116. Das Wesen der Anthroposophie
Anthroposophie ist heute für Viele ein mehr oder weniger fantastischer Versuch, durch Erkenntnis in ein Gebiet einzudringen, mit dem ernst zu nehmende Wissenschaft [sich] nicht befassen soll. Und diejenigen, welche unter den vielen Spezialfächern, denen sich gegenwärtig ein Wissenschaftler widmen kann, doch auch in ihrem Sinne etwas dem Ähnliches gelten lassen wollen, wovon Anthroposophie redet, finden, oder geben vor, zu finden, dass die Art, wie Anthroposophie erkennen will, das Gegenteil wahrer Wissenschaftlichkeit sei. Ernsthaft mit der Wissenschaft der Gegenwart in einem größeren Stile sich auseinander[zu]setzen, ist heute für die Anthroposophie noch schwierig. Den Vertretern der Wissenschaft ist es am liebsten, wenn sie dieses zweifelhafte Geistesgebilde in irgendeine Abteilung der wissenschaftlichen Schwärmereien oder der denkerisch dekorierten Formen des Aberglaubens einreihen können.
Aber man wird nicht gerade sagen können, dass die für Schwärmerei und Aberglauben veranlagten Gemüter viel Freude an der Anthroposophie haben. Gewiss, einige von der Sorte, die ein erregtes Herz und flinke Beine erhält, wenn von irgendeiner «Sophia», oder gar von etwas «Okkultem» die Rede ist, glauben auch in der Anthroposophie Worte zu hören, bei denen sie sich auf ihre Art etwas denken können. Sie überhören aus Höflichkeit vor sich selbst, dass Anthroposophie ihre Gedanken gar nicht besonders schätzt. Und diejenigen, welche über Anthroposophie sprechen, ohne Willen, sich mit ihr zu beschäftigen, die vermeinen dann geistreich zu sein, wenn sie auf ihren «hysterischen, augenverdrehenden» Anhang verweisen. Aber den wirklichen Schwärmern ist die ganze Art der Anthroposophie zu wenig sensationell, sie tritt ihnen zu sehr im Gewande des Denkens auf, das sie am liebsten meiden.
Es ist nicht gerade leicht, gegenüber diesem schwankenden Charakterbilde der Anthroposophie mit einer kurzen Schilderung ihres Wollens aufzukommen. Denn man muss nicht nur über anderes reden als über das, was vielen als erkennbar und wissenschaftlich gilt; man muss über das Andere auch anders reden.
Vor fast einem halben Jahrhundert, auf der 45. Naturforscherversammlung zu Leipzig, hat in seiner berühmten Ignorabimus-Rede einer der größten Naturforscher der neuesten Zeit dem Natur-Erkennen verboten, in das Gebiet einzudringen, von dem Anthroposophie sprechen will. Es könnte demnach scheinen, als ob in dieser dem Geiste der neueren Naturforschung abgeschworen werden sollte. Das ist nicht so. Anthroposophie stellt sich ganz ernst auf den Boden dieser Naturforschung. Sie sieht das Segensreiche, zu dem die naturwissenschaftlich-denkerische Bearbeitung von Beobachtung und Experiment geführt hat. Sie möchte in keinem anderen Geiste arbeiten als in dem, der durch die moderne Wissenschaftsgesinnung herangezogen wird. Sie sucht ihre rechten Mitarbeiter unter denjenigen, die sich von dieser Gesinnung verständnisvoll durchdringen können.
Aber sie sieht auch die Möglichkeit, in ein übersinnliches Gebiet einzudringen, ohne den Geist des modernen Natur-Erkennens verleugnen zu müssen. Auf sie macht einen tiefen Eindruck das Schicksal manches Denkers der neuesten Zeit. Ich will hier einen der bedeutendsten nennen, Franz Brentano, der, einer größeren Öffentlichkeit zwar weniger bekannt, doch für einen engeren Schülerkreis von tiefgehendem Einfluss gewesen ist. Brentano wollte eine moderne Seelenforschung begründen. Die glänzenden naturwissenschaftlichen Ergebnisse der Sechziger- und Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, in denen er seinen Entschluss fasste, wirkten suggestiv auf diesen ausgezeichneten Denker. Im Geiste der Naturwissenschaft wollte er die Seelenwissenschaft bearbeiten. Ein Band dieser Bearbeitung ist in den Siebzigerjahren erschienen. Vier oder fünf sollten es werden. Er hat aber dem ersten keinen weiteren folgen lassen können. Ein Stoßseufzer in diesem ersten verrät den Grund. Durch das, was Brentano glaubte, als den wahren Geist der Naturforschung ansehen zu müssen, sah er sich bald beschränkt, nur die alltäglichen Einzelheiten des Seelenlebens behandeln zu können. Wie die Vorstellung sich an die Wahrnehmung fügt, wie die Aufmerksamkeit wirkt, wie die Erinnerung usw. das konnte man glauben, in dem Sinne aufhellen zu können, in dem man an der Natur beobachtete und experimentierte. Und als er seinen ersten Band abfasste, hatte Brentano noch die Meinung, in diesem Geiste fortfahren zu können, und doch zu den Fragen vorzudringen, die für die Seelenwissenschaft ihm die wesentlichen schienen. Was sollten alle Einzeluntersuchungen, so lautet sein Stoßseufzer, wenn es nicht gelingen sollte, etwas zu erfahren über die schon von Platon und Aristoteles als die wesentlichen angesehenen Fragen über die Erhaltung des geistig-seelischen Teiles des Menschen nach dem Verfall des physischen Leibes. Brentano war eine durch und durch ehrliche Denkernatur. Er wollte in dem Geiste fortfahren, in dem er begonnen hatte; und auf keinem anderen Wege sein höchstes Ziel der Seelenforschung erreichen. Er konnte das nicht. Die naturwissenschaftliche Gedankenorientierung konnte, wenn sie ehrlich auf ihrem eigenen Boden stehen blieb, nicht zu diesen höchsten Zielen vordringen.
Man muss diese Unmöglichkeit begreifen, und aus diesem Begreifen heraus zu der anderen Art kommen, in der man über das Geistig-Seelische forschen soll, wenn man auf diesem den naturwissenschaftlichen ebenbürtige Früchte pflücken will. Zu diesem Begreifen kommt die Anthroposophie. Sie betrachtet den denkenden Menschen, der über die Natur seine Forschungen anstellt. Er kommt am besten zum Ziele, wenn er das Denken nur über die Tatsachen der Natur sprechen lässt. Wenn er es nur dazu benützt, diese Tatsachen in einen solchen Zusammenhang zu bringen, dass sie alles über sich sagen, und er aus Eigenem nichts hinzubringt. Mit Recht sieht die Naturwissenschaft ihr Ideal gerade in einer solchen Stellung zum Denken. Goethe hat dieses naturwissenschaftliche Ideal in vollster Reinheit vorgeschwebt. Bis zu dieser Reinheit ist die moderne naturwissenschaftliche Denkungsart noch nicht gekommen. Sie verlässt den wissenschaftlichen Boden, wenn sie über die Erscheinungswelt und ihre Kräfte zu atomistischen oder energetischen Hypothesen vorschreitet.
Mit einer solchen Forschungsart kommt man aber an das Seelisch-Geistige nicht heran. Denn blickt man mit ihr nach außen, so muss alles, was einem entgegenblickt, doch Sinneswesen sein. Man kommt zu nichts, das diesem zugrunde liegen könnte. Und blickt man nach innen, so sieht man nichts als die durch die Seele verarbeitete Außenwelt. Diese Außenwelt ist im Innern allerdings mannigfach verändert. Die Eindrücke sind durch Gefühlserlebnisse, durch Willensimpulse hindurchgegangen. Die Phantasie hat sie umgewandelt. In dieser Umwandlung werden sie dem Gedächtnisse einverleibt. Der Besonnene wird das von außen Aufgenommene auch noch in der Umwandlung erkennen. Er wird nicht auf den Irrweg manches Mystikers kommen, der für eine innere Offenbarung einer ganz anderen Welt hält, was doch nur Spiegelung einer im Innern verwandelten sinnesfälligen Außenwelt ist.
Die falsche Mystik ist die eine Gefahr für anthroposophische Geistesforschung. Sie gibt in Wahrheit umgewandelte Erinnerung und wird leicht für die Erkenntnis eines übersinnlichen Wesens genommen, das sich durch das Menschen-Innere kundgibt. Aus der klaren Einsicht in diesen Tatbestand schöpft Anthroposophie einen Teil ihrer Erkenntnismittel. Sie bleibt bei keiner Erinnerung stehen. Sie bildet die Seele so aus, dass die Fähigkeit der Erinnerung selbst umgewandelt wird. Das wird durch Übungen bewirkt, die in der inneren Betätigung des Seelischen so exakt arbeiten, wie der Physiker nach außen arbeitet, wenn er seine Instrumente herstellt, um der Natur ihre Geheimnisse abzulauschen. Man verfährt mit gewissen Vorstellungen, die nicht aus der Erinnerung geholt sind, wie mit Erinnerungsvorstellungen. Es müssen Vorstellungen sein, die man als leicht überschaubare selbst bildet, oder die man sich von einem Andern geben lässt. Es kommt darauf an, dass sich in die geistige Betätigung, der man sich mit solchen Vorstellungen hingibt, nichts einmischt von den Vorgängen, die beim gewöhnlichen Erinnern spielen. Man lebt aber doch ganz in der Tätigkeit, die beim Erinnern abrollt. Es kommt nun darauf an, eine solche Übung so lange fortzusetzen, bis man sich gewissermaßen innerlich von einem Wesen durchdrungen fühlt, das die denkende Kraft wie von Leben durchpulst erscheinen lässt. Man hat auf diese Art das Denken als einen realen Prozess von der physischen Körperlichkeit abgehoben. Mit dem gewöhnlichen Denken lebt man in den Vorgängen des physischen Leibes. Mit dem Denken, das man nun erreicht hat, lebt man in dem ätherischen Leibe. Man hat in das Bewusstsein einen Vorgang heraufgehoben, der sich sonst unbewusst durch den physischen Leib vollzieht. Das eigene persönliche Wesen ist in den bewusst gewordenen Ätherleib eingezogen. Man sieht die Folgen. Das seit der Geburt vergangene Leben, das sonst einen unterbewussten Strom bildet, aus dem die Nachklänge der Erfahrungen wie Wellen in der Erinnerung willkürlich oder unwillkürlich auftauchen, wird in seiner Ganzheit zum unmittelbar gegenwärtigen Erlebnis. Man fühlt sich mit seinem Ich darinnen, wie man sich sonst in seinem physischen Leibe fühlt. Die Erlebnisse, die vor zehn Jahren verlaufen sind, empfindet man ähnlich an sich und zu sich gehörig wie die Hand und den Kopf. Man erlebt sich in dem Ätheroder Bildekräfteleib, aber als in einem Vorgang. Man lernt so den Äther kennen, der zwar räumlich bildet, aber seinem Wesen nach zeitlich ist. In Bildern lebt man, die aber nicht ruhend, sondern beweglich sind.
Diese Bilder verschmelzen dann mit dem körperlichen Wesen. Man bemerkt, dass man sich mit seinem Bewusstsein in den Bereich der Vorgänge begeben hat, die an den körperlichen Organen als die Ernährungs-, Wachstumsund Reproduktions-Kräfte arbeiten. Aber man erlebt dies alles so, wie man die Tätigkeit eines Sinnesorganes erlebt. Man fühlt sich genötigt, das ätherische Eigenwesen nicht schroff abgegrenzt von der Außenwelt zu empfinden, sondern so in Verbindung mit der ätherischen Außenwelt, wie man das Erlebnis empfindet, das eintritt, wenn das Auge sieht. So werden die ätherischen Vorgänge im Innern an ätherische Vorgänge in der Außenwelt gebunden erscheinen, wie die Vorstellungen im Innern beim Sehen an die angeschauten äußeren Gegenstände. Nur dass beim gewöhnlichen Sehvorgange sich eben im gegenwärtigen Augenblicke die flüchtigen Gedanken für das Innere ergeben, während beim ätherischen Bildschauen sich ergibt, wie die Ätherwelt real nach innen an der menschlichen Organisation arbeitet.
Dieses Erleben ist aber nicht wie das gewöhnliche Erinnerungsleben. In der Zeit, in der man so erkennt, lebt man nur in Bildern; und man durchschaut das ganz klar. Es wäre ein ungesundes Element, wenn man die Erlebnisse für etwas anderes als Bilder hielte. Man käme dann in die Region der Illusion, Halluzination, des mediumnistischen Vorstellens hinein. Das ist ein Weg, der nicht betreten werden darf. Die Realität, die man irrtümlich im "Traumg, in der Halluzination u. dgl. erfühlt, rührt davon her, dass das seelische Erleben in die Körperlichkeit hinunterfließt und ihm von der Körperlichkeit gewissermaßen die Dichte der Wirklichkeit gegeben wird. Für die anthroposophische Geistesforschung muss alles in dem Bereich des bewussten Lebens bleiben, und dieses weiß, dass es mit dem, was es erlebt, nur Bilder wie in den Erinnerungsbildern auch hat.
Realität muss in diese Bilderwelt kommen durch weitere vollbewusste Übungen, nicht durch unbewusste körperliche Vorgänge. Die nächste Stufe des Übens liegt in der Ausbildung einer Fähigkeit, die man im gewöhnlichen Leben nicht liebt. Es ist das Vergessen. Man ahmt die Erinnerung erst nach, indem man Vorstellungen im Bewusstsein anwesend sein lässt; man ahmt das Vergessen nach, indem man durch volle Willkür diese Vorstellungen so entfernt, als ob man sie nie gehabt hätte. Dadurch wird man empfänglich für das Wahrnehmen von Wirklichkeiten, die dem gewöhnlichen Bewusstsein ganz verschlossen sind. Man nimmt sie in den Ätherleib herein wie man den Sauerstoff beim Atmen aufnimmt.
Man kann das erkennende Erleben in Bildern die Imagination [nennen]; die zweite Stufe, bei der eine geistigseelische Wirklichkeit in die Imagination eindringt, kann dann als Inspiration bezeichnet werden. Wer mit dieser Namensgebung nur das verbindet, was hier geschildert wird, der kann unmöglich Anstoß daran nehmen, dass den Namen von schwärmerischen Mystikern allerlei Übles angehängt worden ist.
Die Inspiration führt erst zur Auffassung des Seelischen. Imaginierend lebt man zwar in dem Seelischen, aber man schaut es nicht an. Erst, wenn man sich befreit hat von der Imagination, wird die eigene Seele schauend wahrgenommen. Alles, was als Gedanke in ihr lebt, wird wie Hunger, wie das eigene Wesen aufzehrend empfunden; das Willenshafte dagegen wie Sättigungsgefühl, wie das eigene Wesen aufbauend. Die Gefühlserlebnisse erscheinen als das rhythmische Hin- und Herschlagen zwischen beiden Empfindungsformen. Im Wollen lebt eine Welt auf, die für das Bewusstsein im gewöhnlichen Leben nicht da ist. Will man sie verstehen, so muss man sich darauf besinnen, wie man im gewöhnlichen Leben zum Wollen steht. Man kennt die Vorstellung, dies oder jenes soll ausgeführt werden. Aber man weiß nichts von der Art, wie nun die Hand oder das Bein bewegt werden. Man sieht erst wieder die Bewegung, die Willensentfaltung. Was dazwischenliegt, ist für das Bewusstsein ebenso in Finsternis getaucht wie die Vorgänge vom Einschlafen bis zum Aufwachen. In diese Finsternis leuchtet das Geistige hinein. In der Willenshandlung atmet der Mensch gewissermaßen den Geist ein; in der Vorstellungsbetätigung atmet er ihn aus. Die Wahrnehmung von dem Durchdrungenwerden mit dem Geiste erzeugt das Sättigungsgefühl an der Willenshandlung; die Vorstellungstätigkeit wird als eine Hingabe des eigenen Wesens, als ein Aufzehren empfunden.
Damit tritt die Möglichkeit ein, sich über Schlafen und Wachen aufzuklären. Im Schlaf versinkt die Seele in den Geist. Sie weilt dann gerade in dem Elemente, das sich ihrem Bewusstsein bei der Willenstätigkeit entzieht. Sie ist in der Welt des Willens; aber außerhalb des Leibes. Sie ist verwoben in die schaffenden Weltkräfte. Wachend lebt sie im Körper, aber der Geist, der den Willen lenkt, wird ihr nicht bewusst. Sie ist mit ihrer Anwesenheit auf die Sphäre des Körpers beschränkt. In der Inspiration wird die am Körper schaffende Willenstätigkeit anschaulich. Sie ist in ihrer Art entgegengesetzt den äußeren schaffenden Weltkräften. Sie zehrt den Körper auf. Physisch ist im Willen eine Aufzehrung, ein Abbau des Leibes vorhanden. Doch diese werden gerade als Sättigung durch den Geist empfunden. Im Vorstellen wird der Leib hergestellt. Die Wahrnehmung wirkt gleich dem Willen; sie zerstört das Körperliche. In dem Vorstellen, das sich an die Wahrnehmung knüpft, wird die Zerstörung wieder aufgehoben. Es wird dieses als ein Ausatmen des Geistes empfunden.
Von dem Erleben dieser inneren Vorgänge der Seele führt der Weg zum Verstehen von Geburt und Tod. Durch die Geburt hindurch schaut die Inspiration das seelische Leben, das vor der Geburt - oder der Konzeption - so im geistigen Elemente verlaufen ist, wie es nachher im physischen verläuft. Das Gleiche ergibt sich für das seelische Leben über den Tod hinaus. In der Imagination wird die Persönlichkeit bis zur Geburt zurückgeführt; in der Inspiration wird sie darüber hinausgewiesen. Das seelische Leben wird dadurch während der Zeit von der Geburt bis zum Tode als ein Bildleben erkannt. Die Außenwelt kann sich in dem Menschen spiegeln, weil er sein seelisches Leben mit der Konzeption stillgelegt hat. Es hat sich in das körperliche Leben ausgegossen. In dem Erleben der äußeren Welt setzt sich neues seelisches Leben an.
Die Anthroposophie führt zunächst nicht zu dem Leben nach dem Tode, sondern zu dem vor der Geburt - oder der Konzeption —. Das Bewusstsein der abendländischen Zivilisation hat dieses Hinschauen auf das vorgeburtliche Leben der Seele verloren. Daher bestreitet sie die Möglichkeit, überhaupt durch ein Wissen zur Erfassung der Unsterblichkeit zu kommen. Sie möchte das Fürwahrhalten der Unsterblichkeit in die Sphäre des Glaubens verweisen. Sie hat recht, wenn sie bloß ein Interesse für das Leben nach dem Tode entwickeln will. Aber Anthroposophie sucht ein Wissen auf diesem Gebiete. Sie muss das Interesse nach der andern Seite entwickeln. Erst, wenn man überschaut, was von dem Seelischen bei der Konzeption vorhanden gewesen ist, erkennt man, wie die Seele den Körper gestaltet. In dieser Erkenntnis liegt nun allerdings die andere in Bezug auf den Tod. Wird für die Anschauung das Seelische konkrete Wirklichkeit, so wird es auch die Verwandlung, welche die Außenwelt im Seelischen durch das gewöhnliche Bewusstsein erfährt. Man erkennt das Bleibende im Menschenleben, das mit dem Körper nichts zu tun hat, das durch den Tod auf den Schauplatz des Geistes geführt wird.
Was als Vergessen geschildert worden ist, grenzt an die Liebefähigkeit der Seele. Es kann deshalb auch bis zu einer solchen Steigerung gebracht werden, dass, was in der Liebe durch den Körper vermittelt wird, als reines Geist-Erlebnis auftritt. Dann wird nicht nur ein Vereinigen und Trennen der eigenen Wesenheit mit dem Geiste wahrgenommen, sondern ein wirkliches Drinnenstehen in der geistigen Wirklichkeit. Die Inspiration wird zur Intuition. Man kann dieser Erkenntnis-Stufe eine solche Bezeichnung geben, weil sie auf einem höhern Gebiet Ähnlichkeit hat mit dem, was man im gewöhnlichen Leben so nennt. Nur ist da Intuition ein unmittelbares Gewahrwerden eines für die physische Welt geltenden Zusammenhanges ohne logische Vermittlung; Intuition im höheren Sinne ist das Erleben des Geistigen so, dass das Imaginierte und Inspirierte objektive Geltung bekommt, wie wenn durch das Feststellen des Gewichtes eines dem Auge im Bilde gegebenen Gegenstandes dieser objektive Geltung bekommt.
Im eigenen Wesen wird durch die Intuition in der Seele der Geist geschaut. Und zwar derjenige, der in den wiederholten Erdenleben wiederkehrt. So wie das Seelische während des Erdenlebens nur im Bilde vorhanden ist und seine Wirklichkeit in dem Vorgeburtlichen hat, so hat das Geistige als Ich im Erdenleben nicht einmal ein Abbild. Es ist da nur so vorhanden wie ein schwarzer Kreis innerhalb einer weißen Fläche, oder wie die Vorgänge des Schlafes innerhalb des Lebens. Was man als «Ich» anredet, ist eine Leere für das gewöhnliche Bewusstsein. Die wirklichen Ich-Wirkungen sind die Nachwirkungen aus den vorangegangenen Erdenleben. Das gegenwärtige Ich kann seine Wirkungen erst in den folgenden Erdenleben entfalten.
Man gelangt dadurch, dass man sich in die Erkenntnis der Beziehungen einlebt zwischen den aufeinanderfolgenden Erdenleben, zu der Anschauung des Verhältnisses von Geist zu Geist. Das Weltall offenbart sich als ein Geister-All. Von diesem Geister-All ist das Verhältnis der aufeinanderfolgenden Erdenleben ein Abbild. Deshalb kann sich die Intuition, welcher dieses Verhältnis durchsichtig wird, daran wagen, in das geistige Wesen der Welt bis zu einem gewissen Grade einzudringen. In einer Willensentfaltung wird eine Erfüllung des eigenen Wesens mit dem Geiste geschaut. In einem Erlebnis, das unserem Willen nicht gleichgültig ist, sondern ihn schicksalsmäßig bestimmt, erscheint eine seelische Leere, eine Sehnsucht. Diese trägt man als eine Folge der vorangehenden Erdenleben in sich. Man baut sich selbst aus solchen Sehnsuchten das Leben auf. Alles schlägt aus diesem unterbewussten Lebensstrom als Schicksal herauf, was nicht aus dem reinen Gedanken heraus getan wird. Das Wollen aus dem reinen Gedanken heraus ist möglich. Denn dieser ist aus dem Ätherischen heraus zu selbstständiger Wesenheit im Menschen gekommen. Man sieht sofort die Möglichkeit einer Freiheit schwinden, wenn man in das Gebiet der Imagination eintritt. Da verläuft alles vollbewusst; man lebt in Besonnenheit. Aber man kann nur als Bild formen, was innerhalb der Gesetzmäßigkeit der ätherischen Welt liegt. Im Felde der Inspiration ist man seelisch so eingegliedert der allgemeinen Seelenwelt wie im Atmungsprozess der physischen. Man erlebt sich als Glied eines Ganzen. Und in der Intuition wird alles dasjenige vom Leben, das nicht aus bloßen Gedanken fließt, als schicksalsmäßiger Zusammenhang der wiederholten Erdenleben empfunden. Was aus dem reinen Gedanken in Freiheit sich verwirklicht, hat nur eine Wirklichkeit in dem einen physischen Erdenleben. Für die folgenden hat es nur dadurch eine Bedeutung, dass der Mensch im Vollbringen freier Handlungen eine innere Befriedigung erlebt. Diese Folge der Freiheit gräbt in das Innere Spuren ein, die sich dann in ihren Wirkungen in den folgenden Erdenleben zeigen.
Mit der Intuition ist die Möglichkeit gegeben, in die Geist-Grundlagen des Weltalls erkennend einzudringen. Man erlebt da, zum Beispiele, den Unterschied von Sonne und Mond. Man erlebt das durch das Anschauen ihrer Wirkung auf den Menschen. Wie die äußere Sinneswelt im Menschen-Inneren fortlebt als Vorstellungs- [und] Gefühlsinhalt usw., so leben Sonne und Mond fort im Wachstum und in der Reproduktion. Die Sonnenwirkung schaut man in allem, was mit Wachstum und Wille verwandt ist; die Mondenwirkung im Abbau und im Denken. Die Sonnenwirkung im Menschen-Innern bedingt das Erinnerungsvermögen, indem sie das Innere erregt, wodurch die äußeren Sinneseindrücke zurückgeworfen werden. Die Mondenwirkung bedingt alle Hingabe und Liebe. Es lähmt und ertötet das Innere. Dadurch wird der Mensch fähig, das Äußere in sich nachzuleben.
Hat man sich in dieser Art befähigt, die tiefere Grundlage der Sonnen- und Mondenwirkungen zu erkennen, so kann sich der Blick schärfen für das Sonnen- und Mondhafte in der Erden-Umgebung. Man schaut, zum Beispiel, in der Pflanze das Abbauende und Aufbauende. Man sieht in dem sich verfestigenden der Substanz das Mondhafte; in dem blütenhaft Aufsprossenden das Sonnenhafte. Und man erkennt dann wieder die Beziehung zum Menschen-Organismus. Eine Pflanze, die Träger eines bestimmten Salzes ist, wird in ihrer Heilwirkung auf einen krankhaften Vorgang im menschlichen Organismus erkannt. Die heutige Medizin wird dergleichen Erkenntnisse natürlich zurückweisen. Sie weiß eben nichts von dem, was durch übersinnliches Schauen mit solcher innerlicher Klarheit erkannt werden kann, wie sie auch im mathematischen Denken vorhanden ist. Für dieses Schauen ist der Menschen-Organismus ein anderes als für die physische Forschung. Und es sind ein anderes auch die Wesen der äußeren Natur. Man nimmt nicht mehr begrenzte Organe im Organismus wahr. Nicht mehr Lunge, Leber etc., sondern Prozesse: den Lungenprozess, den Leberprozess. Und ebenso nimmt man nicht die Pflanze, sondern deren Bildungsprozess wahr. Dadurch ist auch ein Urteil möglich über das Zusammenwirken des einen und des anderen Prozesses, wenn sie durch Arznei-Verabreichung ineinanderfließen. Man dringt in die intimen Beziehungen des Menschen zu seiner Natur-Umgebung ein.
In die historische Beurteilung der Menschheitsentwicklung wird Leben gebracht durch die Erkenntnismittel der Anthroposophie. Man hat versucht, die Anschauung vom geschichtlichen Werdeprozess einem schönen naturwissenschaftlichen Gedanken nachzubilden. Man kennt diesen Gedanken, dass der menschliche Keim vor der Geburt in verkürzter Entwicklung die Formen durchläuft, welche in der Tierreihe stufenweise verwirklicht sind. Demgemäß hat man gedacht, auch ein Volk auf einer späteren Kulturstufe so verstehen zu können, dass es gewissermaßen ein späteres Lebensalter des einzelnen menschlichen Individuums darstellt. Man blickt auf die alten orientalischen Völker und sicht in ihnen die Menschheit auf der Kindheitsstufe. In den Griechen und Römern sieht man die Jünglingsstufe festgehalten. Die neueren zivilisierten Völker wären dann in das Mannesalter eingetreten. Diese Anschauung stellt nur eine vage Analogie dar. Durch wirkliches Anschauen findet man etwas ganz anderes. Da wird, wenn man in ein gewisses Alter kommt, die Empfindung erregt für intime seelische Vorgänge, die gewissermaßen abgehalten davon sind, sich im Körperlichen zu entfalten. Es ist wie mit dem Menschenkeim, der die Tierreihe andeutungsweise durchläuft, aber abgehalten ist, die entsprechende Form auf einer gewissen Stufe zu verwirklichen. Der Körper weist im Körperwachstum auf frühere Entwicklungsstadien hin; die Seele tut dies am Lebensende. In älteren Stadien der Menschheitsentwicklung war wirklich auch im Körper der Menschen das vorhanden, was gegenwärtig sich in den seelischen Rudimenten zeigt. Die Menschen waren anders organisiert. Gegenwärtig zeigt sich für das Kindliche, das jugendliche Lebensstadium ein deutlicher Parallelismus zwischen Körperlich-Leiblichem und Seelisch-Geistigem. Man braucht nur an die Geschlechtsreife zu denken mit ihren seelischen Begleiterscheinungen. Für eine feinere Beobachtung ist ein solcher Parallelismus gegenwärtig aber auch noch bis zum Ende der Zwanzigerjahre bemerkbar. Dann aber werden die physischen Prozesse gewissermaßen zu fest, um solche seelische Begleiterscheinungen zu haben. Das seelisch-geistige Leben emanzipiert sich von ihnen und läuft in Abhängigkeit von der Erziehung und den von der Außenwelt erregten Lebenserfahrungen weiter. Das war anders in früheren Epochen der Menschheitsentwicklung. Da war der Mensch auch in einer geistig-seelischen Entwicklung einfach dadurch, dass er sich körperlich entwickelte. Die Bedeutung dieser Tatsache wird man daran ermessen können, dass dadurch der Mensch nicht nur wie jetzt seelisch die aufsteigende körperliche Entwicklung in aller Lebhaftigkeit mitmachte, sondern auch die absteigende. Diese macht er heute höchstens durch das mit, was ihm aus ihr als seelischer Verfall erwächst. Ist man aber in der Lage, die gekennzeichneten seelisch-geistigen Rudimente richtig zu beurteilen, so kommt man zu der Einsicht, dass in älteren Epochen die Menschen gerade im hohen Alter zu einer Seelenverfassung gelangt sind, die eine Vergeistigung ihres ganzen Wesens bedeutete. Deshalb stammen die Anschauungen über eine geistige Weltgrundlage alle aus älteren Zeiten. Man kommt aber dadurch zu einer geschichtlichen Auffassung, der gemäß die Menschheit diejenige Kultur, die ihr von der Leibesentwicklung zuwächst, auf immer jüngern Stufen festhält. Während noch die Griechen in der Lage waren, die Kraft ihrer geistigen Kultur aus der leiblichen Entwicklung der ersten Dreißigerjahre zu ziehen, bringen es die gegenwärtigen Kulturvölker nur dazu, sich ihre Leiblichkeit bis zum Ende der Zwanzigerjahre zunutze zu machen. Das aber bringt zu einer Erfassung des geschichtlichen Lebens, die dem Menschen seine Lage im geschichtlichen Werden zeigt. Aus der Geschichte werden große Menschheitsaufgaben ersichtlich. Man sieht die Notwendigkeit einer geistigen Vertiefung der Menschheit. Denn die Zeit, die etwa mit dem fünfzehnten Jahrhundert begonnen hat, entwickelte nur, was in Gemäßheit der Leibesentfaltung bis zum Ende der Zwanzigerjahre möglich ist. Das waren die großen Errungenschaften des galiläisch-kopernikanischen Zeitalters. In ihnen müsste die Menschheit erstarren, wenn nicht ganz andre Richtkräfte des Daseins einsetzten. Es muss das wissenschaftlich orientierte Leben durch die Erforschung des Übersinnlichen befruchtet werden. Was der Mensch durch Imagination, Inspiration und Intuition erleben kann, muss einem Dasein gegeben werden, das nicht mehr aus der Entwicklung des Leiblichen schöpfen kann. Aus dem Sinne der Menschheitsentwicklung erscheint das Aufkommen einer anthroposophischen Geisteswissenschaft als eine Notwendigkeit der gegenwärtigen Epoche.
[Konzept zum vorstehenden Text, aus Notizbuch 496, 1920/1921)
1.) Anthroposophie wird als fantastischer Versuch einer Erkenntnis angesehen. Als Aberglaube genommen. 2.) Die Schwärmer haben keine Freude an der Anthroposophie. 3.) Es ist demgegenüber schwierig, in Kürze von ihrem Wesen zu sprechen. 4.) Du Bois-Reymond verboten, in das Gebiet des Übersinnlichen erkennend, auf naturwissenschaftliche Art, einzudringen. 5.) Nicht oppositionell zur Naturwissenschaft. 6.) Nur kann die gewöhnliche naturwissenschaftliche Methode nicht in das Seelenleben eindringen. Beispiel Franz Brentano. 7.) Unmöglichkeit durch äußere Forschung über die Phänomene hinauszukommen. Deshalb die Verachtung der Oken-Schelling’schen Naturphilosophie. Die Ideen verlieren ihren Inhalt. 8.) Man kommt mit einer solchen Forschung aber auch an das Seelisch-Geistige nicht heran. Der Irrweg der falschen Mystik sieht in das Innere. Er findet aber nur die Spiegelung der sinnenfälligen Außenwelt. 9.) In der anthroposophischen Forschung wird das Erinnerungsvermögen umgewandelt. Gedanken werden aufgenommen in die ätherische Welt. Man hebt sich ab von dem Körper. 10.) In Bildern lebt man dann. Mit voller Besonnenheit dehnt man die Persönlichkeit über die Erlebnisse seit der Geburt aus. Man ist dadurch ganz zum Sinnesorgan geworden. 11.) Man muss sich bewusst im Seelischen halten. Ein Hinabgleiten in das Körperliche gibt den Traum, die Halluzination etc. Man hält das Bildhaft-Erlebte dann für Wirklichkeit. 12.) Man bemerkt, dass man in den Bereich des Gestaltens des Körpers eingetreten ist. Die Wachstumskräfte hat man in das Bewusstsein aufgenommen. 13.)Man muss nun zum übersinnlichen Wahrnehmen fortschreiten. Es geschieht dies durch den Vorgang der Vergessens-Imitation. 14.) Man verwandelt das Imaginieren in innere Kraft, die man dann ebenso wenig wahrnimmt wie das Auge. Aber diese ins Innere zurückgeflossene Kraft eröffnet das Schauen der seelischen Außenwelt. Das Astralische tritt auf. Die Augenblicke des Aufwachens und Einschlafens werden gegenständlich. Es wird ein Wechselverhältnis anschaulich, das sich mit dem Atmen vergleichen lässt. Die orientalische Weisheit bildete deshalb den Atmungsprozess in bewusster Weise um. 15.) In weiterer Stufe wird dasjenige, was während des Schlafens keine Eindrücke in das Bewusstsein sendet, als das erkannt, was bei der Geburt (Konzeption) sich mit dem Physischen verbindet. Das auch durch den Tod hindurchgeht. 16.) Man ist damit zu einer Erkenntnis des Wechselverhältnisses des eigenen menschlichen Wesens mit der Außenwelt gekommen, man hat aber noch nicht die geistige Außenwelt selbst ergriffen. 17.) Dies geschieht durch das weitere Ausbilden der Methode des Vergessens. Die Kraft wird seelisch ausgebildet, die sonst in Anlehnung an das Leibliche als Liebe wirkt. Man verlegt dadurch das eigene Erleben in das fremde. Der Geist in seiner Wirklichkeit offenbart sich. Die wiederholten Erdenleben werden erkannt. 18.) Mit der Intuition ist die Möglichkeit gegeben, die innere Welt zu schauen ohne falsche Mystik. Und die Außenwelt in ihrem geistigen Untergrunde. Wie die gewöhnlichen Seelenerlebnisse eine abstrakte Spiegelung der sinnenfälligen Außenwelt sind, so das materielle Menschen-Innere eine Wirkung der geistigen Inhalte der Außenwelt. 19.) Dadurch ist eine Vertiefung des medizinischen Wissens möglich. Es werden die Wesen der Naturreiche durchschaut und ihr Verhältnis zu den Organprozessen des Menschen aufgedeckt. 20.) Die Sonnen- und Mondenwirksamkeit werden erkannt. Ihr Verhältnis zu den inneren Vorgängen der menschlichen Organisation. 21.) In den geschichtlichen Werdegang der Menschheit wird Leben gebracht. 22.) Das künstlerische Erlebnis wird zur bewussten Wahrnehmung. Dadurch dem Künstlerischen eine Quelle eröffnet. Goethe hat ahnend von dem gesprochen, was da in den Bereich des Erlebens tritt. Das Unbewusste wird nicht beeinträchtigt. Denn man symbolisiert nicht; man allegorisiert nicht. Man lebt sich mit der Erkenntnis an die künstlerische Anschauung heran. Dornacher Bau. Seine Formen aus derselben Quelle wie die Anthroposophie entsprungen. — Eurythmie. 23.) Das Erziehungswesen wird angeregt. Es wird wirkliche Menschenkenntnis entwickelt. Daraus entspringt dann die Kunst des Menschen-Bildens. 24.) Die sozialen Verhältnisse können mit einem an der Anthroposophie herangezogenen Denken durchschaut werden. Die Naturwissenschaft arbeitet auf Ideen hin mit scharf umrissenen Konturen. Solche Ideen sind nicht geeignet, das Wesen von Kapital, Arbeit, Geld usw. zu erfassen. Solche Ideen können auch nur gedacht werden. Sie tragen kein inneres Leben in sich. Die anthroposophischen Ideen sind lebendig. Sie verbinden sich mit dem Leben. Sie werden zu sozialen Sympathien und Antipathien; sie ergreifen das Fühlen, sie durchpulsen das Wollen. Sie werden von dem sozialen Leben so aufgenommen wie die Lebenskräfte von dem menschlichen Organismus. Das aber braucht die Gegenwart. 25.) Es war der Intellektualismus, der die Naturwissenschaft groß gemacht hat. Es wird das übersinnliche Schauen sein, das in das Leben dringt.