Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 12 May 1913

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner
[Übersetzung]

Rhein-Hotel Köln, 12.5.13

Dear Dr. Steiner,

ich habe.die Gedanken aufgeschrieben, die mir unmittelbar nach den Übungen kommen, weil Sie sagen, daß diese sehr wichtig sind. Ich bin immer im Zweifel, ob ich Sie mit Resultaten der Übungen belästigen darf oder nicht, und welche ich auswählen soll. Ich habe jedoch den Eindruck, von irgendwoher eine ganze Menge ausgezeichneter Ratschläge erhalten zu haben, und letzte Nacht glaubte ich (unter anderen Dingen) zu vernehmen: «Deine Prüfung ist beendet». Seitdem fühle ich mich ganz anders, mein bisheriges Leben und meine Ansichten sind verblaßt und ich freue mich auf eine neues, was es auch bringen möge. Vielleicht ist es das, was Sie von mir zu erfahren wünschen. Ist es das, was Sie erwarteten? Am Dienstag reise ich mit dem 10-Uhr-Zug ab.

Türkenstraße 27 II München.
So auf Wiedersehen [auf deutsch].

Ihre ergebene

L. Edith C. Maryon

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