Anmerkung
Nachwort zu Walter Blume: Musikalische Betrachtungen in geisteswissenschaftlichem Sinn, Berlin 1917
Diese Anwendung der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse auf die Musik ist einwandfrei; allein es muss gewarnt werden davor, dieselbe Art der Betrachtung auf eine andere Kunst in genau derselben Weise anzuwenden. Bei der Musik ist sie gerade deshalb möglich, weil die inneren Maßverhältnisse des Ich sich im Astralen als unbewusste Maßverhältnisse restlos spiegeln. Bei der Malerei z.B. fällt aber eines der Glieder des Astralleibes bei der Spiegelung heraus und in den physischen Leib hinein; - bei der Skulptur fallen zwei Glieder des Ätherleibes aus dem physischen Leib heraus und in die außerleibliche Wirklichkeit hinein; - noch komplizierter wird dies bei der Architektur, bei der drei Glieder in die untersinnliche Wirklichkeit fallen. So kommt es gerade darauf an, dass eine so unmittelbare Anwendung der Ich-Konstitution zur für die Musik möglich ist. Doch ist gerade dieses für die «Kunst der Innerlichkeit» das besonders Charakteristische.
Dr. Steiner.