Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 5 September 1921, Hildesheim
Letter from Edith Maryon
Edith Maryon an Rudolf Steiner
Hotel Pension San Salvatore
San Salvatore bei Lugano
[vermutlich nach dem 5. September 1921]
Sehr verehrter lieber Lehrer,
das Briefchen ist angekommen, und es freut mich sehr, zu hören, daß die Handwunde heilt und ich hoffe, bald wieder weitere Nachricht darüber zu hören. Auch wünsche ich alles Gute für die Stimme; macht man immer zweimal täglich Gebrauch von Eucalyptus? Ich würde gerne wissen, ob man etwas Weiteres arrangiert für die Weihnachtszeit und hoffe insbesondere, daß dies nicht geschehen wird 10 Tage nach dem Lehrer-Kursus. Werden Sie Stuttgart am 8. verlassen? Irgendwo ein bißchen Erholung für die Stimme [suchen]?
Es ist herrlich schön hier, ganz oben am Gipfel, mit Sonne, Wärme, Ruhe und frischer Luft - ich fühle mich schon erholt. In Dornach habe ich ein paar kleine Maßregeln getroffen, die vielleicht ein bißchen beitragen könnten, Ordnung dort zu halten, daß alles gut geht.
Miss Franklin sendet Ihnen Grüße, sie ist sehr zufrieden hier, aber vielleicht bleiben wir hier bloß eine Woche, und dann gehen wir irgendwohin in die Umgebung. Näheres mit Adresse sende ich übermorgen; man kann mir aber noch ein- oder zweimal Nachricht schicken hier.
Gleich gehen wir in [mit dem] Funicolare [Drahtseilbahn] nach Lugano und machen einen Ausflug nach Tesserete, um Umschau in der Stadt zu machen. Auf Wiedersehen, Ich hoffe, Sie nehmen sich täglich eine kleine Zeit, um auszuruhen.
Herzlichste Grüße
Edith Maryon