Lessons for the Participants of Cognitive-Cultic Work 1906–1924

GA 265a — 24 September 1912, Basel

Über Den Rechten Winkel, Tao, Die Morgenröte, Jachin, Boas

Aufzeichnungen von Alice Kinkel Bemerkungen aus verschiedenen Stunden des ersten, zweiten, dritten Grades

Wenn wir den rechten Winkel, dieses bedeutsame Zeichen, abbiegen und das Zurückschlagen der Kräfte dann in dem Ätherleib fühlen, ebenso beim Daumen, der in dieser Stellung abgebogen ist, dann beginnen wir die Kräfte zu ahnen, um die es sich hier handelt.

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Jedes Wort der Legende und jeder Gegenstand in diesem Raum ist von höchster Bedeutung: das Bild des göttlichen Auges, die drei Leuchter, der Teppich - alles, alles hat Bedeutung.

In der Strömung, die hier vertreten wird, haben wir den Übergang der Führung und der Kultur vom Osten an den Westen.

Wenn wir mutlos werden wollen, so müssen wir denken, wie klein und nichtig unsere eigenen Sorgen sind gegenüber den Sorgen, welche die Götter für die Menschheit haben.

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Das göttliche Auge, das heißt sein Bild.

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ist nicht der Name Gottes, sondern es bedeutet die Gegenwart Gottes.

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ist das Göttliche, wie es im Weltenall fließt.

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ist das Göttliche, wie es der Mensch sich bewusst wird in sich.

Aufzeichnungen B aus dem Nachlass von Elisabeth Vreede

Es ist verständlich, dass der Mensch danach strebt, in die geistige Welt zu gelangen. Zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert war das sehr schwierig, daher wir so wenige unmittelbare Kundgebungen aus der geistigen Welt aus jener Zeit finden. In unserer Gegenwart und seit dem letzten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts war es aber noch viel schwieriger, den Ruck zu vollbringen, der den Menschen aus seinem physischen Leibe in die geistige Welt hineinbringt. Hat er es aber einmal vollbracht, dann ist es heute leichter, viel zu erleben in der geistigen Welt, als früher.

Der Mensch geht im exoterischen Leben durch die Welt und sieht sich zum Beispiel das Wasser an. Er kann es dann rein äußerlich beschreiben wie eine Zusammensetzung von Wasserstoff und Sauerstoff und dergleichen. Aber der Esoteriker, der anfängt, einige Erfahrung in der geistigen Welt zu haben, kann die wahre Natur des Wassers ganz anders empfinden. Wir wissen, dass die Pflanze einen Ätherleib hat und dazu noch umgeben ist vom Astralischen. Das Wasser hat keinen Ätherleib wie die Pflanze, sondern besteht aus einer Unmenge von elementarischen Wesenheiten, die das Wasser durchdringen und überhaupt das Wasser ausmachen.

Wenn nun ein Esoteriker das Wasser in Form des Nebeldampfes aufsteigen sieht, oder wenn er Wasser sieht, das erhitzt wird, dann bemerkt er, wie diese elementarischen Wesenheiten wie gelähmt, ja sogar getötet werden. Wird das Wasser wieder abgekühlt, oder es bilden sich die emporgestiegenen Nebelmassen zu Wolken, aus denen der Blitz schlägt und der Regen auf die Erde herabfällt, dann sieht er diese Wesenheiten wiederaufleben, ja sogar sich neu bilden. Bei dem Erlahmen oder Absterben, das durch das Erwärmen oder Verdampfen entsteht, geben die elementarischen Wesen Samen von sich ab, die wiederum aufsprießen bei der Abkühlung oder Verdichtung. Unzählbare Geburten von elementarischen Wesenheiten sind verbunden mit einem auf die Erde herabströmenden Regen.

Darin liegt auch das Geheimnis des Heilens durch Wasser. Wo warmes Wasser zur Verwendung kommt, besteht das Bedürfnis, die Wirkung der Elementarwesen zu betäuben, aufzuheben. Bei der Verwendung von kaltem Wasser liegt das Bedürfnis zugrunde, die Reizung durch das Leben all dieser im Entstehen begriffenen Wesen zu spüren.

In den aufsteigenden Nebelmassen schaut der hellsehende Blick das Absterben; in dem Maße, wie sie heller werden für das physische Auge, werden sie dunkler für das geistige Auge. Und wenn aus der Regenwolke der Blitz schlägt und der Regen herabströmt, schaut der Hellseher das als Licht, das auf die Erde strömt. Das ist es, was die Alten erlebten als das Trinken des Soma-Trankes; sie waren in Verbindung mit der elementarischen Welt und sahen den Regen wie Licht zur Erde strömen.

Der Mensch atmet Luft ein und aus in solcher Weise, dass für die gewöhnliche Wahrnehmung die eingeatmete Luft die lebende Luft ist und die ausgeatmete die tötende Luft ist. Geistig betrachtet ist aber die Einatmung der Tod der elementarischen Wesen der Luft, und mit der Ausatmung leben sie wieder auf. In den Atmungsorganen liegen eingeschaltet die Sprachorgane. Der Mensch verwendet diese, um seine Seele zum Ausdruck zu bringen oder auch nur für die gewöhnliche Unterhaltung, aber das ist so nur in einem materialistischen Zeitalter. In demjenigen Zeitalter, das dem materialistischen voranging, war das Sprachorgan zugleich Wahrnehmungsorgan; es sprach nicht nur aus, was in dem Menschen war, sondern während es die Vokale A, I, U aussprach, empfand der Mensch die wimmelnde elementarische Welt um ihn herum. So auch, wenn er das Wort «Tao» aussprach; dann wusste er von dem großen Geiste. Dieses Wort, das zu gleicher Zeit geistige Wahrnehmung war, ist verloren gegangen, seitdem Atmungs- und Sprachorgane mehr unabhängig voneinander geworden sind, als sie damals waren.

Nicht nur in den Lungen haben wir einen Atmungsvorgang, sondern auch in den Augen. Nur dass dort keine Luft ein- und ausgeatmet wird, sondern Wärme. Wenn wir eine rote Farbe sehen, wird Wärme eingeatmet (rot, orange, gelb). Wird eine kalte Farbe wie Blau, Indigo, Violett wahrgenommen, dann atmet das Auge [aus]. Dasjenige, was den Augen ätherisch zugrunde liegt — so wie Luft der physischen Lunge zugrunde liegt -, ist Wärme und wird ein- und ausgeatmet. Im Grunde ist jedes Sinnesorgan ein Atmungsorgan.

Höhere Wesen, die unmittelbar über dem Menschen stehen, haben weder solche Augen noch eine solche Sprache wie der Mensch. Sie richten irgendwo Wärme hin, und an der Stelle leuchtet eine Farbe auf. Dadurch drücken sie ihr Wesen aus, und so reden sie miteinander. Wer die Farben jemals so in ihrer lebendigen Gestalt wahrgenommen hat, der empfindet Schmerz, wenn er die festen Farben sieht, die an den physischen Gegenständen haften, so wie überhaupt die ganze physische Welt ihn schmerzt anfänglich. Der Schmerz hört erst auf, wenn man lernt, die Farben moralisch zu empfinden. Dann empfindet man im Rot die Bestrafung des Egoismus, im Blau die Belohnung für die Überwindung des Egoismus. Dann fangen die Farben an, eine Sprache zu sprechen, die auch die zukünftige Sprache der Menschen sein wird.

In dem Maße, wie die Menschen sich dem Jupiterdasein nähern, wird ihr Sprechen immer mehr zugleich ein Wahrnehmen werden; dann wird Atmungs- und Sprachvorgang nicht mehr so getrennt sein wie heute. Auch das Sehen und die Wärmeempfindung werden sich vereinigen. Es war notwendig für die Entwicklung des selbstständigen Ich, dass diese Prozesse eine Zeit lang getrennt waren. Wäre das nicht geschehen, dann würde der Mensch zwar immer wahrgenommen haben, was in seiner Umgebung geschieht, aber nicht zum Selbstbewusstsein gekommen sein.

In der Zukunft wird man anfangen, einen Zusammenhang zu empfinden zwischen dem gesprochenen Worte und den Farben. Man wird Grün empfinden, wenn von gleichgültigen Dingen geredet wird; Gelb wird auftauchen, wenn man egoistisch spricht; Rot wird da sein, wenn der Egoismus bekämpft wird.

Dieses Einswerden der Organe erreicht man im Grunde nur im Verständnis von dem Mysterium von Golgatha. Nur das kann uns befähigen, die ganze Natur moralisch zu empfinden. Wenn man dann aufschaut zu den Wolken und den Blitz daraus hervorschießen sieht, dann wird man darin den Christus sehen können in seiner Äthergestalt. Mit den «Wolken», das heißt mit den Elementen, kommt er in seiner Geistgestalt. Dieses Gesicht wird einmal für jeden Menschen auftreten, sei es früher oder später. Nur der Vater weiß Tag und Stunde - wie das Evangelium sagt.

Aufzeichnungen C von Alice Kinkel

Im Wasser wimmelt es von Elementargeistern; wenn man das Wasser erhitzt durch Feuer, dann zeigt sich ein Absterben der Elementarwesen.

Kaltes Wasser - als Behandlung und Sport des Körpers - lieben die Menschen, weil sie von recht vielen Elementargeistern gereizt werden wollen (beim Gebrauch von kaltem Wasser). Wird das Wasser erhitzt, so sterben die Elementargeister ab, aber sie legen während des Erwärmens ihre Keime im Wasser ab und wenn das Wasser dann abgekühlt wird, beleben sich diese Keime.

Bei dem aufsteigenden Nebel- oder Wasserdunst ziehen sich die Elementarwesen zurück von der Erde.

Bei der Erscheinung des Blitzes wird das Feuer hinausgetrieben (aus den Wolken). Und dann, bei dem da niederströmenden Regen, Gewitterregen sieht der Hellseher den Regen wie fließendes Licht auf die Erde strömen: Eine Geburt zahlreicher Elementargeister findet da statt.

Wir unterscheiden gröbere und feinere Atmungsvorgänge am Menschen: den Kehlkopf, die Haut-Atmung, die Sprache und das Sehen. - Die Augen des Menschen sind Organe, die auch Atmungsvorgänge ausführen.

Wenn wir Wärme fühlen, so ist das wie ein Einatmen von Rot, Orange, Gelb (es ist umgekehrt wie im gewöhnlichen Leben); Blau, Indigo sind das, was wir ausatmen, das sind kalte Farben. Wer so hellseherisch die Farben erlebt, dem können sie wehe tun, diese äußeren Farben und die Welt.

Die rote Farbe wird empfunden werden wie die Strafe für das Schlechte, das überwunden werden soll; das Gelb zeigt an das Egoistische des Menschen, das Blau das Himmlische, das uns vorschwebt.

Des Menschen Lungen sind die Organe, mit denen er die Luft ein- und ausatmet; wenn wir nun einatmen, so töten wir die Elementargeister; wenn wir ausatmen, beleben wir sie wieder.

Unsere Augen sind aber auch Atmungsorgane. Wärme und Licht atmen sie aus; und das ist das, was wir dann an den Dingen, an der Fläche, bis zu der das Auge schweift, als die Farbe schen.

In dem Farbenflimmern werden wir dann die elementarische Welt erleben (als Hellseher). Wir müssen das lernen (erkennen), wie die Götter sprechen. Die Götter sprechen in Farben. Empfinden sollen wir allmählich diese Sprache, sodass - wenn wir mehr nur zur Unterhaltung sprechen -, wir dann uns fühlen wie in Grün eingetaucht; in Gelb, wenn wir stark egoistische Worte sagen; in elementarisches Rot wie als Strafe für das Schlechte; und in Blau, wenn wir nach dem Geistigen uns hinwenden. Die elementarischen Geister mahnen uns so zum rechten Gebrauch der Sprache.

Der Christus wird später in Blitz und Donner, in den Wolken des Himmels für den Menschen zu sehen sein; und so wird es sein, wie wir ihn dann zuerst schen werden.

Wasser ist Wasser für den gewöhnlichen Menschen, dann wird es für den Esoteriker zur Gewissheit, dass es von Elementargeistern durchsetzt und belebt ist. Bei Nebel- oder Wasserdunst soll der Esoteriker fühlen, dass sich die Elementargeister zurückziehen von der Erde. Die Wolken werden für den Hellseher, wenn der Wasserdunst aufsteigt, immer dunkler, bis ganz schwarz (das sind die Elementargeister). Physisch aber sicht man die Wolken hell.

Heiliger Dienst oder Esoterik führt allmählich zum Schauen. Wenige werden nur durch Gnade, als Auserwählte, zum Schauen durch den Christus berufen -, die anderen müssen sich durch Meditation und durch heiligen Dienst dazu entwickeln. Tag und Stunde für jeden weiß nur der Vater allein, aber sie wird kommen für jeden.

Im Urbeginne war das Wort und das Wort war bei Gott und ein Gott war das Wort.

German original of The Square, Tao, Dawn, Jachin, and Boaz · ← Previous · Next →