Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 30 August 1923, Penmaenmawr
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Penmaenmawr, 30. August 1923
Meine liebe Edith Maryon!
Es ist heute der vorletzte Tag hier; und alles ist gut gegangen. Von der Umgebung möchte ich noch dieses sagen: Bei einem der Druidenaltare war ich mit einigen andern mit einem Auto; an einem andern Orte ist es so: von Penmaenmawr aus sieht man etwa folgenden Bergaspekt:
[Skizze siehe Seite 152]
Geht man nun den Weg ...... so liegt auf der andern Seite von a eine Ebene oben auf dem Gipfel: da oben liegen
Dahin können Wagen nicht fahren Es ist dort wunderbare Einsamkeit. zwei verfallene Druidenzirkel. Ich ging dahin mit Wachsmuth zu Fuß. Das Stehen bei den Druidenheiligtümern, wo vor so vielen Jahren Leute die geistigen Angelegenheiten besorgt haben, war mir sehr bedeutsam. Der Weg hinauf (etwa 1 ¼ Stunden) war sehr schön, voll der schönsten Ausblicke auf die Umgebung.
Nun kommt hier der letzte Vortrag. Dann noch der Abschiedabend. Dann geht es Samstag nach London. Von dort Abreise am 5. Sonntag ist vormittag Meeting der hiesigen A.G. und nachmittags ein Zweigvortrag. Sonntag und Montag abend sind dann die projektierten medizinischen Vorträge für Ärzte und am 4. auf Betreiben von Rosenkrantz eine Eurythmievorstellung. Am 5. geht es dann weiter heimwärts. So kann ich hoffen, jetzt bald in Dornach zu sein. In Stuttgart wird höchstens 1 Tag nötig sein. Ich freue mich auf Dornach.
Meine Gesundheit ist gut; und ich hoffe, daß dort die Gesundung voll fortschreitet.
Dazu und zu allem sende ich die allerherzlichsten Gedanken
Rudolf Steiner