Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 7 August 1923, Ilkley

Letter to Edith Maryon

Rudolf Steiner an Edith Maryon

Ilkley Hillside, in Wharfedale (Yorks)
7. August 1923

Meine liebe Edith Maryon!

Eben komme ich von meinem zweiten Vortrage. Es ist bisher alles gut gegangen. Der zweite Brief ist zu meiner Freude eben angekommen. Ich danke herzlichst. Ebenso für den Zeitschriftenabschnitt. Ich sorge mich, daß meine beiden Briefe (von Harwich und Ilkley) nicht ankommen, weil ich die Adresse deutsch darauf geschrieben habe. So habe ich auch einen mit Manuskript an Steffen abgesandt. Aber hoffentlich kommt ja doch alles gut an.

Bei den Vorträgen sind äußerst wenige Männer, zumeist Frauen. Es ist, als ob die Männer sich von der Zivilisation zurückziehen wollten. Außer mir hat noch eine Miss McMillan gesprochen; sie scheint in England sehr bekannt zu sein, tritt außerordentlich dezidiert für ihre Sache ein. Sie hat ein Buch geschrieben, das sehr merkwürdig ist: «Education through the Imagination». —

Von Penmaenmawr ein Programm kann ich nicht erhalten; sobald ich eines haben werde, werde ich es schicken.

Nun hoffe ich, daß die Gesundheit sich immer mehr bessert. Ich bitte recht, recht vorsichtig zu sein und der notwendigen Ruhe zu pflegen. Ich sende die allerherzlichsten Gedanken

Rudolf Steiner

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