126. Wann werden Träume erinnert?
Nur wenn sie in die Organisation eingreifen, die auch das gewöhnliche Erinnern wirkt - wenn sie die Stärke von Sinneseindrücken haben - innerhalb des an die Sinnessphäre angrenzenden Gebietes sich abspielen - also an der Grenze nach innen. —
Der Traum wird im Ätherleib erlebt - es kommt nur zur Bewegung, wenn der Astralleib am Ätherleib festhält.
Wenn die Verbindung des Ich und Astralleib bewusst wird, dann erlebt man im Wollen - ein Leeregefühl; wenn die Verbindung des physischen Leibes u. Ätherleibes bewusst wird, dann erlebt man im Vorstellen - ein Dichtegefühl; es wird das Innere erfüllt - wie wenn sich fortspinnende Träume dieses Innere bildeten. Das sich ätherisierende Vorstellen wird zum Bilde - entweder innerhalb der Sinne (Wachbewusstsein) — oder dahinter (Träumen, Imaginieren). —
Im Träumen tritt die Zeitperspektive, die im Wachen durchlebt wird, in die Wahrnehmung.
In der Imagination wird aus dem Raum die Perspektive weggenommen - die Bilder tragen innerlich die Bewegung. —
Die Traumfiguren sind dem Ich entfremdet; die Imaginationen sind vom Ich aufgenommen. —
Der Mystiker zieht sich von der Welt zurück; der Naturforscher zieht in die Welt hinaus - der Geistesforscher tritt mit der Welt in sein Inneres ein - und mit seinem Inneren in die Welt. Im Atmen wird der Verkehr mit der Außenwelt träumend im rhythmischen System erfahren. —
In der Inspiration, die Bewusstsein über die Imagination ausgießt, wird dieser Verkehr durch den ganzen Leib hindurch hell bewusst erfahren. —
Es ist aber nicht die Luft; es ist der Äther - und mit ihm sein Inhalt - das Seelisch-Geistige (astralische). — Damit ist die Welt vor und nach dem Erdenleben eröffnet. - Es ist aber damit auch die ethische Welt mit der physischen zusammengeflossen. —
Man verkehrt mit einer Traumfigur wie mit einer lebenden Person, ohne dass man weiß, dass sie kürzlich gestorben ist - (Hartmann). Das wird man nie in der Imagination — weil man in ihr nur in der Sphäre der Wirklichkeit lebt -, man berücksichtigt im Imaginieren nichts, was nicht erlebt ist - man lernt in Bildern leben. —
Man bildet sich ein, ein Buch geschrieben zu haben, sucht das Manuskript (Hartmann, Psych. S. 88) — das tut man in der Imagination nicht, weil man den inneren Vorgang, der da vorliegt - ganz anders ansieht; nicht als Wunsch - sondern als sich ergebende Aufgabe - man findet darinnen die Kräfte des Fortlebens. - Nicht die Wünsche werden nach innen angeregt - sondern beim Bild bleibt man stehen = nicht von der Außenwelt wird das Bild erfüllt, sondern von der von innen ausgehenden Tätigkeit = Gewöhnliches Bewusstsein: Wunsch-BildRealität.