was als Geste dem Gesang zugrunde liegt, ja eigentlich immer vorhanden ist beim Singen, sogar in einer leisen Weise als Vibrieren vorhanden ist, wenn der Mensch bloß der Musik zuhört. Und dann muss dasjenige, was als eine innere Geste, als eine Geste, ich möchte sagen in Atmung, wie sie der Zirkulation zugrunde liegt, dem Singen, das muss aus dem Innern herausgeholt werden und in die äußere Geste übergeführt werden.
Nun liegt aber ein anderes vor, eine wichtige psychologische Tatsache. Das liegt vor, dass der Mensch in der Tat einen inneren Trieb hat, dass dasjenige, was sich als Geste wie in Latenz veranlagt im Innern, dass das in der Tat nach außen will, Bewegung werden will. Sodass, wer recht empfindet, ich möchte sagen kongenial mit der Menschennatur empfindet, mit der physisch-psychischen Menschennatur, der wird auch schon in den Gesten, die als eurythmischer Gesang zum Vorschein kommen, als sichtbarer Gesang, eine echte Offenbarung des Menschenwesens erschauen können.
Man wird ja insbesondere den Unterschied zwischen Tanz und Eurythmie sich zur Empfindung bringen können, wenn man von der Musik, von der Instrumentalmusik dasjenige begleitet hat, was in sichtbarem Gesang auf der Bühne vorgebracht wird. Da wird man eben eine Empfindung sich davon verschaffen müssen, dass man es nicht mit einer Tanzbewegung zu tun hat, sondern mit einem sichtbaren Singen. Die Dinge müssen alle einfach empfunden werden. Was ich hier spreche, ist ja nur, um die Sache Ihnen nahezubringen. Es ist natürlich nicht eine Interpretation der Sache.
Und wie verhalten sich die gewöhnlichen Gesten des gewöhnlichen Lebens zu dem, was Sie hier sehen? Sie verhalten sich so, wie das Lallen des Kindes, wenn es eben anfängt, die ersten Sprachversuche zu machen, zu der späteren artikulierten Sprache des Erwachsenen. Wie dieses kindliche Lallen zu der ausgebildeten Sprache sich verhält, so verhält sich die gewöhnliche Alltagsgeste zu der ausgebildeten Geste - eben deshalb ist nichts Mimisches bei dem, mit dem wir es zu tun haben, weil es erst eine kunstvoll ausgebildete Geste ist —, zu der ausgebildeten, artikulierten Geste, die in der Eurythmie auftritt. Man kann sagen: Der Eurythmist muss, geradeso wie der Musiker, Mannigfaltiges lernen. Aber geradeso, wie man Musik nicht mit Musiktheorie erfassen kann, so kann man auch Eurythmie nicht dadurch erfassen, dass man etwa sich vergegenwärtigt, was der Eurythmist lernen muss, um die einzelnen Laute hervorzubringen, sondern es handelt sich lediglich darum, den Verlauf der Bewegung, den Übergang der einen Bewegung in die andere und so weiter mit dem Auge zu verfolgen. Die unmittelbare Darstellung muss im unmittelbaren Eindruck aufgenommen werden. Würde Eurythmie nicht so wirken, so wäre sie eben etwas verstandesmäßig Ausgedachtes - wie viele Menschen glauben, die Eurythmie eben doch nicht kennen und nicht kennenlernen wollen. Aber sie ist nichts verstandesmäßig Ausgedachtes, sondern sie ist tatsächlich mit einer solchen Notwendigkeit herausgeholt aus der Ausdrucksfähigkeit des Menschen wie die Lautsprache und wie der Gesang.
Dadurch aber ist mit der Eurythmie dasjenige geschaffen, was man eine bewegte Plastik nennen könnte. Mit der ruhenden Plastik — mit dem, was man eben Plastik nennt in der Bildhauerkunst — wird eigentlich die schweigende Seele erfasst. Wer eine unbefangene Empfindung hat, kann wissen, dass man, wenn man bildhauerisch die menschliche Gestalt zum Ausdrucke bringt, eigentlich die schweigende Seele erfasst. Es ist die schweigende Seele, natürlich im umfassenderen Sinne des Wortes, aber es ist schon mehr dasjenige, was der Mensch seinem Temperament, seiner Naturanlage nach ist, was man durch die Plastik zum Ausdrucke bringen kann. Immer mehr habe ich mich davon überzeugt, je mehr ich mich selbst mitarbeitend hier am Goetheanum beteiligen musste: Die Plastik offenbart die schweigende Seele. Sobald die Seele redet, ist ihr Inneres in Bewegung, ist es nicht die ruhende Gestalt, welche die Seele ausdrücken kann, sondern es ist die Bewegung. Dann braucht man den Menschen selber als Instrument, dann entsteht eben Eurythmie. Sie entsteht durch eine wirkliche Menschenerkenntnis.
Nun muss Eurythmie auf der einen Seite begleitet werden als sichtbarer Gesang vom Instrumentalmusikalischen. Es ist etwas Unkünstlerisches, wenn man zur Eurythmie singt, denn da kommt ein Gesang zum anderen. Das geht nicht. Das muss man eben auch empfinden. Sie muss auf der einen Seite von dem Instrumental-Musikalischen begleitet werden, wenn sie Toneurythmie ist, sie muss auf der anderen Seite von der Rezitation oder Deklamation begleitet werden, wenn sie Lauteurythmie ist.
Gerade da sieht man, wie Eurythmie etwas In-sich-Geschlossenes, Wesenhaftes ist, wenn nun notwendig ist, dass in unserer etwas unkünstlerischen Zeit gerade bei dem die Eurythmie begleitenden Rezitieren und Deklamieren zu künstlerischeren Auffassungen des Rezitierens und Deklamierens gegangen werden muss, als wir sie heute gewöhnlich haben. Man braucht ja nur daran zu denken, dass eigentlich wirklich künstlerisch dichterisch an der Dichtung nur so viel ist, als bei ihr imaginativ oder musikalisch ist. Schiller hat ja immer gerade bei seinen bedeutendsten Gedichten nicht den Prosainhalt der Dichtung zuerst in der Seele gehabt, sondern irgendein allgemeines Melodiöses, an das sich dann wie an einer Leiter, möchte ich sagen, der Prosainhalt hinaufgerankt hat. Goethe hat selbst seine Jambendramen wie ein Kapellmeister - die Sprache mehr sehend als den Prosainhalt - mit dem Taktstock einstudiert. In diesem Sprechen in künstlerischeren Zeiten, als die heutige ist, wurde eben durchaus nicht auf das Pointieren des Prosagehaltes beim Deklamieren und Rezitieren gesehen, sondern auf das Herausarbeiten des Bildhaften in der Sprache oder auch des Musikalischen. So wird hier namentlich durch die Arbeit, die Frau Doktor Steiner durch Jahre hindurch für Deklamation und Rezitation geleistet hat, eine Deklamationsund Rezitationskunst als Begleitung für die Eurythmie zutage treten, die vorzugsweise auf das Musikalisch-Bildnerische der Sprache geht, nicht auf das Pointieren des Prosagehaltes. Denn in diesem Musikalisch-Bildnerischen der Sprache ist schon vom Dichter ein geheimes Eurythmisches zur Offenbarung gebracht oder, sagen wir: in der Sprachgestaltung verschlossen gehalten.
Das, meine sehr verehrten Anwesenden, über das Künstlerische der Eurythmie. Nur nebenbei möchte ich erwähnen, dass die Eurythmie aus dem Gesunden der Menschennatur hervorgeht, eine Entfaltung ist der gesunden Menschennatur, was ja schon daraus ersichtlich ist, dass die menschliche Form - nehmen Sie die Form einer menschlichen Hand, man kann sie nicht als eine ruhende Form begreifen. Die ruhende menschliche Hand, als eine ruhende aufgefasst, ist eigentlich eine Absurdität. Sie ist nur verständlich auch in ihrer ruhigen Form, wenn man weiß, die ruhende Form kann in bestimmte Bewegungen übergehen, die ruhende Form ist die zur Ruhe gekommene Bewegung. Die Bewegung der menschlichen Hand ist das selbstverständliche Sich-Entfalten der ruhenden Form. Man kann nicht das eine ohne das andere denken.
Das ist eben außerordentlich wichtig, dass die Formen, um die es sich in der Eurythmie handelt, wirklich aus der gesunden Menschennatur hervorgehen. Daher kann es eine Heileurythmie geben. Eurythmie kann - nicht so, wie sie hier dargeboten wird, aber in etwas veränderter Form kann sie therapeutisch verwendet werden. Selbstverständlich nicht als ein Allheilmittel; ein solches haben wir nicht und stehen auch nicht auf dem Standpunkt, sondern die Dinge werden allseitig genommen. Aber zur Unterstützung mancher anderer Therapien ist gerade diese eurythmische Therapie von einem außerordentlichen Erfolg gewesen seit der Zeit, in der sie angewendet wird.
Als Drittes ist die Eurythmie in unserer Waldorfschule in Stuttgart als obligatorischer Gegenstand neben dem Turnen eingeführt. Während das Turnen eigentlich nur aus der Betrachtung des menschlichen Körperhaften hervorgeht, geht die Eurythmie, ich möchte sagen als ein seelisch-geistiges Turnen aus dem ganzen Menschen nach Leib, Seele und Geist hervor. Und dass sie das tut, das zeigt ja eigentlich die Art und Weise, wie sich die Kinder in das Eurythmische hineinfühlen. Sie erlernen die Eurythmie in ihrem späteren Alter und auch in ihrem schulpflichtigen Alter mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der das kleine Kind die Lautsprache erlernt - mit einem gewissen inneren selbstverständlichen Behagen und Wohlgefühl, das natürlich jede Betätigung der menschlichen Organisation begleitet, die als eine selbstverständliche aus der menschlichen Organisation hervorgeht.
Und dass dadurch tatsächlich Dienste geleistet werden können, das wird derjenige einsehen, der eben die Einseitigkeit des Turnens einsieht. Ich will nicht so weit gehen wie ein sehr berühmter Physiologe der Gegenwart - wenn ich Ihnen den Namen nennen würde, würden Sie höchst erstaunt sein —, der einmal auch gerade hier in diesem Saale war, als ich diese einleitenden Worte sagte und eben von der Einseitigkeit des bloß auf die Körperlichkeit gebauten Turnens sprach, und der hinterher sagte: Sie nennen es eine Einseitigkeit von Ihrem Standpunkte aus, ich nenne es von meinem physiologischen Standpunkte aus eine Barbarei für die Jugenderziehung. Wie gesagt: Nicht ich sage das, aber ich möchte es nur anführen, um ein wenig zum Ausdrucke zu bringen, dass es doch immerhin eine Berechtigung haben kann, wenn man von einer Ergänzung des Turnens nach dieser Seite hin, der eurythmischen Seite hin, spricht als etwas für Pädagogik und Didaktik Notwendigem.
Jedenfalls möchte ich euch heute, wie ich es immer am Schluss meiner Ausführungen tue, wirklich ganz deutlich betonen, dass wir uns bewusst sind: Eurythmie steht heute noch im Anfange ihres Werdens. Wir sind selbst unsere strengsten Kritiker und überschätzen nicht dasjenige, was wir heute schon können, und nennen, was wir können, vielleicht nicht einmal einen Anfang, sondern eben den Anfang eines Versuches.
Wer aber auf der anderen Seite so recht in das hineinschaut, wie Eurythmie zustande kommt, wer weiß, dass in ihr das vollkommenste Instrument, das man haben kann, wirklich angewendet wird: der Mensch selber - nicht ein äußeres Instrument, sondern der Mensch selber —, der muss sich sagen: Weil eben der Mensch ein Mikrokosmos ist- er ist nun einmal ein Mikrokosmos, das ist ja keine Phrase, sondern je mehr man in den Menschen und in die Welt eindringt, desto mehr kommt man darauf, es ist ein tiefes Wahrwort -, weil eben der Mensch ein Mikrokosmos ist, so darf derjenige, der sich des Menschen als eines Instrumentes bedient, hoffen, dass sich ein schwacher Anfang, wie er ja in allen Künsten einmal gemacht werden musste, entwickeln werde zu immer größerer und größerer Vollkommenheit. Und so sehr wir uns bewusst sind, dass wir heute noch am Anfange stehen, so glauben wir ja doch, dass - wahrscheinlich nicht durch uns, sondern durch andere — die Eurythmie einmal, gerade weil sie sich des vollkommensten Instrumentes, des Menschen selbst bedient, dass sie sich deshalb einmal als eine jüngere Kunst neben die älteren, vollberechtigten Schwesterkünste auch vollberechtigt wird hinstellen können.