Dritter Aufzug Die Höhen des Olymp
1. Auftritt
ZEUS steht auf sein Zepter gestützt in tiefem Sinnen:
Der Zeiten Umlauf ist erfüllt. Es muss
Demeter wiederkehren. Seinem Ende naht
Ihr ungestümes Kreisen durch die Welt.
Ihr Pflegling, Triptolem, hat den Tartaros
Betreten, zu holen von da Persephone.
Gefangen ist er nun selbst gehalten.
Unmöglich ist ihm so geworden, was
Als heiliges Ziel er sich gesetzt.
Nun irrt auf Erden Demeter umher,
Die Mutter, sie, die unerschaffnen Lichtes
Erhabne Quelle bisher mir war,
Zur Furie gewandelt, suchend vergebens
Beim Licht der Fackeln die verlorne Tochter.
Die Menschen weichen zurück vor ihr,
Entsetzt von ihren schreckerfüllten Augen.
Von Zorn erfüllt ist ihre Seele
Und doch ... nimmermehr kann sie schaffen
Persephones Befreier.
Unterworfen bin auch ich
Dem Weltenschicksal, meinem eignen Werk!
Zerschmettern kann mein Blitz die Menschen,
Doch frei sind alle, selbst zu treffen
Die Wahl, zu leben oder auch zu sterben.
Ist aber umgewandelt einmal
Ihr Denken in die Tat, vermag
Auch ich nicht mehr zu löschen, was folgt
Durch sie in der Geschehnis sicherm Lauf.
Und wend’ ich zu den Göttern meinen Blick,
Er zeigt mir klar, wie machtlos ich da bin.
Zu herrschen ist berufen ein jeder
In seinem Felde, kraft der Gewalt,
Die ihnen von mir selbst verliehen.
Denn ewig sind sie, wie ich selbst es bin. —
Und wenn Persephone getrunken hat einmal
Den Trank des Pluto, wäre auch mein Blitz
Imstande nicht, sie zurückzufordern ...
Und meine Seele trägt gewaltig
Verlangen nach der Tochter, die nichts mir
Ersetzen kann. Verurteilt zur Einsamkeit,
uss trostlos ich mich fühlen ohne sie.
Doch kann ich nichts für sie tun, wenn nicht
Die Mutter sich vereint mit mir zum Werk ...
Doch - welch ungewohnter Lärm ertönt
Zu mir? Erzittern fühle ich den Äther,
Und aus des Raumes Tiefen dringt ein Sturm
Heran an die Abhänge des Götterberges.
Man hört wie das Brausen einer Sturmflut.
DEMETER zwei Fackeln in den Händen haltend:
O Zeus, wie grausam bist du und hart!
Wann hörst du auf, mich zu berauben?
Unwandelbar bist du in Herrlichkeit
Und Kraft, doch bleibst du ohne Fühlen,
Wenn Schmerzen leiden die Geschöpfe,
Die du geschaffen, und wenn ich selbst,
Die Hälfte deines Wesens, qualvoll leide.
Du lässt Persephone in den Abgrund stürzen,
Und gegen ihren Willen hast du
Sie ausgeliefert deinem Bruder Pluto.
ZEUS:
So ist es nicht. Entgegen meinem Wollen
Hat Pluto sie genommen, nicht konnte ich
Entreißen ihm die Beute, die rechtmäßig
Errungen er hat, beim heitren Spiele
Persephones an den Ufern des Okeanos.
Entfesseln musste ihre eigne Neugier
Die Kräfte, welche in die Tiefe zogen.
So lockte sie selbst herauf den Räuber.
DEMETER:
Verbergen willst du, Arglistiger, klug
Durch deine List, wie grausam du gehandelt.
Als du sie hinuntersteigen hießest,
Gedachtest du schon, sie zu verderben.
ZEUS:
Persephone entsprang als freie Tochter
Dem Wunsch, der dir im Herzen lebte.
Unsterblich ist sie, wie du selbst es bist.
DEMETER:
Der Tod fürwahr, weit besser ist er
Zu nennen als solche Unsterblichkeit!
Und nichts getan hast du, sie zu entreißen
Den Sklavenketten, denen sie verfallen.
Mir überließest du’s, durch Triptolem
Die Freiheit zu erkämpfen der Verbannten.
Der Ackerbauer von Eleusis hat Persephone erweckt aus ihrem Schlummer;
Und nun hält Pluto beide in den Fesseln!
ZEUS:
Ein Mensch vermag sie nicht zu brechen.
DEMETER:
Befreien willst du nicht die Unselige?
ZEUS finster:
Ist nicht hinabgestiegen in den Tartaros
Mein Sohn Dionysos, zu erlösen sie?
DEMETER ironisch:
Ja, Dionysos, deiner Sehnsucht Sohn,
Er stieg hinab, doch haben die Titanen
Zerrissen ihn, und unvermögend war
Der Sohn wie der Vater zur Erlösung.
Wenn du jedoch ganz ohnmächtig dich zeigst
Zu ersinnen, was ihr Freiheit geben kann,
So will ich niedersteigen und vertilgen
Mit meinem Fackelbrand dir deine Welt!
ZEUS:
So höre ruhig meine Worte, Schwester,
Ein neuer Gott nur kann Befreiung bringen.
DEMETER:
Wenn du’s vermagst, so nenne ihn!
ZEUS:
Die Kraft, die aus meinem Feuer quillt,
Sie kann, wenn sie sich eint mit jener andern,
Die aus deinem Lichte strahlt, erschaffen
Den Gott, dem die Befreiung kann gelingen.
DEMETER:
Und welcher Name eignet diesem Gou?
ZEUS:
Der neue Dionysos, der im Geist
Schon lebt in meiner Sehnsucht Träume.
DEMETER:
Es sollen einen zweiten die wilden
Titanen wohl zerreißen, wie den ersten?
ZEUS:
Sie sollen nichts vermögen gegen ihn!
Nicht unverwundbar soll er sein, doch stärker.
Zum Opfer wird er darbringen sich selbst
Dem Weltenall, den Göttern und den Menschen.
Vergießen mit Triumphgeschrei wird er
Sein Blut und seine Tränen für die Tat.
Besiegen wird ihn keiner, der Schutz
Noch finden wird, sollt auch zu Stücken schlagen
Der Feinde Waffe ihm das Kleid des Kriegers.
DEMETER:
Noch Tränen, noch soll Blut vergossen werden?
Das will ich nicht. Geloben aber will ich
Bei meines Wesens jungfräulichem Lichte,
as stets in neuen Wellen dahinströmt,
Zerbrechen will ich deine Schöpfung eher,
Als dass ins Dasein eine neue treten soll!
Denn besser wäre noch, es kehrte wieder
Der Schlummer jener Nacht, in dem selig
Vorher befangen waren alle Wesen ...
Man hört einen Schmerzensschrei im Abgrund erklingen. Demeter lässt die beiden Fackeln fallen, die auf dem Boden erlöschen.
ZEUS:
So höre doch die Stimme aus der Tiefe!
Der Demeter gilt ihr Ruf.
EINE STIMME aus dem Abgrund:
O Dionysos, Dionysos!
DEMETER vor Freude erschreckend:
Die Stimme der Persephone!
ZEUS:
Du hörst sie? Überzeuge dich nun selbst,
Dass du es nicht bist, nach der sie begehrt.
Es ist der Gott, den sehnlich ich verlange,
Den sie begehrt, und den wir schaffen sollen.
DEMETER hebt ihre Hände zu den Schläfen und bleibt in Ekstase:
Welch ungeheurer Traum beseligt mich!
Welch friedenvoller Schlummer umfängt mich!
Verlöschen fühl ich alles heiße Sehnen ...
Die Weltenharmonie erklingt der Seele
Nun wieder, und beglückend strömt das Licht
Von allen Seiten des Alls auf mich ein ...
Ich sehe weiße Rosse ... stolze Helden ...
Und Frauen, strahlend in der Unschuld Feuer ...
Und ferne in der Tiefe deinen Glanz!
Wie mild und wie verzehrend strahlt
Der junge Gott! O du mein Dionysos!
O Traum, du Offenbarer ewiger Nacht.
Sie schließt die Augen und sinkt langsam auf den Felsen nieder.
ZEUS ohne sich von der Stelle zu rühren:
Der höchste Zauber überwältigt sie.
Der Schlaf, entströmend meinem Zepter, wirkt,
Und was ich denke, strömt in ihr Herz.
Wolken steigen aus dem Boden auf - hinter dem Haupte der Demeter wird ein Licht sichtbar. - Zeus macht mit dem Zepter Bewegungen, als ob er Gestalten aus den Wolken bildete.
CHOR DER UNSICHTBAREN SELIGEN:
Wenn in der Träume Geisterreich entschwebt
Die Göttin aller Erdenfruchtbarkeit,
Dann strömen Werdekräfte durch das All,
Der Götter Inbrunst durchgeistigt die Welt,
Und Menschen beben bis in Seelentiefen.
Erschaffen ringt aus Sinnes Dämmerung,
Ins Dasein treten neue Götterwesen.
In Ehrfurcht sollen neigen sich die Menschen,
Wenn offenbar wird heilig Geisterwalten.
Es strömen Formen ohne Zahl ins Leben,
Wenn einen Blick das Götterauge sendet
Ins ungemess’ne Reich der Raumesweiten.
Es keimen Welten aus dem Nichts ins Sein,
Sie sinken aus dem Sein ins Wesenlose
Und schaffen so die Göttertageszeiten,
Wie Licht und Dunkel die für Menschen.
Ihr aber, Saat des Abgrunds, ihr Seelen,
Die ihr verstreut im Totenreich euch seht,
Das Steuer, das bisher euch fehlte, soll
Gegeben sein in eure eigne Hand.
Der Feuerherd, aus dem einst ihr entstanden
Er war bis jetzt verborgen eurer Seele ...
Enthüllen wird er sich nun für euch.
Es wird der Göttermutter Traumesmacht
Beleben, was der Göttervater formt.
Und aus belebter Form erstehen soll
Der neue Gott, der starke Lichtesträger.
Und ihr sollt aufnehmen ihn in eure Seelen,
Auf dass aus seiner Kraft sich wandeln kann,
Was sterblich war in euch, in unsterblich Sein.
2. Auftritt
Triptolem, Persephone, dann Dionysos. - Zum Schluss Zeus, Demeter. Der Wagen Hekates erscheint, Triptolem hält die Zügel. An seiner Seite Persephone.
PERSEPHONE:
O Triptolem, in Eleusis Geborner,
Du stolzer Ackerbauer, wie du vorher
Gebändigt hast auf heimatlicher Scholle
Das Feuer deiner wilden Rosse, so zähmst
Du jetzt diese Drachen, deren Riesenmacht
Zerschellen kann die Felsen, und den Äther
Durchsausen in ungemess’ner Eile.
Durch Räume ohne Ende führtest du mich,
Und sicher kamen wir an dies Ziel
Es war am Tage, da ein Himmelsstrahl
Eindrang in Tartaros’ finstre Tiefen,
Da zu entreißen ich vermochte mich
Den Armen Plutos, der sonst sorgsam wachte.
In diesem Augenblick jedoch bezwang
Ein schwerer Schlaf den Herrn des Totenreiches,
Und steigen konnte ich auf deinen Wagen.
Geöffnet haben sich die Tore der Hölle
Von selbst, als wir durcheilen sie wollten.
Es ging durchs Empyreum unsere Fahrt —
Wie viele hundert Jahre wir so fuhren,
Unmöglich zu erkennen war es mir.
Das Licht des Helios verschwand uns völlig,
Den Weg erhellte nur der Sterne Leuchten.
Wo aber sind wir? Was duftet himmlisch hier?
Des Olympos Heimat schau ich wieder,
Ein blendend Licht entsteigt der Höhe ...
Die Wolken wirbeln in Gestalten,
Wie Rosen, die geboren sind aus Feuer.
Gebannt sind meine Augen durch dies Wunder.
TRIPTOLEM:
Erblicken
O holde Göttin, wende hin dein Auge
Wird es den so heiß Ersehnten.
Dionysos erscheint innerhalb der von Zeus geformten Gestalten.
PERSEPHONE:
O Bruder aus der Götter Heimatreich,
So traurig und so schön erscheinst du mir!
Mein Herz erbebt, da es dich grüßen darf,
Und Angst erfüllt mich, so ich nahe dir!
DIONYSOS:
Persephone, o du geliebte Schwester,
Entstiegen endlich der Verdammten Reich!
Wie ein lebendig Traumbild standest du
Die langen, schweren Jahre stets vor mir,
Ein leuchtend Bild der Schönheit, die nicht welken kann,
Erstrahlend in der Jugend, die nicht sterben darf,
Wie jetzt so herrlich du dich offenbarst
Im Hochzeitsschleier und Narzissenkranz.
PERSEPHONE:
O wehe, die Narzisse musst’ ich pflücken!
Des Wunsches Blume hat Gewalt gegeben
Dem schwarzen Pluto über meine Sinne.
Vergessen hab’ ich so im finstern Abgrund,
Und viele bittre Tränen weinte ich,
Verdammt mich fühlend und unglückbeladen. Dionysos:
Und ich, von heißer Sehnsucht nach der Schwester
Erfasst, verfolgte rastlos deine Spuren!
Gefallen bin ich zum Opfer der Titanenwut,
In Stücke haben sie zerrissen meinen Leib
Und hingeworfen den Tigern zum Mahl,
Den Kopf jedoch verschlang des Abgrunds Tiefe.
Vergessen aber konnten nicht das Herz
Und nicht des Leibes weit zerstreute Stücke,
Und endlos riefen sie: «Persephone, Schwester!»
PERSEPHONE:
Und ich, ich hörte nicht den bangen Ruf,
Befleckt von schreckerfüllter Traumesnacht,
Gebunden von des finstern Plutos Ketten,
Ins Totenreich gebannt und selbst auch tot.,/p>
DIONYSOS:
O wie erglüht in meiner Seele Durst
Nach frischem Leben und Wiedergeburt
Erlöschen konnte nichts den Drang, zu suchen
Dich unter allen Wesen, die geschaffen.
Ich wandelt mich in Bacchus’ Lusigestalt,
Zu finden dich, die schwer entbehrte Schwester.
Ihm sollt das Leben maßlos Genießen sein,
Doch Leiden nur bringt andern er und sich.
Getroffen von dem Blick, der ihm entströmt’,
Ergriff der Tod die Geister leichter Lust,
Und solches Morden war ein Traum mir nur.
Ich lebte und zerbrach zu tausend Stücken,
Und wenn auch geboren von neuem stets,
Zerbrach der Teil doch millionenfach.
PERSEPHONE:
O wie erglüht in meiner Seele Durst
Nach Liebe und dem sel’gen Todesopfer!
In Plutos Armen wand ich mich voll Leid,
Mein lauter Ruf, er flehte nach Befreiern.
Gespenster nur und Schatten konnt’ ich sehen.
Zu sterben war unmöglich mir ... so schrie ich!
DIONYSOS:
Von diesem Schrei bin ich erwacht und kam.
PERSEPHONE:
In der Gestalt der Helden, die der Kuss
Des Blitzes kiest zur Menschenführerschaft,
Die deiner Art und deines Blutes sind.
In Herkules’, Prometheus’, Jasons Art.
DIONYSOS:
Mein Wesen strömte selbst in ihrem Blut,
Mein Leben stritt in ihrem Heldenleib,
Mein Ton erklang in ihrer Rede Strom.
Erkennen solltest du mich allerorten.
In Freuden schriest du mir und im Schmerz.
Die Fesseln, die Pluto dir geschmiedet,
Zerbrechen konnte deine Kraft sie nicht.
So will ich selbst Befreier dir nun sein!
PERSEPHONE:
Du sandtest einen Strahl mir deines Lichts,
Er zog herauf mich aus des Abgrunds Tiefen.
Vor dir nun steh’ ich, Bruder und Gemahl
Geworden bist du mir durch meine Sehnsucht.
DIONYSOS:
Mein Schmerz hat dich zur Gattin mir gegeben.
PERSEPHONE:
Der Efeu blüht dir in dem dunklen Haar
Und rote Früchte sehe ich an dir?
DIONYSOS:
Es sind die Tropfen meines eignen Blutes.
Vergossen hab’ ich sie, betrauernd dich.
Und auch in deinen Augen glänzen Tropfen?
PERSEPHONE:
Es sind die Schmerzenszeugen Persephones.
DIONYSOS:
O lichtes Himmelskind, wie schön bist du!
PERSEPHONE:
O Sohn der Feuersmacht, wie bist du schön!
DIONYSOS:
Seit Weltenanfang dir gehör ich an!
PERSEPHONE:
Bis an das Weltenende eins sind wir!
Es erscheinen Demeter und Zeus.
ZEUS:
Mein Triptolem! Gelungen ist zu schaun
Dir, was bisher von Menschen nicht geschaut.
Nach deiner Heimat, nach Eleusis, lenke
Die Schritte und mit Göttern lebe dort.
Enthüllen doch sollst du das Wahrheitslicht
Profanem Sinn, der ungeweiht ist, nicht.
Den Sohn der großen Demeter soll man
Im Menschenreich verehrend nennen dich!
In Götter und in Helden Munde aber:
Persephones Befreier, Menschensohn!
Der Wagen des Triptolem steigt hinunter; die Götter verschwinden.
CHOR DER UNSICHTBAREN HELDEN:
Ihr Zeugen tief verborgner Wissenschaft!
Was in der Welten tiefstem Grunde ruht,
Ist hüllenlos vor eurem Seherblick.
Behalten soll der Geist, was er geschaut,
Bewahren das Gedächtnis es im Erdenreich ...
Zum Trost gereicht es euch, so lang ihr lebt!
Als Führer nehmer es ins Geisterland
In Herzenstiefen als geheimer Schatz!
Verschlossen muss dies Heiligtum doch sein,
Dem Edelsteine gleich, der im Felsen ruht,
Ins Weltensein der Weisheit reinen Strahl
Zu tragen, ist des Sehers hohe Pflicht,
Verraten aber, wo ihr Urstand liegt,
Mag jener nur, der sie verlieren will. [Epilog
HERMES zu den Anwesenden:
Ihr Sucher nach des Lebens Heimlichkeiten,
An euch ist’s nun, Bewusstsein zu erringen,
Wie ihr der Finsternis euch entreißt.
Erkennt des Daseins Wirkensmächte,
Des Herzens und Geistes Wandelkräfte
Im Lebensspiegel, der vor euren Augen stand.
Gedenkt des Seherwortes alter Zeit:
Entstehung in dem Zeitenlauf
Ist Sterben für die Ewigkeiten.
Aus Götterhöhen fiel der Mensch
In Erdenirrtum und Erdenwahn;
Doch kann Erinnerung des Ursprungs
Ihm schenken aller Wahrheit Wesen,
Zum Gottessohn ihn formen
Im Erdenleibe, im Zeitensein.