Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie 1920–1922

GA 277c — 24 April 1921, Dornach

31. Ansprache zur Eurythmie

Der erste Aufführungsteil fand im Goetheanumbau statt, der zweite, heitere Teil in der Schreinerei.

I. Teil (Goetheanumbau)
Merkur-Auftakt mit Musik von Leopold van der Pals
Siebtes Bild aus der Pforte der Einweihung von Rudolf Steiner
«Prooemion» von J. W. v. Goethe
Spruch aus dem Seelenkalender (3.) von Rudolf Steiner
«Mit einem gemalten Band» von J. W. v. Goethe
Spruch aus dem Seelenkalender (4.) von Rudolf Steiner
Aus der «Chymischen Hochzeit» von Valentin Andreae mit Musik von Max Schuurman II. Teil (Schreinerei)
«Die drei Zigeuner» von Nikolaus Lenau
«Das Schloss am Meer» von Ludwig Uhland «Erlkönig» von J. W. v. Goethe mit «Elfen-Auftakt» «Gute Nacht» (Kindergruppe)
«Gäste der Buche» (Kindergruppe)
Humoresken von Christian Morgenstern: «Der Schnupfen»; «Unter Zeiten»; «Die Priesterin»; «Das Grab des Hundes»; «Mondendinge»

Meine sehr verehrten Anwesenden!

Wenn der Mensch spricht, so [über]lässt er dasjenige, was in seiner Kehle vorgeht, den Erregungen der Luft, die er hervorruft durch seine Sprachorgane. In diesen Sprachorganen liegen gewisse Bewegungstendenzen. Sie kann man mit sinnlich-übersinnlicher Schau studieren, und man bekommt dann gewissermaßen das heraus, was dem menschlichen Organismus zugrunde liegt, wenn er sein Seelisch-Geistiges zur Offenbarung bringt durch eines seiner Organsysteme.

Man kann nun sagen: In einem solchen Organsystem ist eigentlich in dem Momente, wo sich der Mensch durch ein solches als Sprechender betätigt, der ganze Mensch konzentriert. Man wird dasjenige, was da in Bezug auf die menschliche Wesensgestaltung vorliegt, vielleicht am besten ausdrücken, indem man an die Goethe’sche Metamorphosenlehre erinnert, jenes Goethe’sche Werk, das ja heute noch viel zu wenig berücksichtigt wird, das einmal, wenn man in diesen Dingen unbefangener sehen wird, eine große Rolle spielen wird in der Erkenntnis des Lebendigen. - Goethe sieht in dem einzelnen Pflanzenblatte eine ganze Pflanze, nur eben einfach gestaltet. Und in der ganzen Pflanze sieht er ein komplizierteres ausgestaltetes Blatt. Man kann dasjenige, was Goethe so fruchtbar angewendet hat innerhalb seiner Anschauung über das Lebendige in der Pflanzenwelt, man kann das auf alles Lebendige und auch auf alles Beseelte, Durchgeistigte ausdehnen, und man bekommt gerade für dasjenige, was hier interessieren kann dann für den Menschen, das Folgende als Erkenntnis.

In dem Sprachorganismus ist gewissermaßen während der Betätigung im Sprechen der ganze Mensch konzentriert - wie in dem einzelnen Blatte die ganze Pflanze. Das kann ja auch durchaus im Erleben des Sprechens bemerkt werden. Indem wir sprechen, sind wir sozusagen mit unserem ganzen Bewusstsein, mit unserem ganzen Seelenleben in das Gesprochene untergetaucht. Geradeso aber, wie Goethe in der ganzen Pflanze nun wiederum nur ein kompliziert[er] gestaltetes Blatt sieht, so kann man auch dasjenige, was man durch sinnlich-übersinnliches Schauen als die eigentliche, wesenhafte innere Betätigung der menschlichen Sprachorgane erschaut, auf den ganzen Menschen wiederum übertragen. Man kann den ganzen Menschen in seinen Gliedern, seiner Bewegung, auch im Raume in eine solche Bewegung bringen, dass er gewissermaßen ein Sprachorgan wird, das sich sichtbar - jetzt nicht wie das gewöhnliche Sprachorgan hörbar - äußert.

Das, meine sehr verehrten Anwesenden, ist eigentlich geschehen, um unsere eurythmische Kunst auszugestalten. Sie beruht nicht auf irgendeinem Zusammenwirken von Zufallsgebärden, von einer willkürlichen Pantomimik oder Mimik - oder von Tanzbewegungen gar — mit einem seelischen Erleben, sondern sie beruht darauf, dass wirklich eine sichtbare Sprache gewonnen worden ist durch die Erforschung desjenigen, was unsichtbar in den menschlichen Sprachorganen beim hörbaren Sprechen vor sich geht. Das wurde auf den ganzen Menschen übertragen. Und Sie werden nun sehen gewissermaßen einen ganzen Menschen hier auf der Bühne eurythmisch - Kehlkopf, andere Sprachorgane -, und Sie werden vernehmen eine wirkliche sichtbare Sprache, ebenso innerlich gesetzmäßig gestaltet wie die Lautsprache.

Man kann durchaus dasjenige, was in der Rezitation, in der Deklamation, überhaupt in der Dichtung auf der einen Seite auftritt - und unsere Vorstellung wird ja von Dichtung rezitatorisch begleitet sein —-, man kann dasjenige, was sich so durch die Lautsprache offenbart, auch durch die sichtbare Sprache der Eurythmie zur Darstellung bringen, ohne dass in der einzelnen Bewegung irgendetwas Willkürliches liegt, geradeso wenig, wie man etwa willkürlich Sprachlaute ausstoßen kann, um irgendetwas, was seelisch gestaltet ist, durch die Sprache zu offenbaren. Die Hauptsache liegt sogar bei der Eurythmie nicht in der einzelnen Bewegung, sondern in dem, was herauskommt, wenn die einzelne Bewegung, die das gestaltete Wort, den gestalteten Satz begleitet, wenn diese Bewegungen eben sich ausgestalten. Ebenso gut, wie man begleiten kann das gesprochene Wort, so kann man begleiten das Musikalische. Geradeso, wie man durch die Sprachorgane singen kann, so kann man singen mit dieser sichtbaren Sprache der Eurythmie. Sie kann ebenso gut das Tonwerk gesanglich begleiten wie der hörbare Ton selbst. Es ist also wirklich hier angestrebt worden dasjenige, was den ganzen Menschen zu einem Ausdrucke macht des seelisch und geistig Erlebten wie die Ton- und Lautsprache oder wie der Gesang selber.

Wenn man im Leben den Blick auf den anderen Menschen richtet — vielleicht wird es nicht immer im hastigen Leben bemerkt, aber es ist da-, wenn man den Blick auf den anderen Menschen richtet, wenn man gewahr wird diese menschliche Gestalt: Man fühlt das eigene innere Wesen in dem Anblicke des anderen Menschen, und das ist ja dasjenige, durch das der Mensch sich dem Menschen verbunden fühlt. Es ist schon etwas wie ein Stück Sich-selbst-Sehen, wenn man den anderen Menschen sieht. Und drückt der andere Mensch dasjenige, was seine Seele bewegt, durch die Lautsprache aus, dann ist ein inniges Aufgehen in dem Wesen des anderen Menschen vorhanden.

Dasselbe kann nun erreicht werden durch das Anschauen, das Wahrnehmen dieser sichtbaren Sprache der Eurythmie. Es ist gewissermaßen durchaus dasjenige, was wir empfinden können in den Gestaltgebungen, die der Dichter, der wirkliche künstlerische Dichter vollführt in seiner Dichtung, es ist wirklich etwas gelegen in diesen gesetzmäßigen Bewegungen der Eurythmie, was in einer anderen Weise gegenüber unserer Tonsprache unser ganzes Anschauen bereichert [und] die Dichtung und das Musikalische wiedergeben kann. Und derjenige, der Freude empfinden kann über eine Erweiterung des Kunstgebietes, der kann sich gewiss nicht wenden gegen den Versuch, mit besonderen Kunstmitteln, die in dem In-BewegungBringen der menschlichen Gestalt selber bestehen, und in einer besonderen künstlerischen Formensprache eben eine solche Erweiterung des Kunstgebietes zu suchen.

Sie werden dann auch, meine sehr verehrten Anwesenden, bewegte Menschengruppen sehen in ihrem gegenseitigen Verhältnisse im Raume. Es kommt auch dasjenige zum Ausdrucke, was inneres seelisches Erleben ist, in Menschengruppen im Verhältnis zueinander, nicht nur in dem einzelnen Menschen. Da sehen wir gewissermaßen uns selbst und unser bewegtes Seelenleben. Dieses Seelenleben ist ja wirklich so, dass es auch ein Spiegelbild ist der ganzen äußeren Welt: Was Menschen miteinander erleben, wie Menschen miteinander in Harmonie und Disharmonie stehen können, das alles schlägt sich, wenn ich so sagen möchte, auf dem Grund unseres Seelenlebens ab. Das alles kann wiederum durch Dichtung und Musik zum Ausdruck gebracht werden. Und dann ist es besser, wenn wir dieses innerlich bewegte Seelenleben, das in seinem Verhältnisse zu einer Mehrheit von Menschen lebt, wenn wir das ausdrücken wollen, dass wir uns der Menschengruppen bedienen. Die Menschengruppe hat in sich für das Eurythmische durchaus etwas Natürlicheres. Sie werden sehen, dass ohne die begleitende Sprache oder die Musik durchaus durch dasjenige, was als eurythmische Form selber gefunden worden ist, gewissermaßen gesprochen oder gesungen werden kann in einleitenden Formen, in ausleitenden Formen. Da werden wir die Stimmung eines Gedichtes oder eines Musikalischen anzuschlagen haben, in der einleitenden Form, oder wir werden die Stimmung aushauchen in einer stummen Form. Dadurch liegen gewisse Entwicklungsmöglichkeiten in unserer eurythmischen Kunst, die wir bisher nur zu einem ganz gewissen Grade herausgeholt haben.

Sie werden heute vielleicht gerade im ersten Teile unserer Darstellungen ersehen können, wie auch für das Dramatische - nicht nur für das Lyrische und Epische - sich die eurythmische Kunst verwenden lässt. Allerdings, bis jetzt ist es uns nur gelungen, dasjenige in der richtigen Weise eurythmisch auszudrücken, was gewissermaßen in das Drama hinein als Übersinnliches, als eine Offenbarung des inneren menschlichen Seelischen sich darstellt. So zum Beispiel ist es wirklich möglich, diejenigen Szenen im Goethe’schen «Faust», wo Übersinnliches von Goethe herangezogen wird, wo also die Darstellung sich erhebt vom Irdisch-Sinnlichen zu dem Geistig-Übersinnlichen, dieses Hereinragen des Übersinnlichen in das Sinnliche gerade durch eurythmische Formen so auszudrücken, dass in der Tat gerade dadurch der dramatische Fortgang besonders belebt wird. Ich hoffe allerdings, dass auch noch gefunden werden können besondere Formen für das Realistisch-Dramatische, das wir heute noch so hinstellen müssen, wie eben nach der gewöhnlichen realistischen Bühnenkunst, mit bloßen Gebärden als Wortbegleitung, diese Dinge eben zur Darstellung gebracht werden müssen.

Das ist, meine sehr verehrten Anwesenden, ich möchte sagen eine der Seiten des Eurythmischen. Das ist die eine Seite. Es gibt ja noch zwei andere. Das ist zunächst diejenige, die - ich muss das bloß kurz. erwähnen — die therapeutische, die hygienische Seite [ist]. Diejenigen Bewegungen, die da hervorgeholt werden aus der menschlichen Gestalt, sie sind durchaus in derselben Strömung laufend, in der des Menschen Wachstums- und Gestaltungskräfte liegen, in der alles dasjenige liegt, was im menschlichen Kreislauf, in der menschlichen Atmung als normale Bewegungen, als gesundheitsfördernde, gesundheitserhaltende Bewegungen enthalten ist. Daher kann man, indem man eben die Wege, die hier künstlerisch zum Ausdruck gebracht werden, erweitert, entsprechend weiter die Bewegungen gestaltet, auch eine therapeutisch-hygienische Eurythmie ausgestalten. Und die wird auch ausgestaltet werden. Sie wird als ein Heilfaktor ganz zweifellos in unser Leben eintreten können.

Die dritte Seite, die pädagogisch-didaktische Seite: In der von Emil Molt begründeten, von mir geleiteten Freien Waldorfschule in Stuttgart, haben wir die eurythmische Kunst als einen obligatorischen Lehrgegenstand eingeführt. Da ist sie innerhalb der Pädagogik und Didaktik ein Faktor, den man nennen kann ein beseeltes, ein durchgeistigtes Turnen. Man wird über diese Dinge einmal unbefangener denken als heute. Das Turnen ist ja rein nach physiologischen Regeln ausgestaltet. Es ist dasjenige, was auf die Gesetze der menschlichen Körperlichkeit sich bezieht. Dasjenige dagegen, was in diesem beseelten Turnen - der Eurythmie - zur Darstellung kommt, das ist ein sinn- und auch naturgemäßes In-Bewegung-Bringen des ganzen Menschen nach Leib, Seele und Geist. Daher sieht man auch - und der Waldorfschulunterricht in der Eurythmie zeigt das durchaus -, daher sieht man auch, dass das Kind es durchaus als etwas Selbstverständliches empfindet, seine ganze, volle Menschlichkeit gerade in diesen eurythmischen Bewegungen auszuleben. Jede Bewegung ist sinndurchwaltet, seelengetragen. Das fühlt das Kind, es weiß, dass es nicht wie beim Turnen zurückzuhalten braucht das Seelische und Geistige.

Vor allen Dingen sieht man, dass ein Element ganz besonders pädagogisch zur Entwicklung kommt: Das ist Initiative des Willens, die ja unserer Generation und auch der nächsten Generation so sehr wohl nötig sein wird. Und manches andere erreicht man, wenn man das Eurythmische von der untersten Stufe des Erziehens und der Didaktik an beginnen lässt, was man an innerer leichter Beweglichkeit des Auslebens des Geistigen, an Geschicklichkeit des Organismus und so weiter durch kein anderes Erziehungsmittel erreichen kann.

Hier ist selbstverständlich die Hauptsache der künstlerische Ausdruck des Eurythmischen. Und in Bezug darauf möchte ich sagen, dass schon dadurch, dass ja im Grunde genommen der menschliche Organismus mit seinen Bewegungsmöglichkeiten, mit seinen inneren Gesetzmäßigkeiten das Werkzeug dieser eurythmischen Kunst ist - schon dadurch rechtfertigt sie sich. Goethe sagt ja so schön: Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis enthüllt, der sehnt sich nach ihrer tiefsten Auslegerin, der Kunst. Die tiefsten Geheimnisse über das Weltendasein sind in dem Menschen, diesem Mikrokosmos, durchaus enthalten. Aber die menschliche Gestalt, die allerdings so vieles, so Unendliches ausdrückt, sie drückt doch nicht den ganzen, den vollen Menschen aus. Wenn wir eine menschliche Hand in ihrer ruhenden Gestalt erblicken, wir haben sie nicht in ihrer Fülle. Wir haben sie erst in ihrer Fülle, wenn wir jede Gestalt des einzelnen Fingers des Armes und so weiter in Betracht ziehen und so ansehen, wie die Gestalt tingiert ist zum Übergehen in die Bewegungen, wie die Gestalt gewissermaßen die zur Ruhe gekommene Hauptbewegung ist, wie die Bewegungen, welche durch die Hand oder den Arm ausgeführt werden, gerade herausgetrieben werden wiederum aus dem besonderen Gestaltet-Sein. Und so im ganzen Menschen. Wahrhaftig, es ist so, dass man im wirklich Künstlerischen sieht die tiefsten Geheimnisse der Natur, weswegen diese nach Goethe die tiefste Sehnsucht des Menschen ist, diese Geheimnisse im künstlerischen Sinne anzuschauen.

Dann, ein anderes Mal, sagt Goethe: Wenn der Mensch an den Gipfel der Natur gestellt ist, betrachtet er sich wiederum als eine ganze Natur, nimmt Ordnung, Harmonie, Maß und Bedeutung über die Erscheinungen zusammen und erhebt sich zur Produktion des Kunstwerkes. Dieses Kunstwerk wird ein wahreres, wenn der Mensch nicht äußere Instrumentation verwendet, sondern sich selbst in seiner inneren Gesetzmäßigkeit, seiner inneren Wesenhaftigkeit so verwendet, dass er Ordnung, Harmonie, Maß und Bedeutung aus seiner eigenen Gestalt und Bewegung heraus sucht und sich dadurch zur Produktion des Kunstwerkes erhebt.

Bei alledem muss ich auch heute, wie sonst immer, meine sehr verehrten Anwesenden, bitten, dasjenige, was wir hier eurythmische Kunst nennen, so zu betrachten, dass ja erst immer ein Anfang dasteht. Sie wird weiter ausgebildet werden, und wir sind selbst heute erst im Anfang, aber unsere strengsten Kritiker wissen, was an Entwicklungsmöglichkeiten in ihr liegt und was weiter und immer weiter zum Ausdruck kommen kann. Dasjenige, was in gewisser Beziehung schon eurythmisch gedacht ist - die einzelnen Szenen aus meinem Mysteriendrama -, wird Ihnen zeigen, dass sich die Eurythmie wie von selbst ergibt. Bei alledem, was wirklich in der Dichtung selber schon künstlerisch gestaltete Form ist, fließt gleichsam wie von selber über dasjenige, was Gedicht ist, in die eurythmische Bewegung. Daher kann man auch nicht in der Weise, wie es heute beliebt ist, rezitieren oder deklamieren zu dieser eurythmischen Darbietung, sondern es muss durchaus nicht bloß das wortwörtliche Prosahafte - wie es heute als hörbar pointiert wird beim Rezitieren —, sondern es muss die Stimmgestaltung, der Ton beim Rezitieren des Eurythmischen, des Bildhaften, das schon in der Dichtung liegt, des Reimhaften, des Taktmäßigen, des Rhythmischen, dasjenige, was das eigentlich Künstlerische, Untergründliche ist in einer wirklichen wahren Dichtung - nicht dasjenige, was das wortwörtliche Prosaische ist - betont werden.

Das alles ist zu berücksichtigen, denn es ist eigentlich im Grunde ein neues Gebiet, das man mit dieser eurythmischen Kunst betritt. Wenn man dieses zusammennimmt aber mit dem, was ich ja gesagt habe, dass wir bis jetzt nur am Anfange stehen, aber die eurythmische Kunst immer weiter und weiter entwickeln werden, so wird man doch vielleicht auch ahnen können, welche Entwicklungsmöglichkeiten da vorhanden sind und dass zu hoffen ist, dass diese eurythmische Kunst weitergebildet werde - nicht so sehr wohl durch uns, sondern durch andere -, damit sie sich dereinst als eine vollgültige jüngere Kunst neben die älteren vollberechtigten Schwesterkünste hinstellen kann.

Heute werden wir hier den ersten Teil - bis zu dem, was als «Chymische Hochzeit» sich abspielen wird -, werden wir hier abspielen lassen in diesem Raum. Dann wird eine Pause eintreten, und der zweite Teil nach der Pause wird sich dann drüben im provisorischen Saal der Schreinerei abspielen, in dem gewöhnlich bisher die eurythmischen Vorstellungen waren.

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