Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie 1920–1922

GA 277c — 19 March 1921, Stuttgart

Ansprache zur Eurythmie

Nach Aufführungen in Köln (6. März) und Freiburg (15. März), zu denen jeweils Leopold van der Pals die Ansprachen hielt, fand am 19. März 1921 nachmittags eine Eurythmie-Aufführung im Stuttgarter Landestheater statt, zu der Rudolf Steiner eine Ansprache hielt. Von dieser liegen keine Aufzeichnungen vor, jedoch erschienen Zeitungsberichte dazu.

Zeitungsbericht in der «Schwäbischen Tagwacht» über die Ansprache Stuttgart, 19. März 1921

Herr Rudolf Steiner gab einleitend eine Erklärung dessen, was Eurythmie sei. [...] Es soll eine sichtbare Sprache geschaffen werden, weil ja der menschliche Körper alle Eigenheiten jedes einzelnen seiner Glieder, also auch z. B. des Sprachwerkzeuges erkennen lasse. Man kann also - meint Steiner - die Bewegungsintentionen des Kehlkopfes darstellen, wie er z. B. ein Goethesches Gedicht spricht. Dabei muss der inhaltliche Wert der Dichtung als ein Vorurteil abgetan werden. Mit Verachtung wird das «Wortwörtliche», der Sinn, verworfen: Das Formale, das Rhythmische, Unbestimmt-Musikalische - darin liege der wahre Wert eines Gedichts.

German original of Report on a Eurythmy Performance · ← Previous · Next →