Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 17 September 1923, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier Goetheanum
Dornach bei Basel
[vermutlich nach dem 17. September 1923]

Sehr verehrter lieber Lehrer,

ich war sehr dankbar heute (bei dem Frühstück), den Brief zu bekommen und zu hören, daß die Reise gut war. Hier geht es besser, obwohl auch heute ich werde noch nicht aufstehen können, langweilige Geschichte! Ich bin aber nicht mehr so kaputt. In der Nacht war ein schrecklicher Sturm, man konnte nicht gut schlafen, auch hat es tüchtig gegossen. Es dröhnt der Wind immer noch, bin froh, daß es keine Wasser-Reise gibt, eine Fahrt über den Kanal wäre fürchterlich.

Gestern wurde das Atelier geputzt, es sollte so rein sein, daß es aussieht wie ein Nudelbrett!

Ich habe eine ganze Anzahl Vorträge bekommen, hoffentlich werde ich heute lesen können, bisher waren die Augen zu schwach dazu.

Beste Wünsche für eine gute Rückreise.

Allerherzlichste Grüße

Edith Maryon

Frl. Bauer möchte einen Gruß senden.

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