Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 11 August 1923, Ilkley
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Ilkley in Wharfedale (Yorks)
Hillside, 11. August 1923
Meine liebe Edith Maryon!
Es sind nun 5 Vorträge ganz gut absolviert. Die Zuhörer, die allerdings zum geringen Teil Männer sind, sind sehr aufmerksam. Meine Gesundheit geht gut. Gestern abend war der besondre Vortrag in Bingley. Das war allerdings eine Kunst, denn Vortrag und Übersetzung durften nur eine Stunde dauern. Und so habe ich denn in 1/2 Stunde das Wesen der Menschenerziehung und der Waldorfschule auseinandersetzen müssen.
Vielen Dank für den Schnee, der ganz gut und rechtzeitig angekommen ist. Die Waldorflehrer mit ihren Abendvorträgen und Diskussionen haben großen Erfolg. Nächste Woche folgt dann auch die Exposition der Eurythmie-Figuren in der Art, wie das auch in Oxford war.
Ilkley ist eine Art Kurort für nordenglische Industrielle, die es aber wohl aus Bauern geworden sind. Die Gegend ist nicht besonders anziehend.
Die genaue Adresse des nächsten Kurses ist: Penmaenmawr, North Wales, Grand Hôtel. Hier haben wir heute Abend gerade die Hälfte des ersten Kurses absolviert. Heute wird der 6. Vortrag um 10 Uhr sein.
Ich hoffe, daß alles gut dort geht, und daß die Gesundung Fortschritte macht. Die Briefe sind hier angekommen, und ich danke herzlichst dafür und sende allerherzlichste Gedanken
Rudolf Steiner