Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-02-12

GA 266a/1908-02-12 · 1908-02-12 · original · 13 passages · 3586 words
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## GA 266/1 — 1908-02-12, Berlin

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Berlin, 12. Februar 1908 Editorische Vorbemerkung: Die in dieser Stunde behandelten Zeichen und der Spruch waren von Rudolf Steiner offensichtlich gleich zu Beginn an die Tafel geschrieben und dann erläutert worden. Daher sind sie auch hier vorangestellt: zunächst in der Form, wie sie sich in Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 381 finden, dann folgt eine etwas andere Version des Schemas aus Aufzeichnung B; daran schließt sich eine durch die Herausgeber vorgenommene Zusammenfassung der Benennungen der Zeichen, die sich, jeweils von verschiedenen Aspekten aus gesehen, in den einzelnen Aufzeichnungen finden. Faksimile der Zeichen aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 381. Bei dem folgenden Spruch handelt es sich um eine freie Übertragung eines alten Rosenkreuzerspruches, der sich in den «Geheimen Figuren der Rosenkreuzer aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert» (Altona 1785, Nachdruck Berlin 1919) findet. Im Original heißt es: Wer diese Tafel recht versteht, Sieht, wie eins aus dem andern geht.

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Erstlich steckt alles in vierdter Zahl Der Elementen überall, Daraus die Drey Anfang entspringen Welche zwey Geschlechter herfürbringen. Männlich, Weiblich, von Sonn und Mond, Daraus wächset der Kayserliche Sohn: Dem auf der Welt gar nichts gleich. Und übertrifft all Königreich. Die erste Übertragung Rudolf Steiners lautet: Wer diese Tafel wohl versteht, Sieht wie eins aus dem andern geht Erstlich steht alles in vierter Zahl Der Elementen überall, Daraus die drei Anfang entspringen, Welche zwei Geschlechter hervorbringen, Männlich Weiblich aus Sonn und Mond, Daraus wachset der innerliche Sohn: Dem auf der Welt gar nichts gleich Und übertrifft all Erdenreich. Die in der Stunde verwendete Fassung findet sich im Notizbuch ArchivNr. 381. In Notizbuch Archiv-Nr. 536 ist der Spruch nochmals aufgezeichnet, nur steht in Zeile 8 statt «Menschen-Sohn» «Erdensohn» (siehe S.311) Wer der Zahlen Wirken wohl durchschaut Sieht wie seine Welt sich auferbaut Die Vier such als erste Zahl Der Elemente überall Aus ihr sieh die Drei sich regen Geist Seele Leib dir geben Die Zwei erstehn aus Sonn' und Mond Daraus erwächst der Menschen Sohn Dem auf der Welt gar nichts gleich Der übertrifft alle Erdenreich

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Wiedergabe der Handschrift aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 381

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Wiedergabe der Handschrift aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 536.

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Version aus Aufzeichnung B Zusammenfassung der Beschriftungen aus den verschiedenen Aufzeichnungen durch die Herausgeber.

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Aufzeichnung A Wenn dem Rosenkreuzerschüler in der Unterrichtsstunde ein gewisses Etwas gegeben werden sollte, an dem er sich aufrichten, an dem er sich erheben konnte, so wurden vor seine Seele aus der Fülle der okkulten Schriftzeichen folgende Figuren hingestellt und dabei ihm obenstehender Spruch gesagt. Diese Figuren bedeuten durchaus nichts Abstraktes, sondern sie müssen mit dem Gefühl und dem Verstande durchdrungen werden, wenn man sie verstehen will. Geschieht das in der richtigen Weise, so erlebt der Betreffende Wahrheiten, die von der größten Wichtigkeit für seine Fortentwicklung sind. Der Punkt bedeutet den Punkt des Lebens, von dem alle Entwicklung ausgeht. Alles Leben geht hervor aus einer Einheit und geht über in die Mannigfaltigkeit. Aus der Einheit entspringt die Vielheit. Aus dem Menschen ist alles hervorgegangen, was auf Erden sonst vorhanden ist. Die Natur ist der ausgebreitete, auseinandergelegte Mensch. In ihm finden sich Mineral, Pflanze und Tier. Alle Eigenschaften, die der Mensch hat, finden sich verstreut wieder in den einzelnen Naturreichen. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Alles, was da ist, stammt vom Menschen. In der zweiten Reihe sehen wir, wie die Entwicklung in die Vielheit vor sich geht. Aber die Vielheit muß es dazu bringen, in ihrem Schoße wieder eine Einheit erstehen zu lassen. Dies geschah in der Mitte der atlantischen Rasse, wo der Mensch sein Ich erhielt. Damals war der Mensch noch verhältnismäßig einfach. Augenblicklich ist er schon viel komplizierter. Wenn wir die dritte Reihe betrachten, so sehen wir die Zeichen für die vier Elemente. Diese Elemente sind ganz andere, als sie die Chemie kennt. Das erste Zeichen bedeutet Erde, das zweite Wasser, das dritte Luft, das vierte Feuer. Das erste Element ist heute am reinsten enthalten in der Kohle oder dem Diamanten. Es ist also Kohlenstoff. Der Mensch atmet aus Kohlenstoff, dieser wird von den Pflanzen aufgesogen

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und findet sich verfestigt in der Kohle und dem Diamanten wieder. Man muß folgendes bedenken: Heute herrschen ganz andere Zustände auf der Erde als damals, als der erste Mensch auftrat. Nur aus den damaligen Verhältnissen konnte der Mensch hervorgehen. Das zweite Element, das Wasser, ist heute im ursprünglichen Zustande gar nicht auf der Erde vorhanden - es wird der Technik vorbehalten sein, das ursprüngliche Element erst wieder herzustellen -, und zwar ist es dasjenige, was wir als Sauerstoff bezeichnen. In früheren Zeiten tranken die Menschen Sauerstoff, wie sie heute Wasser trinken. Hätten wir nur Kohlenstoff und Sauerstoff auf der Erde, so würden wir ungeheuer rasch alt werden. Der Sauerstoff hat die Fähigkeit, alles riesig rasch leben zu lassen, immer zu erneuern. Darum mußte das dritte Element, die Luft, hinzukommen. Es ist der heutige Stickstoff. Der Stickstoff wirkt tötend, dämpfend [auf das Leben] ein. Ohne das Einwirken des Stickstoffs gäbe es kein Bewußtsein, das Astrale könnte sich nicht manifestieren. Das vierte Element ist das Feuer. Das Feuer spielt im Okkultismus eine große Rolle. Es ist das Wärme-Element. Alle vier Elemente durchdringen sich. Mit Hilfe des Feuers sind wir eigenwarme Wesen. Ohne dasselbe wäre kein Selbstbewußtsein möglich. Durch dasselbe haben wir das Blut, den physischen Ausdruck unseres Ich. Ein Verbrennungsprozeß findet statt. Dadurch ist der Mensch ein Wesen geworden mit Selbstbewußtsein, wie aus dem ersten Zeichen der vierten Reihe zu ersehen ist: Schwefelprozeß. Das zweite Zeichen setzt sich aus dem Mondzeichen und dem Sonnenzeichen mit dem angehängten Ich + zusammen. Das dritte Zeichen bedeutet die Teilung von physischem und Ätherleib. Beim Beginn unserer Entwicklung glichen sich Äther- und physischer Leib. Dann verdichtete sich der physische Leib, und der Ätherleib, als der feinere Leib, blieb draußen - ihn umgebend. Es fand ein ähnlicher Prozeß wie bei aufgelöstem Salz statt, das zuerst eine milchförmige Flüssigkeit darstellt, aus der sich dann das Salz absetzt und das feinere Wasser oben läßt. Daher nennt man diesen Prozeß den Salzprozeß. Die fünfte Reihe stellt dar die doppelte Wesenheit des Menschen, die ineinandergeschlungen ist. * Aufzeichnung Β Die letzten zwei Zeilen in dem Verse [Seite 309] bestätigen, daß der Mensch alle andern Reiche übertrifft. Jedes dieser Reiche hat spezifische, charakteristische Eigenschaften, so wie zum Beispiel Härte oder Biegsamkeit, Bewegung, Geruch, Geschmack etc. Aber jede Entwicklung von irgendeinem Reiche oder einer Art, sei es nun von einem Mineral, einer Pflanze oder einem Tier, ist einseitig oder spezialisiert für das eine Reich oder die eine Art. Im Menschen jedoch sind alle diese verschiedenen Eigentümlichkeiten vereinigt worden zu einem harmonischen Ganzen, so daß also jegliche Eigenschaft oder Charakteristik irgendeines anderen Wesens auch im Menschen vorhanden ist. Es ist kein Beweis gegen diese Behauptung, wenn man sagt, daß einige Sinne in andern Wesen schärfer sind, wie zum Beispiel das Gesicht [Auge] des Adlers oder der Geruchsinn des Hundes. Das Geruchsorgan des Hundes und die Retina (Netzhaut) im Auge des Adlers sind einseitige, spezielle Entwicklungen. Aber da alle Sinne im Menschen vereinigt sind, mußten einige derselben, die sich in anderen Arten von Wesen weiterentwickelt haben, herabgestimmt werden, damit sie zu dem harmonischen Ganzen paßten, welches den Menschen darstellt. Was auch immer außerhalb von uns in irgendeinem Reich sich befindet und auf was für einer Stufe auch immer irgend etwas um uns herum sich befindet, so sind wir durch ähnliche Evolutionsphasen hindurchgegangen und haben auf solche Weise den vollkommenen Organismus erworben, der uns jetzt gehört. Wir haben begonnen als ein Lebenskeimpunkt (Figur 1) [siehe S.309], und von dem Punkt aus begannen wir, Werkzeuge aufzubauen (Figur 2), die immer komplizierter wurden durch viele Inkarnationen hindurch. Die Saturn-, Sonnen- und Mondperiode gingen unserer Erde voraus, auf der wir gegenwärtig leben, und wir bauten immer vollkommenere Werkzeuge, wie dies angezeigt wird durch die immer mehr auseinandertretenden Linien, die von Figur 2 ausgehen. Wir bauten uns einen physischen Körper, einen Lebenskörper und einen Begierdekörper auf, und zuletzt, in der Mitte der atlantischen Rasse, waren diese Werkzeuge so vollkommen geworden, daß nun das Ich sie bewohnen konnte und beginnen konnte, durch die verschiedenen Körper zu arbeiten. Dies ist in unserer okkulten Schrift angedeutet durch den Punkt, Figur 3, welcher zwischen den zwei Linien steht, die von Figur 2 ausgehen, um zu zeigen, daß das Ich hereintrat, als die Körper einen bestimmten Punkt in der Entwicklung erreicht hatten. Von diesem Punkt, Figur 3 aus beginnt das Ich sich zu entwickeln, und das tut es, indem es die Körper in Seele verwandelt. Diese Entwicklungslinie wird dargestellt durch den allmählich sich vergrößernden Zwischenraum zwischen den Linien, die von Figur 3 ausgehen. Die zuerst entwickelten Körper werden allmählich verzehrt, und nur die Seelenessenz bleibt. - Man wird bemerken, daß die Monade beginnt als ein mathematischer Punkt. Beim Beginn der Entwicklung sind alle Möglichkeiten latent in ihr vorhanden; doch während des Fortschreitens der Evolution, wenn die statische (?) Kraft in kinetische Energie verwandelt wird, in dynamische Kraft - was angedeutet wird durch den Raum zwischen den Linien, die von Figur 2 ausgehen -, wenn der Punkt der okkulten Schrift eine genügende Ausdehnung erlangt hat, dann wird die schwache und hilflose Monade zu dem selbständigen göttlichen Schöpfer geworden sein. Damit die gehörigen Bedingungen herbeigeführt werden für die Entwicklung von der Monade zum Menschen, zu einem Gott, sind die Elemente erforderlich. Doch gehören die Elemente als solche zu unserem Erdensystem (welches die verschiedenen Zustände umfaßt, die Saturn, Sonne, Mond etc. genannt werden),

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und in andern Systemen existieren andere Bedingungen. Diese Elemente werden symbolisch angedeutet in der nächsten Zeile unserer okkulten Schrift. Das erste ist die «Erde»; nicht die mineralische Erde nur, sondern alles, was fest ist, Eisen, Blei, der menschliche, tierische und pflanzliche Körper ist Erde im okkulten Sinn. Dieses Element wird am besten durch den Kohlenstoff dargestellt, der in der Zusammensetzung aller Körper in allen Reichen sich findet. In der reinsten Form finden wir den Kohlenstoff in der Kohle und dem Diamanten. Es wird gelehrt, daß der Mensch auf der Erde lebte, ehe irgendeines von den anderen Reichen existierte, zu einer Zeit, als noch keine Pflanze da war, um den Kohlenstoff des menschlichen Körpers aufzulösen. Und da wir wissen, daß der Mensch nicht existieren kann ohne den lebengebenden Sauerstoff, so scheint darin ein Widerspruch zu liegen. Doch gab es zu jener Zeit keine Atmosphäre, wie sie jetzt auf der Erde ist; der Mensch bewegte sich sozusagen in einem Meer flutenden Lebens, denn der Sauerstoff war damals flüssig, wie es durch das zweite Symbol, «Wasser», angedeutet wird. Hätte es nur das Element «Erde» gegeben, so hätte sich der Körper des Menschen verhärtet und hätte sich nicht weiterentwickeln können. Aber als das zweite Element, das «Wasser», in seinen Körper eintrat durch den Druck von außen, da wurde der Fortschritt möglich. Geradeso wie die Bezeichnung «Erde» alles bezeichnet, was in einem festen Zustande ist, so ist «Wasser» der okkulte Name für alles Flüssige. Blut zum Beispiel ist im Okkultismus Wässer. Und als der Mensch damals in einer Wasser-Atmosphäre lebte, war sein Blut kalt wie das der Amphibien. Das Wasser des Lebens, der flüssige Sauerstoff, wurde durch Osmose aufgenommen. Derselbe Prozeß der Sauerstoffaufnahme fand damals statt wie jetzt, nur mit dem Unterschied, daß unser Sauerstoff uns zuströmt durch die Pflanzen, die Sauerstoff ausatmen. Dieser Sauerstoff bewahrt unseren Körper davor, sich zu verhärten durch eine zu große Ansammlung von Kohlenstoff. Er verbindet sich mit dem überflüssigen Kohlenstoff in unserem Körper und schafft ihn fort und bringt ihn der Pflanze als Kohlensäure. Und der Kohlenstoff baut den Pflanzenkörper auf, während der gereinigte Sauerstoff uns wieder zugeführt wird, um unsern Körper vor der Kristallisation zu bewahren. Daher entspricht Kohlenstoff dem festen physischen Körper und Wasser (Sauerstoff) dem flüssigen Ätherkörper oder Lebenskörper. Wenn nur diese zwei Elemente da wären, Erde und Wasser, dann würde das Leben zu schnell gelebt werden. Wir würden dann alt werden, ehe wir Zeit gehabt hätten, jung zu sein. Der kraftgebende Sauerstoff würde mit Hilfe des Lebenskörpers in solchen Mengen aufgenommen werden, daß er den Organismus zu schnell verzehren würde. Denn der Lebenskörper ist ein beständiger Kämpfer gegen den Tod des physischen Körpers; er ist immer mit Aufbauen beschäftigt, und in seiner Besorgnis, den dichten Körper zu erhalten, würde er zu weit gehen, wenn er nicht gehemmt würde. Dieser hemmende Einfluß wird gefunden in dem dritten Element, der «Luft», die mystisch «Azoth» genannt wird und in ihrer Wirkung dem Begierdenkörper entspricht, der auch den Anstrengungen des Lebensleibes entgegenarbeitet. Wenn nur die zwei Elemente Erde und Wasser da wären, dann könnte es kein Bewußtsein geben. Aber der Krieg zwischen den zwei Elementen Wasser und Luft, zwischen dem Begierdenkörper und dem Lebenskörper, zwischen Stickstoff und den anderen chemischen Elementen Sauerstoff und Kohlenstoff, dieser Kampf zwischen den Elementen ist die Ursache des Bewußtseins. Das Zerstören von Nervenzellen und Zellgewebe erzeugt Wärme und setzt so das vierte Element, das «Feuer», in Tätigkeit. Wenn es nur drei Elemente gegeben hätte, so hätte der menschliche Körper niemals der Träger des Ich werden können. Denn das Ich kann jetzt noch nicht unmittelbar in der Luft wirken; es kann erst bis zum Feuer herabsteigen. Darum mußte der physische Körper entwickelt werden bis zu einem Punkte, wo er eine selbständige Wärmequelle werden konnte, wo er warmes Blut in einem besonderen Werkzeug haben konnte, getrennt und gesondert von allen anderen Wesen. Das wurde erst möglich durch das vierte Element, das Feuer. Die Vereinigung des Feuers mit dem Ich wird dargestellt in der nächstfolgenden Zeile der okkulten Schrift, die uns vorliegt, und wird symbolisiert durch ein Dreieck mit einem Kreuz: . (Warum hier das Ich unter der Gestalt eines Kreuzes dargestellt wird, wird später gezeigt werden.*) Dies ist das Zeichen des Schwefels oder Phosphors, welcher den Gedanken im Physischen möglich macht, da er in dem Gehirn und in den Nervenzentren enthalten ist. Das folgende Symbol besteht aus drei Teilen. Es erinnert uns an die ferne Vergangenheit, als Ereignisse stattfanden, die diese Vereinigung des Ich mit seinen Körpern möglich machten. Die drei Teile sind: der Kreis , das Symbol der Sonne; der Halbkreis , das Symbol des Mondes; und das Kreuz +, das Symbol für die Erde. Wären Sonne, Mond und Erde vereinigt geblieben, so hätte es kein solches Symbol gegeben. Aber als das, was ursprünglich ein planetarischer Körper war, sich trennte, die Sonne von Erde und Mond, und später die Erde vom Monde, wurden diese Vorgänge verkörpert in diesem Symbol, welches «Merkur» genannt wird, weil dies flüssige Metall am besten die Verhältnisse (Zustände) darstellt, welche eine solche Trennung ermöglichten. Merkur ist auch das Symbol für den Verstand, weil nur die oben erwähnte Trennung der Sonne von der Erde und die spätere Trennung des Mondes von der Erde die Umgebung herbeiführen konnte, die notwendig war, damit sich der Verstand, das Ich entwickeln konnte. Das letzte Zeichen in dieser Zeile der okkulten Schrift ist ein Kreis mit einem Durchmesser: . Alchimistisch ist dies das Symbol des «Salzes». Es stellt dar die Trennung des Lebensleibes von dem physischen Leibe. Während der Mondenperiode waren diese beiden Glieder des Menschen, diese beiden Werkzeuge des Geistes, von derselben Dichtigkeit (Figur 4) wie eine gesättigte Salzlösung. Aber während der Erdenperiode fand ein Vorgang statt ähnlich der Herausgliederung von Kristallen in einer Salzlösung; * Es ist nicht bekannt, ob und wann dies erfolgt ist.

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_______________ ein Teil des zusammengesetzten Körpers wurde gröber, dichter, der andere Teil wurde feiner, flüssiger. So zeigt dieses Symbol die Kristallisation des physischen Körpers in dem Ätherkörper, dem Lebensleib. Das nächstfolgende Symbol zeigt die zwei Kräfte[pole], negativ und positiv, männlich und weiblich etc. und das letzte Symbol stellt dar das menschliche Ich, das alle anderen Geschöpfe überragt. Später werden wir mehr von diesen Zeichen hören. Wenn eine okkulte symbolische Tabelle, wie die uns vorliegende, zur Meditation verwendet wird und wenn dabei die darunterstehenden Zeilen [der Spruch] richtig und mit Verständnis gesprochen werden, so ist das eine große Hilfe in der okkulten Entwicklung; sie entwickeln die «spirituellen Muskeln» und sollten zu diesem Zweck gebraucht werden von allen Schülern, die auf dem Pfade der Selbsterkenntnis fortschreiten möchten. * Aufzeichnung C In der obenstehenden okkulten Schrift bedeutet der Punkt oben den Punkt, der einst den ganzen Menschenkörper ausmachte. Seine physische Gestalt fing an mit einem Punkt nur. Aus diesem Punktuellen entwickelte sich im Lauf langer Zeiten eine immer größere Mannigfaltigkeit. Im Menschen sind alle charakteristischen Eigenschaften der Mineralien, der physischen «toten» Welt vorhanden, ebenso alle der Pflanzen - der Lebenswelt oder ätherischen Welt -, ebenso alle der Tiere, der astralischen Welt. Wenn einzelne Sinne zum Beispiel vielleicht bei den Tieren mehr entwickelt sind, so ist das doch nur infolge einer einseitigen Entwicklung des Tieres auf Kosten der Vielseitigkeit der Fall, die wir beim Menschen finden. Diese Entfaltung zur Vielseitigkeit aus dem Punkt drückt die erste Figur in der zweiten Reihe aus. Die zweite Figur, die der ersten gleich ist, beginnt gerade bei der stärksten Entfaltung der ersten wieder mit dem Punkt. Es ist eine allgemeine Erscheinung des Lebens- und Entwicklungsstromes, daß nach erreichter voller Entfaltung sich ein Neues anfängt zu entwickeln, und zwar wieder beginnend mit einem Punkt (so wie das Embryo des Kindes in der «reifen» Mutter). Hier wird zunächst der Anfang der geistigen Entwicklung, der bewußten Entfaltung des Ich durch das okkulte Zeichen symbolisiert in der Rosenkreuzerei. In der Mitte der atlantischen Zeit fing das Ich im körperlich entfalteten (dazu vorbereiteten) Menschen an, sich seiner bewußt zu werden; ein kleines, punktartiges Licht nur, an dessen Entfaltung wir immer bewußter zu arbeiten haben. Die dritte Reihe enthält okkulte Zeichen für die vier Elemente. = die Erde. Das Feste symbolisiert zugleich den physischen Plan. Das wichtigste (chemische) Element ist der Kohlenstoff als schwarze Kohle oder als durchsichtiger Diamant. Der Kohlenstoff ist gewissermaßen die Verkörperung des Prinzips des physischen Planes. In der Pflanzenwelt wird der Kohlenstoff in verhältnismäßig einfacher, glatter Weise aus der Kohlensäure der Luft entnommen (die ihr von der Tier- und Menschenwelt durch Ausatmen geliefert wird) und festgelegt. In den Steinkohlen (und den Holzkohlen der Meiler) sehen wir den Hauptgehalt der Pflanzen in der Form der Kohle vor unseren Augen. Im Menschen wird der Kohlenstoff fortwährend aufgenommen aus den Speisen, durch den Sauerstoff der eingeatmeten Luft aufgelöst, entführt als Kohlensäure, und dieser Prozeß setzt sich stets weiter fort. Das ist eine Phase des Lebensprozesses. Dieser Sauerstoff, die Lebensluft, war nun in den ersten lemurischen Zeiten, als die Menschen anfingen, einen physischen Körper sich zu bilden, nicht gasförmig, sondern unter den damaligen Druckverhältnissen flüssig. Die Menschen tranken damals den Sauerstoff. Dieses Lebenselement, der Sauerstoff, das verkörperte Äther- oder Lebensprinzip, wurde dadurch zum Prototyp des zweiten Elementes, des Flüssigen, des «Wassers», wie es als Element okkult genannt wird. ist das Zeichen für das Element «Wasser», das Äther- oder Lebensprinzip und den Sauerstoff.

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Würde in unserer Atmosphäre nur Sauerstoff sein, so würde sich das Leben im Leben verzehren, es würde sich zu schnell abspielen, der Mensch würde nicht Erfahrungen genug machen können. Es könnten sich kein Bewußtsein, keine Seeleneigenschaften in der richtigen Weise entwickeln. Dasselbe zeigt sich in der Sonne, wo die Wesen von einem äußerst schnellen Entwicklungstempo erfaßt werden, dem wir Menschen nicht gewachsen sind. Auch die Pflanzen würden immer weiter und weiter wachsen, wenn sie ganz nur dem Äther- respektive Lebensprinzip ausgesetzt wären. Auch bei diesem muß als Hemmungselement das Astralische - hier von außen - eintreten. Es ist deshalb ein hemmendes chemisches Element in der Atmosphäre: der Stickstoff. Dies ist das okkulte Zeichen für das Element «Luft», also für alle Gase, und der Stickstoff ist gleichsam das verkörperte Prinzip des Astralen, da er die Möglichkeit für die Entfaltung des Astralen im Menschen gibt. endlich ist das Zeichen für das vierte Element, das «Feuer», das heißt im weiteren Sinn für alle Wärme, die alles durchdringt (Kälte ist nur ein niedriger Wärmegrad). Erst als der Mensch in sich selbst Wärme entwickeln konnte durch sein Blutsystem und was damit zusammenhängt, und in sich einen bestimmten Wärmegrad bei allen äußeren Temperaturen, bei denen er überhaupt leben kann, festhalten konnte, konnte er das Ich in sich entwickeln. Deshalb ist auch zugleich ein Symbol für das Ich. Die(se) Wärme wird durch eine Art Verbrennung im Menschenkörper hervorgerufen und dadurch erst das bewußte Ich ermöglicht; diese Verbrennungserscheinung wird uns beim Schwefel vor Augen geführt. ist das okkulte Zeichen für Schwefel, das Symbol des «Feuers», der Wärme, des Verbrennens; mit dem Kreuz, dem Symbol für das Ich. Dieses Zeichen deutet darauf hin, daß durch Sonne und

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Mond die Vorbereitung geschehen mußte, damit das Ich + entstand. Es ist das Zeichen des Merkur, dessen Wirkung auf die Förderung der Seele hinausgeht. Es ist zugleich das okkulte Zeichen für das Quecksilber. Noch früher, als die Wirkung des Merkur anfing, zu Anfang des Auftretens des Menschen auf der jetzigen Erde, war dieser Mensch noch ätherisch; dicht ätherisch. In der Entwicklung trat (wie immer) eine Spaltung, eine Vermannigfaltigung ein - ein Dichteres trennte sich ab und machte das Übrige um so feiner, ätherischer -, eine Trennung zwischen Leben (Äther) und Form (Physischem), des weiblichen Prinzips vom männlichen. Ein ähnlicher Vorgang spielt sich ab beim Auskristallisieren von aufgelösten Substanzen in einem flüssigen Lösungsmittel, zum Beispiel eines Salzes im Wasser. Die Lösung ist einheitlich - mitteldicht. Beim Auskristallisieren scheidet sich Festes aus und macht dadurch das Übrigbleibende weniger dicht, feiner, spezifisch leichter. Man nennt daher okkult häufig das Feste, das sich aus dem Flüssigen abgeschieden hat, «Salz», und das Zeichen dafür ist der Kreis mit der Linie, die ihn in zwei Teile teilt: Dies Zeichen bedeutet den Menschensohn, den Menschen in dem Aspekt des Zusammenfassens der beiden obigen Prinzipien, des männlichen und weiblichen, ja aller vier Elemente. Aus den vier Zeichen der Elemente kann man das Hexagramm zusammensetzen. Das umgekehrte Venuszeichen bedeutet den Menschen als Teil der Erde in seinem jetzigen Zustand.

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ESOTERISCHE STUNDE

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Cite: GA 266a/1908-02-12 · edition original