Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 5 September 1921, Stuttgart
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Stuttgart, 5. September 1921
Meine liebe Edith Maryon!
Gerne hätte ich früher geschrieben. Aber die Zeit ist doch voll besetzt. Die vielen Menschen haben natürlich alle möglichen Wünsche. Die Veranstaltungen selbst laufen programmäßig ab. Man braucht aber mehr Mitarbeiter für die Sache. Das lehrt jede Stunde. Ich mußte jetzt, was mir leid tut, eine ganze Reihe von Vorträgen, zu denen ich so wie zu dem Berliner aufgefordert worden bin, ablehnen. Denn ich will zu der Zeit, die vorgesetzt war, wieder in Dornach sein. Es wird mir dann befriedigend sein, wieder im Bildhaueratelier zu sein.
Hier werde ich wohl nach dem Kongreß ein paar Tage noch sein. Dann in Berlin. Es wird da wohl doch einige Tage geben, an denen ich die so notwendigen Bücherkorrekturen endlich aufarbeiten kann.
Meine Hand ist gut. Die Stimme geht so weit. Ich pflege sie
Nun muß ich zum Vortrage der drei heutigen Morgenredner. Ich sende die besten herzlichsten Gedanken wie immer
Rudolf Steiner Stuttgart,
Landhausstraße 70