132. Moriz Lazarus «Ethik des Judentums»
Ein Buch, das den Bedürfnissen der Gegenwart ebenso wie einer gründlichen, tiefgehenden Gelehrsamkeit entsprungen ist, muß die «Ethik des Judentums» von dem Psychologen Moriz Lazarus genannt werden. Das Buch ist die emsige Arbeit von fünfzehn Jahren. Es bringt nichts von Apologie der jüdischen Ethik, sondern will sein «die rein objektive Darstellung» der Sittenlehre des Judentums. Der Verfasser sucht den Grundsatz zu verwirklichen: «Baust du einen Altar, so darfst du kein Schwert darüber schwingen; hast du dein Schwert geschwungen, so ist er entweiht.»