Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 4 March 1922, Leipzig

Letter to Edith Maryon

Rudolf Steiner an Edith Maryon

Leipzig, 4. März 1922

Meine liebe Edith Maryon!

Bisher ist alles gut gegangen mit meinen Vorträgen; Halle sowohl wie gestern in Leipzig, wo die Leute wieder Angst hatten, es könnte zu einer Störung kommen. Es war aber alles ganz ordentlich. Nur mußte ich die Konzession machen, Fragen zu beantworten, was aber auch ganz gut ging; nur eben bis 11 Uhr dauerte. Ebenso geht es mit der Gesundheit ganz gut.

Die Eurythmie-Vorstellung in Leipzig wurde ja allerdings weniger gut aufgenommen; man sieht da doch, wieviel Opposition wir haben.

Es tut mir leid, daß im Atelier so viel Unordnung und folglich so wenig Ruhe ist. Herzlichen Dank für den Brief mit der Beilage von Mackenzie. Vielleicht ist alles so doch am besten, wenn die Eurythmie-Vorstellung hinausgeschoben wird.

Wir wollen sehen, wie bei uns allen diese Reise im April wird.

Heute habe ich hier noch zu Studenten zu sprechen, dann fahre ich abends nach Halle und morgen nach Berlin. Dort werde ich ja natürlich nicht alles mitmachen. Es wird auch von vielen als ein überladenes Programm empfunden.

Nun noch die Versicherung, daß ich gerne im Atelier wäre und herzlichste Grüße

Rudolf Steiner

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