Übungen mit der Meditationsformel «Ich bin - Es denkt - Sie fühlt - Er will»

a) Von Hand geschriebene Übungen
b) Vervielfältigte Übungen
c) Ergänzende Aufzeichnungen Schon früh erscheint diese Formel in den Übungen, anfangs zusätzlich zu der in der englischen Esoterischen Schule üblichen Meditation «Strahlender als die Sonne ...», dann zu dem Meditationsspruch «In den reinen Strahlen des Lichtes ...», und auch allein stehend.

Morgens nach dem Erwachen, wenn noch keine anderen Eindrücke durch die Seele gezogen sind, lenkt man die Aufmerksamkeit ab von allen Sinneseindrücken, von allen Erinnerungen an das alltägliche Leben. Man sucht auch ganz frei zu werden von allen Sorgen, Bekümmernissen usw.

Hat man diese innere Windstille der Seele hergestellt, dann läßtman

1.) 5 Minuten lang nur die folgenden sieben Zeilen in der Seele leben:

Strahlender als die Sonne
Reiner als der Schnee
Feiner als der Äther
Ist das Selbst
Der Geist in meinem Herzen
Dies Selbst bin Ich
Ich bin dies Selbst.

2.) In den zweiten 5 Minuten folgt

a.) Konzentration auf den Punkt zwischen und etwas hinter den Augenbrauen und dabei Meditation von: Ich bin b.) Konzentration auf das Innere des Kehlkopfes und dabei Meditation: Es denkt c.) Konzentration auf die beiden Arme und Hände und dabei Meditation: Sie fühlt. Dabei können die Hände gefaltet sein, oder die rechte Hand wird über die linke gelegt. Nach einiger Zeit fühlt man, wie die Hände durch ihre eigene Kraft auseinandergehen wollen. Doch darf man dies auf keinen Fall durch eine Selbsttäuschung herbeiführen. d.) Konzentration auf die ganze Körperoberfläche und dabei Meditation: Er will. Dann folgt Konzentration auf die Magengrube und dabei Meditation: Göttliches Leben.

3.) Nach alledem folgt 5 Minuten lang eine andächtige Vertiefung in das eigene göttliche Ideal.

Abends Rückschau wie bisher.

Morgenmeditation

I.) Strahlender als die Sonne...

II.) 5 Min.

a.) Konzentration auf einen Punkt zwischen und hinter den Augen mit Meditation: Ich bin
b.) Konzentration auf einen Punkt im Kehlkopf genau hinter der Erhöhung, mit Meditation: Es denkt
c.) Konzentration auf Arme und Hände mit Überschlagen der rechten Hand über die Linke, mit Meditation: Sie fühlt
d.) Konzentration auf die ganze Körperoberfläche, mit Meditation: Er will.

III.) Devotionelle Hingabe an das göttliche Ideal.

Abends: Rückschau wie bisher.—

[Diese Übung ersetzt Archiv-Nr. 5326, S. 92. Vgl. Archiv-Nr. 5329, S. 497]

Die Meditation soll nunmehr mit Konzentration verbunden werden und besteht aus denselben Teilen wie bisher.1 Nur wird die Meditation von «Licht auf den Weg» ersetzt durch folgendes:

I.) Konzentration auf einen Punkt im Haupt hinter der Augenmitte mit Meditation: Ich bin.

II.) Konzentration auf den Kehlkopf mit Meditation: Es denkt.

III.) Konzentration auf Arme und Hände (letztere gefaltet oder übereinandergelegt) mit Meditation: Sie fühlt.

IV.) Konzentration auf die ganze Körperoberfläche (plastisch sich selbst als objektiv vorgestellt) mit Meditation: Er will.

Morgenmeditation

Erster Teil: Strahlender ...

Zweiter Teil:

1.) Langsames ruhiges Einatmen mit Konzentration auf die Formel: Suche den Weg [Dieser Teil dauert am kürzesten] 2.) Atemhalten und dabei Konzentration auf einen Punkt zwischen und etwas hinter den Augenbrauen, dabei zunächst ganz vollkommenes Aufgehen (sich versenken) in die Vorstellung «/ch bin», nach einer Weile Übergang zur Konzentration auf die Formel: Suche den Weg der inneren Versenkung. Dann wieder Versenken in die Vorstellung «Ich bin» [Dieser Teil dauert am längsten] 3.) Langsames, ruhiges Ausatmen und dabei Konzentration auf die Formel: Suche den Weg, indem kühn du heraus aus dir selbst trittst. [Dieser Teil dauert ungefähr doppelt so lang als der erste]

Es ist stets während dieses ganzen Atemprozesses das Bewußtsein so einzurichten, als ob man mit den drei Formeln den Atem (Odem) mit «Du» anspräche.

Beim ersten Einatmen, Atemhalten und Ausatmen ist der Atmungsprozeß von den angeführten Meditationen zu begleiten.

Beim zweiten ist aber bloß der Atmungsprozeß zu vollziehen, ohne Gedanke, ohne Empfindung.

Beim dritten wie beim ersten Beim vierten wie beim zweiten

usw. usw.

Nach einigen Wochen solchen Übens soll man beim letzten Einatmen, Atemhalten, Ausatmen, das jetzt nicht begleitet ist von Meditation etc., in aller Stille und mit subtiler Feinheit aufmerken auf den Prozeß, ihn geistig ins Auge fassen. Er wird - wenn man die Reife erlangt hat - einem jetzt von sich aus etwas sagen, offenbaren. Man muß dabei Geduld haben, Ungeduld vertreibt alle geistigen Offenbarungen.

Dritter Teil:

1.) Konzentration auf den Punkt zwischen und hinter den Augenbrauen; dabei Meditation von

«Ich bin»

2.) Konzentration auf den Punkt im Innern des Kehlkopfes (wo man fühlt, daß die Stimme herausvibriert), dabei Meditation von

«Es denkt»

3.) Konzentration auf die beiden Arme und Hände (Hände gefaltet, oder die rechte über die linke gelegt); dabei Meditation von

«Sie fühlt»

Man soll dabei achten, wie ein warmer Strom durch die Arme geht, sich bis in die Fingerspitzen ergießt und dort wie eine abstoßende Kraft die Hände auseinandertreibt.

4.) Konzentration auf die ganze Körperoberfläche und dabei Meditation von

«Er will»

Man gießt gleichsam seinen ganzen Körper mit diesem «Er will» aus.

Man achtet dabei auf die lebendige Wärme, welche den ganzen Körper durchdringt und gibt sich still und ruhig für eine Weile dieser Empfindung hin.

Vierter Teil:

Ruhiges Versenken (Devotion) in sein göttliches Ideal. Morgens:

Morgans:

1.) Strahlender ...

2.) Einatmung Ausatmung Atemhalten Konzentration Stirnpunkt

Ich bin

Einatmung Ausatmung Atemhalten Konzentration Kehlkopf

Es denkt

Einatmung Ausatmung Atemhalten Konzentration Arme, Hände

Sie fühlt

Einatmung Ausatmung Atemhalten Konzentration Ganzer Körper

Er will

[dreimal]:
Einatmung in Gedanken von I
Atemhalten und in sich verbreiten ICH
Ausatmen CH.

3.) Devotion.

4.) Bild einer werdenden und einer vergehenden Pflanze [5 Minuten]

[Abends]

8-10 Zeilen «Theosophie» und eigene Gedanken darüber.

Rückschau.

1.) Strahlender als ...

2.) Einatmung: lang, tief (Unterleib tritt hinein, Oberleib heraus)
Meditation: Suche den Weg = (wie zum Atem gesprochen) [1 Zeit]

Atemhalten: Meditation: Suche den Weg in der innern Versenkung [3 Zeiten]

Ausatmung: lang, (nicht stoßweise)
Meditation: Suche den Weg, indem kühn du heraus aus dir selbst trittst. [2 Zeiten]]

dies in der ersten Woche: einmal
dies in der zweiten Woche: zweimal
dies in der dritten Woche: dreimal

Ich bin Es denkt Sie fühlt Er will

3.) Devotionelle Hingabe an das göttliche Ideal.

Rückschau abends wie immer.

[Diese Übung ersetzt Archiv-Nr. 5328, S. 104.]

Abends:

1.) Der Mensch als Ich ist Erdensein.
2.) Der Mensch als Astralleib ist Mondendenken.
3.) Der Mensch als Ätherleib ist Sonnenfühlen.
4.) Der Mensch als physischer Leib ist Saturnwille.

Rückschau auf das Tagesleben.

Morgens:

Konzentration auf Stirn : Ich bin
Konzentration auf Kehlkopf : Es denkt
Konzentration auf Herz : Sie fühlt
Konzentration auf Körper : Er will

[Bei der Übung Archiv-Nr. 3164 findet sich noch als Erläuterung angegeben:]

Ich bin: Ich
Es denkt: Geistselbst
Sie fühlt: Lebensgeist
Er will: Geistesmensch

Abends: (12 Mittags - 12 Mitternacht)

1.) Wahres Echo Du 10 Min.

267-01
267-01

Ich bin in Dir drin
10 Min. (Zirbeldrüse) 5 Min. (Kehlkopf)
5 Min. (Herz)

Ruhiger, erwartungsvoller Zustand ohne
Denken ohne Empfinden; doch mit Bewußtsein.

Morgens: (12 Mitternacht bis 12 Mittag)

Augenbrauenmitte: Ich bin (12 Min.)

Atemhalten

Einatmung: Es Atemhalten (Kehlkopf); Ausatmung denkt; 5 Min.

Einatmung: Sie Atemhalten (Herz); Ausatmungfühlt; 5 Min.

Einatmung: Er Atemhalten (Nabel); Ausatmungwill; 5 Min.

Ebenso hier.
[= Ruhiger, erwartungsvoller ... wie oben]

Abends

Erst eine Rückschau auf das Tagesleben machen; in Bildern einzelne Episoden dieses Lebens vorstellen. Rücklaufend vom Abend zum Morgen. Braucht nur 5-7 Minuten zu dauern.

Dann mit der Empfindung: «Aus der Geisteswelt erfließt mir mein Selbst» sich konzentrieren auf die Augenbrauenmitte und dabei an diese Stelle leiten die Worte:

«Ich bin».

Dann mit der Empfindung: «Die Geisteswelt lebt seelisch im schweigenden Worte» sich konzentrieren auf den Kehlkopf und dabei an diese Stelle leiten die Worte:

«Es denkt».

Dann mit der Empfindung: «Die Geisteswelt erschafft sich ihr Wissen» sich konzentrieren auf Herz, Arme und Hände und in dieses Gebiet leiten die Worte:

«Sie fühlt». Dann mit der Empfindung: «In mir schafft sich die Geisteswelt ihr Selbstbewußtsein» sich konzentrieren auf die Aura, die ei förmig den Körper umschließend gedacht wird; dabei in dieses Gebiet leiten die Worte:

«Er will.

Die Meditation sollte 10-15 Minuten dauern.

Morgens

Die Meditation des 🕈 wie sie in der «Geheimwissenschaft» beschrieben.

Außerdem die 6 Nebenübungen.

Die fünf in Vervielfältigung an die Mitglieder der Esoterischen Schule gegebenen Übungen

entstanden ca. 1905/1906

Für jeden einzelnen Schüler schrieb Rudolf Steiner in die vervielfältigten Seiten eigenhändig sowohl den Meditationsspruch, entweder «Strahlender als die Sonne ...» oder « In den reinen Strahlen des Lichtes ...», als auch eine besondere Meditationsformel. Diese Formeln sind auf S. 132/133 zusammengestellt.

Morgens früh, nach dem Erwachen, wenn noch keine anderen Eindrücke des Tages durch die Seele gezogen sind, beginnt man mit seiner Meditation. Man trachtet nach vollkommener innerer Stille und Abgeschlossenheit der Seele, das heißt man lenkt die Aufmerksamkeit ab von allen äußeren Wahrnehmungen und auch von allen Erinnerungen an das alltägliche Leben. Man unterdrückt Sorgen und Bekümmernisse, die man etwa hat und stellt für die Zeit der Meditation inneren Frieden her. Damit man leichter dies erreichen kann, denkt man eine kleine Weile nur an eine Vorstellung, zum Beispiel Ruhe. Dann läßt man auch diese aus dem Bewußtsein verschwinden, so daß man dann an gar nichts denkt. Zu sorgen hat man dabei, daß man während der ganzen Meditation vollkommen wach bleibt, also auch keine Herabdämmerung des Bewußtseins erleidet. Dann läßt man in seiner Seele durch fünf Minuten nur die folgenden sieben Zeilen in seinem Bewußtsein leben. Man gibt sich an dieselben ganz hin, und wenn sich irgendeine andere Vorstellung in die Seele drängt, dann sucht man sogleich zu dem Inhalt der sieben Zeilen wieder zurückzukehren. Diese sieben Zeilen sind:

[eigenhändig eingetragener Meditationsspruch, z. B.:]

Strahlender als die Sonne
Reiner als der Schnee
Feiner als der Äther
Ist das Selbst
Der Geist in meinem Herzen
Dies Selbst bin Ich
Ich bin dies Selbst.

Nach den fünf Minuten lenkt man das Bewußtsein von diesen Vorstellungen hinüber zu dem folgenden Gedanken:

[eigenhändig eingetragene Meditationsformel, z. B.:]

Meine Kraft

Nun bleibt man weitere 2'/2 Minuten ganz in diesen Gedanken versenkt, dann sucht man ihn zu unterdrücken, ohne daß sich aber eine andere Vorstellung einmischt und bleibt weitere 2'/2 Minuten bei vollkommen wachem Bewußtsein ohne alle Vorstellung, nur allein hingegeben der Wirkung der obigen Worte:

[hier wurde die individuelle Formel nochmals eingetragen, also z. B.:]

Meine Kraft

auf die Seele.

Dann versenkt man sich andächtig (devotionell) durch weitere 5 Minuten in sein eigenes göttliches Ideal.

Bei allem diesen richtet man sich nicht nach der Uhr, sondern nach dem Gefühl. Die ganze Meditation braucht also nicht länger als etwa 15 Minuten zu dauern. Die Körperstellung soll dabei möglichst bequem sein, so daß man auch durch Ermüdung der Glieder und so weiter nicht abgelenkt werden kann von seiner inneren Aufmerksamkeit.

Abends: Rückschau auf das Tagesleben. Ohne Reue. Von rückwärts nach vorne.—

Morgens früh, sogleich nach dem Erwachen, wenn noch keine anderen Eindrücke des Tages durch die Seele gezogen sind, gibt man sich seiner Meditation hin. Man versucht innerlich ganz still zu werden, das heißt man lenkt alle Aufmerksamkeit ab von äußeren Eindrücken und auch von allen Erinnerungen an das alltägliche Leben. Man sucht auch die Seele frei zu machen von allen Bekümmernissen und Sorgen, die einen etwa gerade in dieser Zeit bedrücken. Dann beginnt die Meditation. Um sich die innere Stille zu erleichtern, lenke man vorerst das Bewußtsein auf eine einzige Vorstellung, etwa «Ruhe», versenke sich ganz in dieselbe und lasse sie dann aus dem Bewußtsein verschwinden, so daß man dann gar keine Vorstellung in der Seele hat und ganz allein den Inhalt der folgenden sieben Zeilen in ihr aufleben läßt. Diese sieben Zeilen müssen nun fünf Minuten im Bewußtsein leben. Wollen sich andere Vorstellungen herandrängen, so kehrt man immer wieder zu diesen sieben Zeilen zurück, in die man sich ganz versenkt.

[eigenhändig eingetragener Meditationsspruch, z. B.:]

Strahlender als die Sonne
Reiner als der Schnee
Feiner als der Äther
Ist das Selbst
Der Geist in meinem Herzen
Dies Selbst bin Ich
Ich bin dies Selbst.

Nachdem man dies durch fünf Minuten durchgeübt hat, gehe man zu folgendem über.

Man macht einen ruhigen, kräftigen Atemzug; nach der Einatmung atmet man gleich ebenso ruhig und kräftig aus, so daß zwischen Einatmung und Ausatmung keine Pause ist. Dann enthält man sich eine kleine Weile des Atmens, bestrebt sich also, die Atemluft ganz außer dem Körper zu lassen.

Es sollen ungefähr folgende Zeitverhältnisse eingehalten werden: Beim Einatmen ist die Zeit beliebig, man gestaltet den Atemzug so lange, als seinen Kräften entsprechend ist, die Ausatmung soll dann zweimal so lang dauern als die Einatmung und das Atementhalten dreimal so lang als das Einatmen. Wenn man also zum Beispiel zum Einatmen 2 Sekunden braucht, dann entfallen auf das Ausatmen 4, auf die Atementhaltung 6 Sekunden. Dieses Einatmen, Ausatmen, Atementhalten wiederholt man viermal. Beim Ein- und Ausatmen denkt man an nichts, sondern lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf das Atmen; dagegen konzentriert man beim ersten Atementhalten sich ganz auf den Punkt zwischen und etwas hinter den Augenbrauen, also an der Nasenwurzel (etwas im Innern des Vordergehirns), und erfüllt dabei das Bewußtsein allein mit den Worten:

Ich bin.

Während des zweiten Atementhaltens konzentriert man sich auf einen Punkt im Innern des Kehlkopfes und erfüllt dabei das Bewußtsein allein mit der Vorstellung:

Es denkt.

Während des dritten Atementhaltens konzentriert man sich auf seine beiden Arme und Hände. Man hält dabei die Hände so, daß sie entweder gefaltet sind oder daß die Rechte über die Linke gelegt ist. Dabei erfüllt man das Bewußtsein allein mit der Vorstellung:

Sie fühlt.

Während des vierten Atementhaltens konzentriert man sich auf seine ganze Körperoberfläche, also man stellt sich selbst leiblich möglichst klar vor und erfüllt dabei sein Bewußtsein mit der Vorstellung:

Er will.

(Man wird, wenn man diese Konzentrationsübungen einige Wochen energisch fortsetzt, an den Stellen, auf die man sich konzentriert, etwas fühlen, also an der Nasenwurzel, im Kehlkopf, einen Strom in den Händen und Armen, und an der ganzen äußeren Körperoberfläche beim Konzentrieren auf die betreffenden Stellen.)

(Beim Konzentrieren auf Arme und Hände wird man fühlen, wie die letzteren durch eine Kraft auseinandergetrieben werden; man lasse sie dann auseinandergehen, das heißt der Kraft folgen; aber man suggeriere sich dies nicht. Es muß ganz von selbst eintreten.)

(Im Obigen bedeutet bei «Es denkt» das «Es» = das allgemeine Weltdenken, das unpersönlich in unseren Worten leben soll. Bei «Sie fühlt» bedeutet «Sie» = die Weltseele; das heißt, wir sollen nicht persönlich fühlen, sondern unpersönlich im Sinne der Weltenseele; bei «Er will» bedeutet «Er» = Gott, in dessen Willen wir unser ganzes Sein stellen.)

Hat man diese vier Atemzüge vollendet, so erfülle man für eine Weile das Bewußtsein ganz allein mit der einen Vorstellung, in die man sich ganz versenkt, so daß nichts anderes während dieser Zeit die Seele erfüllt. Diese Vorstellung ist:

[eigenhändig eingetragene Meditationsformel, z. B.:]

Ich bin beständig

Dann gehe man dazu über, sich 5 Minuten lang ganz in sein eigenes göttliches Ideal zu versenken. Das muß mit aller Devotion (Andacht) geschehen.

Diese ganze Meditation braucht nicht länger als 15 Minuten zu dauern. Bei allen oben angegebenen Zeitverhältnissen richte man sich nicht nach der Uhr, sondern nach dem Gefühle.

Man achte darauf, daß man eine solche Körperlage einnehme, daß man auch durch den eigenen Körper, zum Beispiel durch Ermüdung, nicht abgelenkt werden könne.

Abends: Rückschau auf die Tageserlebnisse. Von rückwärts nach vorne.

Morgens früh, gleich nach dem Erwachen, versuche man, eine vollständige innere Seelenruhe herbeizuführen. Man unterdrücke alle äußeren Sinneseindrücke, alle Erinnerungen an das Alltagsleben und versuche auch, eine solche Körperlage einzunehmen, daß auch durch den eigenen Körper, zum Beispiel durch das Drücken eines Gliedes, keine äußere Störung bewirkt werden kann. Würde man diesen letzten Punkt auf dieser Stufe nicht genau beobachten, so würde man manche äußere Störung verwechseln mit Wirkungen, die von Innen aus, durch die Meditation, als etwas ganz Richtiges, im Körper veranlaßt werden. Womöglich suche man auch, unabhängig zu sein von solchen äußeren Verhältnissen, wie zum Beispiel die Wärme des Raumes ist, so daß man also nicht durch zu große Kälte oder zu große Hitze eine Störung erleidet. Dann versuche man, das Bewußtsein in eine einzige Vorstellung, zum Beispiel «Ruhe», zusammenzudrängen. Dann läßt man auch diese Vorstellung aus dem Bewußtsein verschwinden und versenkt sich für fünf Minuten ganz in die folgenden Zeilen:

[eigenhändig eingetragener Meditationsspruch, z. B.:]

Strahlender als die Sonne
Reiner als der Schnee
Feiner als der Äther
Ist das Selbst
Der Geist in meinem Herzen
Dies Selbst bin Ich
Ich bin dies Selbst.

Hat man dies vollendet, so folgt eine Art Wiederholung eines Teiles der zweiten Übung.“ Ohne anderen Atmungsprozeß als den gewöhnlichen, versenke man sich nacheinander in die Vorstellungen: «Ich bin», mit Konzentration auf die Nasenwurzel, «Es denkt», mit Konzentration auf das Kehlkopfinnere, «Sie fühlt», mit Konzentration auf Arme und Hände, «Er will», mit Konzentration auf die ganze Körperoberfläche. Ist es einem nicht zu viel, so kann man mit diesen Vorstellungen, ganz wie in der vorigen Übung, das Atmen verbinden. Da aber bei dem Folgenden ein Atmungsprozeß in Betracht kommt, so kann man ihn hier weglassen, falls man nicht genug Kräfte hat, ihn durchzuführen. Nach diesem stelle man sich (man imaginiere) recht lebhaft im Bilde eine einem wohlbekannte Pflanze vor, wie wenn sie vor dem Gesichte schweben würde. Es darf nicht bloß eine allgemeine, schattenhafte Vorstellung von der Pflanze sein, sondern muß eine, bis zum vollständigen Bilde in Form, Farbe, Geruch und so weiter, sich steigernde Vorstellung sein. Dieses Bild soll vor einem schwebend bleiben während der Meditation der folgenden Worte und der folgenden Atmungsprozesse. Zuerst kommen nun drei Atmungszüge in der folgenden Weise: Einatmung, ruhig und langsam, so lange man es kann, drei, vier, fünf Sekunden; dann folgt gleich ruhige Ausatmung, doppelt so lang als die Einatmung; dann Atementhalten (die Lunge bleibt dabei leer, die Atemluft draußen), dreimal so lang als das Einatmen gedauert hat. Man richte im Geiste dabei unverwandt seine Aufmerksamkeit auf das schwebende Pflanzenbild. Bei der Einatmung denke man intensiv, wie wenn man die Pflanze anredete:

Dein Tod - mein Leben.

Bei der Ausatmung denke man, wieder im Hinblick auf die Pflanze:

Mein Tod - dein Leben.

Bei der Atementhaltung enthält man sich auch aller Gedanken und wartet ab, ob sich einem nicht etwas offenbart.

Dann folgen drei andere Atemzüge, so:

Einatmung (beliebig lang); man hält dann die Atemluft in sich (dreimal so lang als das Einatmen dauert); dann atmet man ruhig aus (doppelt so lang als das Einatmen).

Dabei denkt man beim Einatmen wieder:

Dein Tod - mein Leben.

Beim Halten des Atems denkt man an nichts; beim Ausatmen denkt man:

Mein Tod - dein Leben.

Dann, nachdem man diese sechs Atemzüge gemacht hat, stellt man sich recht lebhaft vor, man trete mit seinem Bewußtsein aus sich heraus und lasse den Leib an derselben Stelle, wo er ist. Man versetze sich mit der Seele in die Pflanze, als ob man selbst geistig diese wäre und man also seinen eigenen Leib vor sich habe. Man macht dabei den siebenten Atemzug, so:

Einatmung (beliebig lang); man hält den Atem in sich (dreimal so lang als das Einatmen dauert); dann atmet man aus (doppelt so lang als das Einatmen dauert).

Beim Einatmen denkt man nur, so als ob man den Gedanken an den eigenen Leib richten würde:

Mein Tod - dein Leben.

Beim Atemhalten denkt man nichts. Beim Ausatmen denkt man wieder, wie wenn man den eigenen Leib ansprechen würde:

Dein Tod - mein Leben.

Dann mache man wieder das Bewußtsein ganz frei und in sich still und erfülle es längere Zeit, so lange man nach seinen Kräften kann, nur mit der Einen Vorstellung:

[eigenhändig eingetragene Meditationsformel, z. B.:]

Oben alles wie unten
Unten alles wie oben

Dann versenke man sich eine Zeitlang in dasjenige, was man selbst als sein göttliches Ideal anerkennt. Man versetze sich gegen dasselbe in eine recht andächtige (devotionelle) Stimmung.

Diese ganze Meditations- und Konzentrationsübung braucht nicht länger als 20-25 Minuten zu dauern.

Abends: Rückschau

Morgens früh, sogleich nach dem Erwachen, hat man in folgender Art seine Meditation zu machen:

Man stellt eine vollkommene innere Ruhe seiner Seele her; man versucht, aus dem Bewußtsein alle Gedanken an die Angelegenheiten des alltäglichen Lebens ganz zu entfernen, man bestrebt sich, alle Sorgen und allen Kummer für die Zeit der Meditation vollständig zu vergessen. Auch wendet man seine Aufmerksamkeit ganz weg von allen Sinneseindrücken. Man wird gewissermaßen blind und taub gegen die Umgebung und unterdrückt alle Erinnerungen an das gewöhnliche Leben. Man nimmt dabei eine solche Körperlage ein, daß man während der Meditation durch kein Körperglied gestört werden kann, daß also zum Beispiel keines ermüden kann. Auch muß man dafür sorgen, daß die Umgebung eine solche ist, daß man zum Beispiel nicht durch Wärme- oder Kälteempfindung gestört werden kann. Ist man so vorbereitet, dann denkt man zunächst nur an Eine Vorstellung, zum Beispiel Ruhe. Dadurch wird das Bewußtsein ganz in einem Punkte konzentriert. Dann läßt man diese Vorstellung fallen, das heißt verschwinden aus dem Bewußtsein, so daß dieses ganz frei ist, in sich still und ruhig. Jetzt erfüllt man 5 Minuten die Seele ganz allein mit der folgenden Formel:

[eigenhändig eingetragener Meditationsspruch, z. B.:]

Strahlender als die Sonne
Reiner als der Schnee
Feiner als der Äther
Ist das Selbst
Der Geist in meinem Herzen
Dies Selbst bin Ich
Ich bin dies Selbst.

Man muß sich ganz versenken in den Inhalt dieser sieben Zeilen.

Dann folgen sieben Atemzüge so:
Bei den ersten drei Atemzügen findet statt:

Einatmung, dann folgt sogleich ohne jede Pause Ausatmung; dann enthält man sich eine gewisse Zeit des Atemeinziehens; man hält also die Atemluft draußen. Die Einatmung kann beliebig lange dauern (zum Beispiel 2 Sekunden, so lange man es mit seinen Kräften aushalten kann). Die Ausatmung aber muß dann ungefähr doppelt so lang dauern als die Einatmung; die Atementhaltung dreimal so lang. Das Atmen muß langsam und ruhig sein. Man richtet sich nicht nach der Uhr, sondern nach dem Gefühl.

Man stellt sich während dieser ganzen Zeit eine einem wohlbekannte Pflanze ganz genau im Bilde vor, wie wenn diese vor Einem schwebte und man sie unausgesetzt ansähe. Beim Einatmen denkt man rur, so als ob man den Gedanken an die Pflanze richten würde:

Dein Tod, mein Leben.

Beim Ausatmen denkt man in derselben Weise:

Mein Tod, dein Leben.

Bei der Atementhaltung enthält man sich auch aller Gedanken und wartet ab, ob sich einem nicht etwas offenbart.

Dann folgen drei andere Atemzüge, so:

Einatmung (beliebig lang); man hält dann die Atemluft in sich (dreimal so lang als das Einatmen dauert), dann atmet man ruhig aus (doppelt so lang als das Einatmen).

Dabei denkt man beim Einatmen wieder:

Dein Tod, mein Leben.

Beim Halten des Atems denkt man an nichts;
beim Ausatmen denkt man:

Mein Tod, dein Leben.

Dann, nachdem man diese sechs Atemzüge gemacht hat, stellt man sich recht lebhaft vor, man trete mit seinem Bewußtsein aus sich heraus und lasse den Leib an derselben Stelle, wo er ist. Man versetze sich mit der Seele in die Pflanze, als ob man selbst geistig diese wäre und man also seinen eigenen Leib vor sich habe. Man macht dabei den siebenten Atemzug so:

Einatmung (beliebig lang), man hält den Atem in sich (dreimal so lang als das Einatmen dauert), dann atmet man aus (doppelt so lang als das Einatmen dauert).

Beim Einatmen denkt man nur, so als ob man den Gedanken an den eigenen Leib richten würde:

Mein Tod - Dein Leben.

Beim Atemhalten denkt man nichts. Beim Ausatmen denkt man wieder, wie wenn man den eigenen Leib ansprechen würde:

Dein Tod, mein Leben.

Dann mache man wieder das Bewußtsein ganz frei und in sich still und erfülle es längere Zeit, so lange man nach seinen Kräften kann, nur mit der Einen Vorstellung:

[eigenhändig eingetragene Meditationsformel, z. B.:]

Meine Kraft

Dann versenke man sich eine Zeitlang in dasjenige, was man selbst als sein göttliches Ideal anerkennt. Man versetze sich gegen dasselbe in eine recht andächtige (devotionelle) Stimmung.

Diese ganze Meditations- und Konzentrationsübung braucht nicht länger als 15-20 Minuten zu dauern.

Abends: Rückschau auf das Tagesleben. Bildsam und rückläufig.

Auf einem Notizblatt findet sich folgende Übung in bezug auf einen leblosen Gegenstand:

Vorstellung eines gefärbten leblosen Gegenstandes:

Einatmung: Dein Dunkel - mein Licht
Ausatmung: Mein Dunkel - dein Licht
Atementhaltung.

dann Hinausversetzen in den Gegenstand. [einmal]:
Einatmung: Mein Dunkel - dein Licht
Ausatmung: Dein Dunkel - mein Licht
Atementhaltung.

Ergänzung zu diesen ersten vier vervielfältigt vorliegenden Hauptübungen A - D:

Im folgenden sind aus den im Archiv vorliegenden Exemplaren alle Formeln aufgeführt, die von Rudolf Steiners Hand für jeden einzelnen Schüler in die vervielfältigten Texte eingefügt worden sind. Eine Anzahl derselben hat sich Rudolf Steiner in einem seiner Notizbücher notiert mit der Bezeichnung «Das Wort, das der Einzelne bekommt». Aus den vorliegenden Unterlagen ist ersichtlich, daß mehrere Schüler gleichwohl dasselbe Wort erhalten haben.

Erkenne dich selbst
Festigkeit
Ich atme Licht ein, Ich atme Licht aus
Ich bin beständig
Ich bin Geist
Ich in mir
Ich verstehe die Wesen
Ich will
Kraft in meine Gedanken
Kraft in mir
Oben alles wie unten / Unten alles wie oben Licht durch mich
Licht in meine Gedanken
Lichte Klarheit
Meine Beständigkeit
Meine Kraft
Meine Lebenskraft
Meine Seele ist
Ruhe in der Kraft, Kraft in der Ruhe
Ruhe in der Stärke, Stärke in der Ruhe
Ruhe in mir, Ruhe durch mich
Seele im Leibe
Seelenharmonie
Seelenkraft
Seelenlicht durchleuchtet mich
Seelenwärme durchdringet mich
Seelenwärme durchströmet mich Seelenruhe
Selige Ruhe
Weisheitsleuchten durchstrahlet mich
Wie oben so unten

267-02
267-02

Zu diesen individuell gegebenen Formeln heißt es in den Notizen von der esoterischen Stunden in München, 6. Juni 1907, GA 266/I:

Nach diesen sieben Zeilen [des Meditationsspruches] ist uns ein Wort oder ein Satz gegeben zur Versenkung. Diese Konzentration auf einen Satz oder ein Wort, zum Beispiel «Stärke» ist sehr wichtig. Es ist das eine Art Losungswort, ein Kraftwort, das genau der Seelenverfassung jedes Einzelnen angepaßt ist. Dies Wort soll man in der Seele erklingen lassen so etwa, wie man eine Stimmgabel anschlägt. Und wie man auf das Verklingen der Stimmgabel horcht, so soll man nach der Versenkung in das Wort es auch still verklingen lassen in der Seele, sich dem hingeben, was in der Seele durch dies Wort bewirkt wurde.

Hauptübung

Streng vertraulich
Okkulte Übungen

1.) Es ist eine Morgenmeditation vorzunehmen, die folgendermaßen zu gestalten ist:

Morgens früh vor einer jeden alltäglichen Beschäftigung und vor dem Zusichnehmen einer Speise hat man eine vollkommene Ruhe der Seele herzustellen. Die Aufmerksamkeit ist von allen äußeren Sinneseindrücken und von allen gewöhnlichen Verstandesvorstellungen abzulenken. Auch alle Erinnerungen an die gewöhnlichen Erlebnisse müssen vollständig schweigen. Vor allem müssen alle Sorgen und Bekümmernisse des Lebens ganz zum Schweigen gebracht werden.

Dann muß aus der ganz ruhigen Seele die eine Vorstellung sich erheben:

Oben alles wie unten
Unten alles wie oben

Man muß nun streng 10 Minuten (nicht nach der Uhr, sondern nach dem Gefühle) nur in solchen Vorstellungen leben, die man als Anwendung dieser Vorstellung auf die Erscheinungen der Welt aus ihr heraus gewinnen kann. Es kommt zunächst nicht darauf an, daß alle diese Vorstellungen richtig sind, sondern darauf, daß man seine Vorstellungen in dieser Richtung betätigt. Doch soll man sich, so viel man nur irgend kann, bemühen, nur richtige Vorstellungen zu denken.

Nachdem man dieses vollendet hat, ist zu folgendem überzugehen: Es sind 7 Atemzüge zu machen, so, daß man zum Einatmen so lange braucht, daß man das Weitere ohne Schädigung durchführen kann:

Man atmet ein; nach vollendetem Einatmen atmet man sofort aus, dann läßt man die Atemluft draußen, so daß also eine Zeitlang das Einatmen ganz unterdrückt wird.

Es sind dabei folgende Zeiten zu berücksichtigen:

Einatmung: In obigem Sinne beliebig lang.
Ausatmung: Doppelt so lange wie Einatmen.
Atementhaltung: Viermal so lang als Einatmen (dies für den Anfang, dann allmähliche Steigerung bis zu zehnmal so lang als Einatmen.)

Bei dem ersten und zweiten Atementhalten hat man sich ganz in die Vorstellung zu versenken:

Ich bin

und dabei sich zu konzentrieren auf den Punkt an der Nasenwurzel. (Man erhält den Punkt, wenn man eine Linie zieht von dem Punkt zwischen den Augenbrauen waagrecht nach rückwärts, er liegt dann etwa einen Zentimeter nach rückwärts.)

Bei der dritten und vierten Atementhaltung hat man sich zu versenken in die Vorstellung:

Es denkt

und sich zu konzentrieren auf den Kehlkopf.

Bei der fünften und sechsten Atementhaltung hat man sich zu versenken in die Vorstellung:

Sie fühlt

und sich dabei zu konzentrieren auf das Herz.

Bei der siebenten Atementhaltung versenke man sich in:

Er will

und konzentriere sich dabei auf den Nabel, indem man sich dabei in Gedanken Strahlen zieht, die den ganzen Unterleib durchziehen.

Beim Ein- und Ausatmen enthalte man sich jedes Gedankens. («Es» bedeutet: Das Weltdenken. «Sie» bedeutet: Die Weltseele. «Er» bedeutet: Der Weltgeist. Doch sind diese Vorstellungen nur zur Orientierung. Sie sollen während der Meditation nicht im Bewußtsein gegenwärtig sein. Sie würden den mantramartigen Charakter der obigen Formel nur stören.)

Diese ganze Übung ist damit zu beschließen, daß man sich 5 Minuten lang in das eigene göttliche Ideal devotionell versenkt.

2.) Im Laufe des Tages hat man die besonders beschriebenen Nebenübungen zu machen.

3.) Abends die Rückschau auf die Tageserlebnisse, bildsam, von rückwärts nach vorn.

Alkohol ist absolut zu meiden. Vegetarische Kost nicht unbedingt, doch förderlich.

Ergänzende Aufzeichnungen zu
den Übungen mit der Formel
«Ich bin - Es denkt - Sie fühlt - Er will»

267-03
267-03

V: Einatmung
a.) Konzentration Die Ströme werden von der Körperperipherie nach dem Herzen gezogen:
b.) Meditation: Suche den Weg.

Atemruhe

VI:
a.) Konzentration: die Seele bleibt eine Weile im Herzen ruhen.
b.) Meditation: Suche den Weg der innern Versenkung.

VII: Ausatmung
a.) Konzentration: die Ströme gehen vom Herzen nach der Körperperipherie.
b.) Meditation: Suche den Weg, indem ...

Ich bin: Konzentration auf einen Punkt in der Mitte des Hauptes (im Gehirn).

Strahlender als ...

Es denkt: Konzentration auf den Kehlkopf

Sie fühlt: Konzentration auf die Hände2

Er will: [Konzentration auf die ganze Körperbedeckung (Haut, Außengrenze)3

  1. Die Organisation des pflanzl.-tier. Organismus wird bewirkt durch Versenken in den Gedanken:

Ich bin

  1. Strahlender ...

... Ich.

  1. Die Organisation des mentalen Organismus wird bewirkt durch Versenken in den Gedanken

Die Organisation des mental-kamischen Organismus wird bewirkt durch Versenken in den Gedanken

Die Organisation des astralischen Organismus wird bewirkt durch Versenken in den Gedanken

Strahlender als die Sonne ... Selbst

Es will
Es will

Umgebung mit Sinnen: Wollen
Gebrauchen der Hände: Fühlen
Gebrauch des Kehlkopfes: Denken
Gebrauch des Gehirns: Bin

Ich bin: Mit Konzentration auf einen Punkt im Vorderhaupt zwischen und hinter den Augen.

Es denkt: mit Konzentration auf den Kehlkopf; nach außen gelb

Sie fühlt: mit Konzentration auf Arme und Hände; grün

Er will: mit Konzentration auf die Körperoberfläche; blau

267-09
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Er will: Konzentration auf die ganze Körperoberfläche

Konzentration auf die ganze Körperoberfläche
Konzentration auf die ganze Körperoberfläche

a.) Konzentration Einatmung
Die Ströme fließen von der Körperperipherie nach dem Herzen
Meditation: Suche den Weg.

b.) Konzentration Atemanhalten
Ruhen der ganzen Seelenempfindung im Herzen
Meditation: Suche den Weg der inneren Versenkung.

c.) Konzentration Ausatmung
Die Ströme fließen vom Herzen zur Körperperipherie
Meditation: Suche den Weg, indem kühn du heraus aus dir selbst trittst.

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8 Tage= Ich bin: durch den ganzen Organismus durchfühlen.

8 Tage = Es denkt (Weltdenken, das im Menschen denkt): durch den ganzen Organismus durchfühlen.

8 Tage = Ich bin: Sie fühlt

8 Tage = Ich bin: Erwill

Es ist das Weltendenken: Des Menschen phys. Körper.
Sie ist die Weltenseele: In bezug darauf, sagt sich
Er ist der Weltenwille: der Mensch Ich bin

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Es wird in der Tat in der 5. Runde sich der Mensch
mit Es ansprechen: Jupiter.
in der 6. Runde mit Sie: Die Venus.
in der 7. Runde mit Er: Vulkan. Transkriptionen

für Archiv-Nr. 353:

Manas - Geistselbst / budhi - Lebensgeist / Atma - Menschengeist / 3. Logos Arupa: Mentalkörper er Gottesgeist / Atma Mentalkörper sie will / budhi Astralkörper es fühlt Lebensgeist Weltseele / Manas Aetherkörper Ich denkt Geistselbst / Cogito ergo sum / Physischer Körper bin /

Ich bin Gemischt / es denkt Gold / sie fühlt Silber / er will Erz / Aum / Ich bin / Strahlender ... / es denkt / sie fühlt / er will / devotionell

267-13
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für Archiv-Nr. 354:

Object Subject / Weltschöpferischer Gedanke Gedanken Linie Fläche Gattung usw. / Astrallicht Weltschöpferisches Gefühl Aeonenlicht höherer Art Gefühl Lust Leid Sympathie Antipathie / Astrallicht Weltschöpferischer Wille Aeonenlicht niederer Art Empfindung Farbe Hell Dunkel /

  1. Der weltschöpferische Gedanke hat das menschliche Denkorgan geformt.
  1. Das höhere Aeconenlicht hat das Gefühlsorgan oder die Organe von Kama manas geformt.
  1. Das niedere Aeonenlicht hat die Indryas oder die Wahrnehmungs-(Empfindungs) Organe geformt.

Es denkt Nervensystem Gehirn / Sie fühlt Gefühlsorgane / Er will Wahrnehmungsorgane Sinne / Leib mit allen Organen welche den niederen Functionen dienen. / Ich bin

Mentalmaterie / Astralmaterie / Aethermaterie

267-14
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für Archiv-Nr. 355:

Der wollende Gottesgeist soll in Kama manas wollen, dann setzt der Mensch sein Kama manas in die richtige Harmonie zwischen sich und dem Willens-Universum (1. Logos)

Die schöpferische Weltenseele soll in Kama (astral) fühlen, dann setzt der Mensch sein Kama in die richtige Harmonie zum universellen Weltengefühl (2. Logos)

Das Gedanken-Universum soll im Aetherkörper denken, dann setzt der Mensch seinen Aetherkörper in die richtige Harmonie zum universellen Weltengedanken (3. Logos). rn Mt > Sn u N DERRRRRN PS we) NET Iyeiidd

267-15
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  1. Die «bisherige» Übung liegt nicht vor. ↩

  2. Die Hände sind die Organe, durch die sich die fühlende Menschenseele über die bloße fühlende Tierseele erhebt. Beim Tiere sind die vorderen Gliedmaßen nicht wie beim Menschen Organe, die bewußt Karma erzeugen. ↩

  3. Diese Außengrenze ist dasjenige, wodurch sich der Mensch umkehrt, d. h. er war, bevor er eine Außengrenze hatte, außer sich; dann mit der Außengrenze ist er in sich. 1. ↩

German original of “I am – It Thinks – She Feels – He Wills” · ← Previous · Next →