Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 3 March 1922, Hildesheim
Letter from Edith Maryon
Edith Maryon an Rudolf Steiner
Bildhauer Atelier, Goetheanum
3. März 1922
Sehr verehrter lieber Lehrer!
Hiermit übersende ich Ihnen das Programm für Stratford. Vorläufig gibt es keinen «chairman» für Sonntag, weil Mrs. Mackenzie auf Lord Haldane hofft. Wir werden sehen. Auch lege ich das vorbereitende Programm für Oxford bei. Bitte zurückbringen, sie sind meine einzigen Exemplare!
Hat Frau Doktor sich entschlossen, nach Stratford zu gehen, jetzt, da es keine Eurythmie gibt? Ich frage wegen der Verteilung der Zimmer; aber inoffiziell selbstverständlich.
Meine Schwester schreibt mir, daß Frank vielleicht ein Pfarrhaus bei Oxford haben wird für August; wir werden dann auch etwas mitmachen können. Es ist also noch nicht sicher, aber ich hoffe darauf (obwohl, ob ich anwesend sein kann, sehr unbestimmt ist).
Gestern haben wir zehn Arbeiter im Atelier gehabt! Heute ist der zweite Luzifer-Block glücklich heruntergeholt worden, es geht aber langsam und vorsichtig, weil die Arbeit schwierig ist.
Miss Lewis möchte das ganz kleine Zimmer von Herrn Imrie mieten, es muß gestrichen werden, weil es sehr schmutzig ist. Ich habe darüber nachgedacht und die Arbeit bestellt, unter der Bedingung, daß, falls Sie unzufrieden sind, Miss Lewis die Kosten übernimmt, die sich auf ungefähr 9% Frs. belaufen. Sonst ist nichts Besonderes zu melden. Es gibt viel Arbeit, auch recht viel Schmutz; ich werde recht froh sein, wenn alles am Platz steht, und Sie wieder hier bei der Arbeit sind. Ich arrangiere die Dinge so, daß möglichst viel Platz gewonnen wird im Atelier für Ihre Statue, ich bin darauf sehr gespannt.
Ich hoffe, daß Sie recht viel freie Zeit gewinnen in Berlin, und daß Sie es nicht notwendig finden, vielen Vorträgen beizuwohnen. Auch hoffe ich, daß es der Gesundheit und der Stimme gut geht?
Mit allerherzlichsten Grüßen
Edith Maryon