Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie 1923–1925

GA 277d — 19 October 1924, Lübeck

Eurythmie-Aufführung

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Aus einem Brief von Marie Steiner an Rudolf Steiner, Lübeck, 20. Oktober 1924

Nun ist auch die Vorstellung in Lübeck geglückt. Das sehr schöne Theater war nicht voll, aber immerhin ordentlich besetzt. Jedenfalls haben wir das bestbesetzte Haus gehabt seit langer Zeit hier. Die Strauß- und Pfitzner-Festspiele sind ein Reinfall für die Direktoren gewesen, sie hatten schlecht besuchte Häuser und große Verluste. Die Aufnahme war eine schr freundliche, ohne Gegenstimmung; sogar die Schauspieler hinter den Kulissen waren schr freundlich.

Wir machten am Nachmittag einen Ausflug zu einem Hünengrab, das eigentlich wuchtiger und imposanter war, als die Cromlech’s, die wir in England gesehen. Herr Meyer wird sich wohl beim nächsten Arbeitervortrag erkundigen, wie denn die Menschen damals solche Steine heben konnten.

Jetzt geht's gleich nach Hamburg, wo wir morgen 5 Uhr im Kammerspiel-Theater das Michaeli-Programm haben. Heute morgen konnten wir noch eine Probe hier im Theatersaal arrangieren. Um 8 Uhr morgens bis 10 - morgen früh - haben wir die Generalprobe in Hamburg. Dann gehen wir nach Berlin, die einen am Mittwoch, die andern am Donnerstag und üben am Johannisnachtstraum. Wie sich wohl Stutens Musik in alles einreihen wird! Ich lass ihn nun nach Berlin kommen. —

Allerherzlichsten Gruß, könnte ich doch hoffen, dass Du jetzt weniger Schmerzen hast. Marie

Am Freitag haben wir schon Probe im Lessing-Theater für das erste öffentliche Programm.

Aus einem Brief von Rudolf Steiner an Marie Steiner, Dornach, 21. Oktober 1924

Sehr gefreut habe ich mich über das Anhalten des Erfolges auch durch die weiteren Städte hindurch. Ich hoffe, es werde so weiter gehen. Ich kann nur immer sagen: meine Gedanken sind auf den Wegen, auf denen Du Deine Wirksamkeit entfaltest. Ich bin so froh darüber, dass Du dazu doch die Kraft hast.

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