Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hannover, 1911-12-31

GA 266b/1911-12-31/p006 ·1911-12-31 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

ein Bewußtwerden eines anderen Ich, das hinter diesem Ich steht. Mit diesem Ich können wir dann eintreten in die Welt der Wirklichkeit. Der Inhalt der Meditation ist immer so gegeben, daß er die Seele ausfüllt mit Bildern und Vorstellungen, die nicht der physischen Welt entnommen sind. Nehmen wir zum Beispiel einen ganz einfachen Meditationsstoff, der Ihnen allen so ziemlich bekannt sein wird: In den reinen Strahlen des Lichtes Erglänzt die Gottheit der Welt ... Wenn man sich meditierend immer wieder hineinversenkt in diese Worte, dann kommt man dazu, zu erleben etwas wie eine geistige Sonne, in der uns die Gottheit der Welt erstrahlt, und man erlebt die reinen Fluten des Lichtes wie ein Kleid, wie eine nach außen erglänzende Offenbarung der Gottheit, wie die Glorie dieser Gottheit. Um das aber wirklich lebendig zu erleben, ist notwendig, sich selbst, das heißt sein gewöhnliches Ich-Bewußtsein, gänzlich zu vergessen. Auch die Worte, die ja noch etwas aus der physischen Welt Stammendes sind, muß man vergessen. Dann offenbart sich durch die Kraft dieses Meditationsstoffes allmählich die spirituelle Welt als Lichtwelt. Man schaut erlebend diese Lichtwelt des Geistigen. - Im weiteren Fortgang dieses Meditationsspruches soll man auch nicht bei den weiteren Worten: «Ich ruhe in der Gottheit der Welt» denken, daß man das mit seinem gewöhnlichen Ich könne. Nicht dieses Ich des Alltags erlebt sich in der Gottheit der Welt, sondern das individuelle, das geistige Ich, das wir eben finden sollen durch die Kraft dieses Spruches. Deshalb ist der Inhalt desselben so, daß er uns hinausführt aus der Welt der Illusion; denn wenn man nur hinausgeht in die physische Welt, da kann man wirklich an nichts erkennen, daß das Licht das Kleid der Gottheit ist und daß wir suchen müssen hinter diesem Licht, in diesem Licht das Wesen der Gottheit selber. Aus der physischen Welt sind solche Gedanken nicht entnommen. Sie kommen aus der geistigen

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