Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 8 March 1922, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier, Goetheanum
8. März 1922

Sehr verehrter lieber Lehrer!

Ich sende hiermit einen theosophischen Brief, der für Sie gekommen ist.

Heute ist der vierte Luzifer-Block hinübergebracht worden, und bis morgen Abend hoffe ich, etwas Ordnung im Atelier wieder herzustellen. Es wäre doch unmöglich gewesen, daß Sie während dieser Zeit hier hätten arbeiten können. Ihre Ecke mit Tisch und allem ist vollständig geräumt gewesen, und man hat dort eine Art Bahn gebaut, worauf die Blöcke fahren konnten; und wo Ahriman gestanden hat, steht jetzt ein Wald von Balken und Stangen usw.; das Mobiliar vom Atelier und die Modelle sind alle aufgetürmt in den Ecken. Es ist recht ungemütlich, aber notwendig. Dazu kommen von vier bis zu zehn Arbeiter - (ich helfe mir etwas mit Kölnisch Wasser, um die Luft zu verbessern!). Auch sind von Zeit zu Zeit alle Türen offen. Aber bis Ende der Woche wird alles wieder schön; ich rechne auf nächsten Dienstag, oder spätestens Mittwoch. Ich bin sehr froh zu hören, daß alles doch gut gegangen ist bei den Vorträgen in Leipzig. Ich möchte weiteres davon hören und auch etwas über die Eurythmie erfahren.

Ich hoffe, daß Sie nicht viele Vorträge gehört haben von diesem Programm ... [siehe Zeichnung, Faksimile S. 90], und daß Sie dadurch etwas Zeit gewinnen für andere Dinge. Ich hoffe sehr, daß alles gut geht mit der Gesundheit, und daß Sie wiederkommen Dienstag oder Mittwoch??

Mit herzlichsten Grüßen

Edith Maryon

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