Anthroposophical Spiritual Science and Medical Therapy
GA 313 — 15 April 1921, Dornach
Fünfter Vortrag
Es wird sich darum handeln, daß wir diese Betrachtungen dann gipfeln lassen in der Schilderung des Wesens jener Heilmittel, die wir zusammengestellt haben, und die dann von unserer Seite aus eine Verbreitung haben sollen. Es wird aber nicht möglich sein, über dasjenige, was man gewissermaßen wissen und beherrschen muß in bezug auf diese Heilmittel, ordentlich zu sprechen, wenn wir eben nicht die Gesamtvorbereitung dazu haben. Diese muß zuerst geschaffen werden. Daher wollen wir auch heute noch einiges von dem betrachten, was uns hineinführen kann in das ganze Gewebe des menschlichen Wesens, das sich da herausbildet durch das Zusammenwirken von Ich, astralischem Leib, ätherischem Leib und physischem Leib. Es ist schon erwähnt worden, wie man durch eine gewisse Arsenwirkung den astralischen Leib, der natürlich dann auch das Ich in sich oder mit sich zieht, möchte ich sagen, mehr in die Organe hineinbekommt, als das sonst, bei den betreffenden Menschen natürlich, der Fall ist.
Nun, dadurch, daß man den astralischen Leib mehr in die Organe hineinbekommt, wird der Mineralisierungsprozeß der Organe erhöht, so daß man auch sagen kann: Bemerkt man, daß die Organe als solche zu stark vitalisieren, daß sie zu starke Lebenskräfte in sich entwickeln, gewissermaßen ätherisch wuchern, dann wird das Mittel, welches heilend wirken kann, die Zuführung des Arsen sein. Man kann aber auch sogar, wenn man will, dasjenige, was innerlich im Menschen vor sich geht, durch einen äußeren Vorgang bezeichnen, der gewissermaßen in Wahlverwandtschaft mit dem menschlichen Vorgang steht. Wenn man diese Affinität des astralischen Leibes zu dem Ätherleib namentlich und dadurch zu dem physischen Leib ausdrücken will, so kann man das auch durchaus Arsenisieren nennen. Ein leises Arsenisieren findet in dem Menschen fortwährend statt, welches besonders stark in dem Momente des Aufwachens vorhanden ist. Wir müssen uns eben darüber klar sein, daß der menschliche Organismus dasjenige durchaus als Kräftesystem in sich hat, was in dem Metalle liegt. Es ist durchaus diese Wahlverwandtschaft zwischen dem Menschen und seiner irdisch-kosmischen Umgebung vorhanden, daß im Menschen gewisse Prozesse, die sich draußen abspielen, und die zum Beispiel in den Metallen ihr Ende finden, sich auch im Menschen abspielen. Man darf daher nicht meinen, wenn man vom Arsenisieren des menschlichen Wesens spricht, daß da Arsen unmittelbar wirksam ist, sondern das menschliche Wesen wirkt selbst so in sich, wie das Arsen draußen wirkt. Und man wird dadurch eine Einsicht bekommen, wie man solchen Wirkungen im Menschen zu Hilfe kommen muß. Wenn Sie also dieses Arsenisieren — ich könnte auch sagen Astralisieren — des menschlichen Organismus ins Auge fassen, so werden Sie bemerken können, daß, wenn es zu stark wirkt, sich das ausdrückt durch eine gewisse Erwärmung der Magengegend, daß es sich auch ausdrückt dadurch, daß gewisse Ernährungsleichtigkeiten sogar auftreten, daß das Ernähren und Verdauen leichter wird, was aber, wenn es zu leicht wird, in gewissem Sinne bedenklich ist, weil dann auf alle solche Erleichterungen im Menschen wiederum Reaktionen, Erschwerungen folgen; denn das alles hängt zusammen mit einer gewissen Mineralisierung des Menschen. Und es ist zum Beispiel durchaus eine Richtung gegeben, in der Untersuchungen gemacht werden sollten. Man muß sie nur in der richtigen Art machen, nämlich alle anderen Dinge dabei berücksichtigen, so daß bei Menschen, welche stark astralisieren, also Arsenisierung in ihren organisch-physischen Prozessen haben, die Leichen weniger leicht in Fäulnis übergehen als bei denjenigen Menschen, welche eben zu schwach den astralischen Leib mit den Organen verbinden. Das ist durchaus etwas, was man beobachten sollte, Man sieht es ja in seinem Extrem ausgebildet bei der Neigung, welche arsenikvergiftete Leichen zum Mumifizieren haben. Die mumifizieren sich, die erhalten sich leicht, gehen sehr wenig leicht in Fäulnis über.
Nun handelt es sich darum: Wie kann man dem begegnen, wenn dieser Arsenisierungs- beziehungsweise Astralisierungsprozeß zu stark im Menschen wirkt, wenn also der Mensch sozusagen sich lebendig mumifiziert? Man muß eben eine Beobachtung, einen Blick verbinden mit so etwas. Wenn der Mensch sich zu stark mumifiziert, wie kann man dem begegnen, wie kann man dagegen aufkommen? Und da möchte ich sagen, um mich radikal auszudrücken: Man mache den ganzen Menschen zeitweise zum Zahn. Es wird das immerhin etwas sein, was einen auf manche Spuren im geheimnisvollen Wirken des menschlichen Organismus bringen kann. Man mache den ganzen Menschen zum Zahn. Man versuche ihm nämlich in irgendwelcher Weise, so daß man berücksichtigt den ganzen Organismus, die strahlende Kraft des Magnesiums zuzuführen, indem man ihm Magnesium in irgendeinem Präparat verabreicht. Das ist dasjenige, was sich so ausdrückt, daß die von Professor Römer geschilderte strahlende Magnesiumkraft dann im ganzen Organismus hervorgerufen wird, und das ist dasjenige, was, ich möchte sagen, wirklich von einer Seite recht gründlich hineinweist in ein Verhältnis, das besteht zwischen dem astralischen Leib, der also das Ich mit in sich schließt, und dem ätherischen und physischen Leibe auf der anderen Seite.
Nun versuchen wir einmal zum Gegenteil überzugehen, zu demjenigen Zustand im Menschen, wo der astralische Leib mit dem Ich wenig Neigung hat, die Organe zu durchdringen, wo die Organe, insofern sie von den physischen und ätherischen Wirkungen versorgt werden, anfangen, sich selbst überlassen zu werden. Das ist ein Zustand, der sich dann dadurch äußert, daß gewissermaßen zwischen dem, was als Wechselwirkung bestehen sollte, als Ernährungswechselwirkung des Menschen zu seiner Umgebung, und den inneren organischen Vorgängen kein richtiger Zusammenhang ist. Die inneren organischen Vorgänge fangen stark an, ihre Vitalkraft zu entwickeln. Sie bekommen keinen Einfluß von außen; die Durchdringung der Nahrungsstoffe mit den Kräften des Ich läßt nach. Dadurch wird der Astralleib auch nach der einen Seite hin engagiert. Er kann nicht ordentlich zu dem Ätherleib hinüber. Es findet eine - ich möchte sagen Wucherung der physischen und der ätherischen Tätigkeit statt, was sich zunächst dadurch äußert, daß Diarrhöen auftreten, die ja im wesentlichen zusammenhängen mit solchen Erscheinungen, daß im Stuhl Blut sich findet, daß sogar die innere vitalische Tätigkeit so stark wird, daß sich von den Darmwänden kleine organische Gewebe absplittern und im Stuhlgang sich finden, daß sogar der Stuhlgang eine fleischwasserähnliche Flüssigkeit zeigt, was also deutlich darauf hinweist, daß da die Vitalkraft drinnen unbehindert von der Astralisierungskraft wuchert. Das sind die Dinge. Zuletzt wird auch das Eiweiß mitgenommen und ausgeschieden, ohne daß es in der richtigen Weise verarbeitet wird. Das sind solche Zustände, die hervorgerufen werden. Und im wesentlichen ist da dasjenige, was beim Menschen in seinen physischen und ätherischen Menschen hineinwirken muß, damit diese halbbewußten Bewegungen ausgeführt werden, die ja im menschlichen Organismus notwendig sind, eben astralischer Leib und Ich. Und so denken Sie sich nun, es wird nicht in der richtigen Weise hier astralischer Leib und Ich eingeschaltet, und der Ätherleib und die physischen Wirksamkeiten bleiben für sich, dann entsteht eben auch der nervöse Stuhlzwang, der für solche Erscheinungen charakteristisch ist. Und je weiter Sie die Sache beschreiben, je weiter Sie da von den gewöhnlichen Diarrhöezuständen zur Ruhr und so weiter aufrücken, also je weiter Sie in der Beschreibung dieses Krankheitsbildes gehen, desto mehr werden Sie sehen, daß Sie so beschreiben müssen, daß Sie in all diesen Erscheinungen das Gegenbild hervorrufen von Arsenisieren oder Astralisieren. Es ist überall das Gegenbild des Astralisierens oder Arsenisierens vorhanden. Und da der astralische Leib stark beteiligt ist daran, so werden Sie jetzt eigentlich, ich möchte sagen von selbst zu der Folgerung geführt werden, daß man nun als Gegenmittel zu verwenden hat alles dasjenige, was vom Arsen kommt, daß man also gegenwirken muß gegen diese Zustände gerade durch Arsenisieren.
Ich glaube, daß es das Vorstellen des Menschen außerordentlich bereichern, verintensivieren kann in bezug auf solche Sachen, wenn man sich klar macht, daß im Grunde genommen für alles dasjenige, was im Menschen vor sich geht, auch außerhalb des Menschen entsprechende Vorgänge vorhanden sind in der äußeren Welt. Und wenn es auch selbstverständlich für denjenigen, der aus dem heutigen Schulwesen hervorgegangen ist, furchtbar anstößig klingen muß, so möchte ich doch nicht vermeiden, mich hier gewisser Ausdrücke zu bedienen, die für die Geisteswissenschaft durchaus einen ernsthaften Sinn haben und die, wenn man sie nur richtig nimmt, einen in die Dinge recht gründlich hineinführen können.
Dasjenige, was man im Menschen beobachtet beim Arsenisieren, beim Astralisteren, das - ich möchte sagen Bröckeligwerden, das Mumifizieren des physischen Organismus, das ist genau derselbe Prozeß im Grunde genommen, der sich abspielt beim Felsigwerden der Erde. Überall, wo die Erde felsbildend auftritt, da ist sie gewissermaßen arsenikvergiftet oder im Anfange der Arsenikvergiftung. Dagegen stellen Sie sich jetzt vor, es gelingt der äußeren Astralität, die ja die Erde überall umgibt - ich habe das angedeutet im letzten Vortragszyklus -, gewissermaßen mit Umgehung der Erdoberfläche, mit Umgehung desjenigen, was die äußere Astralität zu verrichten hat an dem Hervorbringen der Blüten, der Pflanzen, an dem Herausgehen der Pflanzen aus der Erde in die Oberwelt, es gelingt also der äußeren Astralität, gewissermaßen unter den Boden hineinzudringen, die Erde zu umgehen und an das Wasser sich zu halten, dann bekommt in solchen Gebieten die Erde die Ruhr. Wenn die äußere kosmische Astralität auf das Grundwasser wirkt oder wirken kann, dann bekommt in solchen Fällen die Erde die Ruhr. Und es ist tatsächlich ein Vorgang, den ich jetzt hier schildere, der reale Hintergründe hat, viele reale Hintergründe hat, und den man berücksichtigen sollte. Denn er gibt Aufschluß über den Zusammenhang desjenigen, was unter der Erde vorgeht, mit solchen Erscheinungen, wie zum Beispiel die Ruhr eine ist, die man eigentlich ja oftmals so studieren muß, daß man in ihr eine Art Wirkung des Unterirdischen, namentlich im.Wasser Liegenden, auf den Menschen zu beobachten hat. Das Wesentliche wird nun sein, daß man berücksichtigt, daß der astralische Leib sehr engagiert ist bei der Sache, und daß man daher nötig haben wird, mittlere Dosierungen, mittlere Potenzierungen bei der Heilung anzuwenden, weil der astralische Leib doch eben in seiner Wirksamkeit auf das mittlere Glied des menschlichen Organismus angewiesen ist.
Nun, ganz besonders in der Lage, bedeutsamen Aufschluß zu geben über gewisse, ich möchte sagen Intimitäten im menschlichen Organismus sind solche Erscheinungen, die sich diphtherieartig ausleben. Und diese Erscheinungen, die sich diphtherieartig ausleben, die sollten schon wegen des Aufsuchens von Heilmethoden genauer studiert werden. Es ist ja, wie ich glaube, auch heute noch eine mehr aus der materialistischen Anschauung hervorgegangene Meinung, daß die Diphtherie möglichst lokal zu behandeln wäre, daß man möglichst an das Lokale der Diphtherie herangehen soll, obwohl natürlich entgegengesetzte Meinungen zahlreich gerade in dieser Beziehung aufgetaucht sind.
Nun, das Bedeutsame bei der Entstehung der Diphtherie und alles desjenigen, was mit ihr verwandt ist, das ist so, daß wir da eben auch einige Ergänzungen zu dem hinzufügen müssen, was wir im vorigen Kursus betrachtet haben, weil wir ja da noch nicht so genau eingehen konnten auf diese Wechselwirkung der vier geisteswissenschaftlichen Glieder des menschlichen Organismus. Ich habe in anderem Zusammenhange darauf hingewiesen, daß das Sprechenlernen des Kindes begleitet ist von allerlei organischen Prozessen. Das Kind lernt sprechen. Während es sprechen lernt, während sich also in seinem Atmungsorganismus etwas Besonderes abspielt, spielt sich ganz polarisch auch etwas ab in seinem Zirkulationsorganismus, der ja die Vorgänge des Stoffwechsels in sich aufnimmt.
Nun habe ich in einem ganz anderen Zusammenhange darauf hingewiesen, wie dasjenige, was bei der Geschlechtsreife im Wechselverhältnis des Menschen mit der Außenwelt zutage tritt, innerlich sich abspielt beim Sprechenlernen, daß also gewissermaßen dieses Drängen des astralischen Leibes, das beim Geschlechtsreifwerden des Menschen von innen nach außen stattfindet, von unten nach oben stattfindet in dem Astralisieren; in der Richtung von unten nach oben entwickelt sich ja die Fähigkeit des Sprechenlernens. Wir haben es also auch da mit einem Astralisierungsprozeß zu tun, und wir werden deutlich sehen können, wie, wenn wir gewissermaßen hier die Grenze des Atmungswesens und des Zirkulationswesens haben (siehe Zeichnung S. 87), da eine Wechselbeziehung stattfindet zwischen dem, was als Astralisieren von unten nach oben steigt (gelb), und den Organen, die von oben diesem Astralisieren entgegenkommen und eben sich in ihrer Sprachfähigkeit verstärken. Dasjenige, was uns besonders interessieren muß, ist dann dasjenige, was gleichzeitig unten vorgeht. Denn das, was da gleichzeitig unten vorgeht, hat den Drang, nach oben zu kommen. Der ganze Vorgang ist ein solcher von unten nach oben. Es hat das Ganze den Drang, von unten nach oben zu gehen (Pfeile, gelb). Breitet sich nun der Prozeß, der da von unten nach oben geht, zu stark eben nach oben aus, findet während des Sprechenlernens der Kinder ein zu starkes Hinaufdrängen der Astralität statt, dann besteht in diesem zu starken Hinaufdrängen der Astralität die Disposition, so etwas zu bekommen wie diphtherische Erscheinungen. Auf diese Weise werden also die diphtherischen Erscheinungen geschaffen. Und es ist das schon durchaus wichtig, daß man diesen Zusammenhang gehörig ins Auge faßt.

Nun wollen wir auch den äußeren Erdenprozeß ins Auge fassen, der eine gewisse Wahlverwandtschaft hat zu dem Prozeß, den ich Ihnen eben geschildert habe. Nehmen Sie an, dieses sei die Erdenoberfläche (siehe folgende Zeichnung). Bei einer Pflanze, die, ich möchte sagen sich dem Kosmos gegenüber anständig benimmt, entsteht das, daß die Erde Anteil hat an ihrer Wurzelbildung, daß dann die Erdenwirkung nachläßt und die außerirdische Wirkung immer stärker und stärker wird, aber diese außerirdische Wirkung sich besonders an der Blüte dann entfaltet (rot). Dasjenige, was sich hier in der Blüte entfaltet, ist ja eine Art äußerlicher Astralisierung der Blüte, was dann zur Fruchtbildung führt. Geschieht dasjenige, was hier (siehe untere Zeichnung S. 87, rot oben) im normalen Verlaufe der Weltenprozesse geschehen soll, eben unten, so kann es nur ins Wasser sich hineinsetzen, und wir haben dann dasjenige, was ich gerade vorhin genannt habe die Ruhr der Erde. Aber es kann sich dasjenige, was da eigentlich geschieht, was, wie gesagt, wenn sich die Pflanze zur anständigen Pflanze entwickelt, immer ein Stück über der Erdoberfläche vollzieht, wo die Blüte sich entfaltet, das kann sich auch just da entwickeln, wo die Erdenoberfläche ist (siehe untere Zeichnung $. 87, rot unten), und dann entstehen nämlich die Pilze. Das ist der Grund der Pilzbildung.

Nun werden Sie auch nicht weit davon sein, sich zu sagen: Wenn da durch eine solche eigentümliche Astralisierung die Pilze entstehen, so muß derselbe Vorgang - und das ist auch tatsächlich der Fall - von unten nach oben stattfinden, wenn diese merkwürdige Astralisierung im Innern gegen den Kopf zu stattfindet, wie in der Diphtherie. Und daher haben Sie die Neigung zur Pilzbildung in der Diphtherie gegeben. Diese Neigung zur Pilzbildung in der Diphtherie, das ist etwas, was außerordentlich zu berücksichtigen ist. Es wird Ihnen auch dieses, daß da im Grunde genommen ein rechter okkulter Prozeß stattfindet — alles Äußere ist eigentlich nur Anzeichen, daß im Innern des Menschen unregelmäßige astralische Strömungen herrschen -, eben einen Hinweis darauf geben, daß man mit einer Pathologie, die sich bloß mit den äußeren Symptomen befassen will, eben auch nur die äußere Offenbarung des ganzen Vorganges haben kann, daß man ihn für einen lokalen ansieht, weil man eben nur das Äußere ansieht, und daß da dieses Drängende von innen heraus eben gerade bei einer solchen Sache unberücksichtigt bleibt. Die ganze skeptische Haltung, die man gegenüber diesem Prozeß hat, ist durchaus erklärlich, wenn man auf diese Dinge, die wir eben jetzt erörtert haben, zurückgeht.
Nun ist tatsächlich bei diphtherischen Erscheinungen die Ansteckungsgefahr eine große. Warum ist sie eine große? Sie ist eine große aus dem Grunde, weil die diphtherischen Erscheinungen auftreten in einem unbedingten Zusammenhang mit dem Sprechenlernen; daher treten sie auch am eminentesten auf bei Kindern von zwei bis vier Jahren. Die Möglichkeit des Auftretens tritt dann wieder zurück. Aber jeder Vorgang im menschlichen Organismus, der zu irgendeiner Zeit gewissermaßen im normalen Verlauf auftritt, kann auch abnorm auftreten. Es kann also dieser Prozeß, der einfach ein Kinderprozeß ist, auch in einem anderen Lebensalter, wenn auch in einer gewissen Modifikation, Metamorphose, auftreten. Es ist, wenn eine Diphtherie im späteren Alter auftritt, dennoch etwas, wo ein Infantiles im Menschen wirkt. Und der Grundcharakter des Infantilen ist ja, wie Sie wissen - man hat es im äußeren Mitteilen der geisteswissenschaftlichen Tatsachen nur nötig, eben mehr von dem Psychischen zu sprechen -, der äußere Prozeß des Kindlichen, des Infantilen ist das Nachahmen, durchaus das Nachahmen. Und das Nachahmen wird gesucht. Der Organismus selber wird veranlaßt, ein Nachahmer zu werden, wenn er diphtherisch wird. Daher beruht eigentlich die Ansteckung auf diesem Zum-Nachahmer-Werden des Menschen. Es liegt schon in diesem Nachahmen etwas von einer leisen Sensitivität. Man kann durchaus eine leise Sensitivität in diesem Nachahmen bemerken. Wenn man geisteswissenschaftlich die Sache untersucht, so findet man, daß das Ich da doch eine gewisse Rolle spielt in diesem Anstecken durch die Diphtherie. Und daher ist auch dasjenige, was sich als Pilzartiges entwickelt, das Parasitäre, aus dem Grunde bei der Diphtherie ansteckender als bei anderen Krankheiten, weil der menschliche Organismus durch seinen Nachahmungstrieb der Sache entgegenkommt. Sobald er - wenn ich mich jetzt grob ausdrücke nur irgendwie das Diphtheriegift wahrnimmt, so stellt er sich ihm empfänglich, nachahmend gegenüber. Daher wird ein psychisches Verweisen, wenn es möglich ist, wenn der Zustand erst im Ausbrechen ist, ein Stärken durch seelischen Zuspruch immerhin eine günstige Wirkung haben.
Allein man wird da natürlich bei so sehr in den Organismus eingreifenden Prozessen damit viel weniger ausrichten können, als wenn man versuchen wird, ich möchte sagen das Spezifikum zu suchen, das entgegenwirkt dem Prozeß, der sich da abspielt. Hier ist es wenigstens mir nicht bewußt, ob man irgendwelche Anstalten gemacht hat, auch nur auf empirisch probierendem Wege, ein Spezifikum gerade gegen die diphtherischen Erscheinungen zu suchen. Man hat es zu suchen etwa in dem bis zu einer mittleren Potenzierung getriebenen Zinnober. Zinnober ist dasjenige, dessen Wirkungen man als Gegenwirkungen für alle die Erscheinungen wird zu suchen haben, die ich jetzt angeführt habe. Der Zinnober bringt seinem äußeren Anblicke nach schon die Gegenwirkung zum Ausdruck. Aber ein äußerer Anblick erklärt nur dann etwas, wenn man ihm beikommt mit innerer Anschauung. Darauf, daß eine instinktive innere Anschauung vorhanden war, beruhte die alte Signaturenlehre, die eigentlich aus dem Grunde einfach verschwunden ist, weil die Menschen heute nicht die Beobachtungsfähigkeit haben für so etwas, weil diese Beobachtungsfähigkeit verschwunden ist. Aber es ist wichtig, daß man jenes innere Wirken, das sich im Grunde genommen in allen Äußerlichkeiten der Welt auch zeigt, dieses innerliche Wirken letztlich ins Auge fassen kann. Und so wird derjenige, der, nicht wahr, nur nicht im Mystischen stecken bleibt und dann allerlei Mystelndes in die Sache einfügt, sondern der durchaus seinen gesunden Verstand bei solchen Dingen behält, der wird sich doch sagen müssen: Das Zinnoberrot, das ist etwas, was schon in einer gewissen Weise zum Ausdrucke bringt dieses gegenteilige Wirken gegen das Pilzigwerden; was nach dem Farblosen hingeht, kann pilzig werden. Wenn beim Pilzigwerden eine zu starke Astralisierung der Erdoberfläche mitspielt, so spielt eben bei dem Zinnobernen ein Rückwirken, ein Gegenwirken gegen dieses Astralisieren, und daher die Rötung. Überall, wo im Naturprozeß eine Rötung auftritt, da ist ein starkes Gegenwirken gegen das Astralisieren vorhanden. Ich möchte sagen, die Sache in eine moralische Formel gebracht, würde so sein, daß man sagt: Indem die Rose sich rötet, versucht sie, sich gegen die Astralisierung zu wehren. Das sind also Gebiete des pathologisch-therapeutischen Betrachtens, die durchaus so in einem gewissen Zusammenhange miteinander stehen, und die einen hineinführen in dieses eigentümliche Verhalten von Ich und Astralleib zu den anderen Organen, zum Ergreifen der anderen Organe, zum Sichausschalten von den anderen Organen oder aber zum Äußern von Überwirkungen des Astralischen im Strömen von unten nach oben.
Man kann auf diese Weise sozusagen den ganzen menschlichen Leib nach und nach durchschauen. Man kann ihn durchschauen, wenn man von solchen Betrachtungen noch zu etwas anderem übergeht. Und da werden Sie wiederum etwas ins Auge fassen müssen, was ich jetzt als Ergänzung zu Dingen, die ich im vorigen Jahre vorgebracht habe, hinzufügen möchte.
Es ist ein sehr Eigentümliches, wie das menschliche Ich, wenn wir es Jetzt als eben im Menschen spirituell, psychisch, organisch und auch mineralisierend wirksam betrachten, eine Art, ich möchte sagen Phosphorträger ist. Und zwar entwickelt dieses Ich sein Geschäft des Phosphortragens in der Weise, daß es durchaus mit diesem Phosphortragen bis an die Peripherie des organischen Menschenwesens geht. Das Phosphortragen, das Durchphosphorisieren des menschlichen Organismus ist eine Tätigkeit des Ich. Dieses Phosphortragen bis an die äußerste Grenze, bis an die Peripherie des organischen Menschenwesens, wird nun, ich möchte sagen von dem Ich in einer außerordentlich kunstvollen Weise ausgeführt, indem bis zu einer gewissen Grenze, die aber notwendig ist einzuhalten, das Ich eigentlich den Phosphor nur tragen kann durch den Organismus, indem es ihn an andere Stoffe angegliedert hat, mit anderen Stoffen chemisch verbunden hat, und es verhindert im wesentlichen, bei diesem Tragen des Phosphors durch den Organismus, das chemische Frerwerden des Phosphors. Das gehört zu den Aufgaben des Ich, dieses chemische Freiwerden des Phosphors zu verhindern bis zu den Spuren von Phosphor, die eben nötig sind dann, wenn dasjenige eintreten soll, was eintreten würde in großem Maßstabe, wenn es dem Ich eben nicht gelänge, eingeführten Phosphor vor seinem Freiwerden zu bewahren. Wenn also der Phosphor sozusagen frei losgelassen würde und eine intensive Wirkung auf den menschlichen Organismus hervorrufen würde, dann wäre nämlich ein ganz besonderer Vorgang die Folge. Ich habe Ihnen gesagt im Verlaufe dieser Vorträge, daß beim Menschen, wenn er hereintritt in die Welt, wenn er also dasjenige, was von ihm vorher geistig-seelisch vorhanden war, verkörperlicht, dann schaffen sich ja zunächst die Abbilder des ätherischen Leibes, des astralischen Leibes und des Ich. Und ich sagte Ihnen, alles dasjenige, was Abbild des Ich ist, liegt eigentlich in dynamischen Systemen, in Bewegungssystemen, die zum Gleichgewicht kommen. Das ist nun etwas, was besonders an dieser Stelle unserer Betrachtungen gründlich berücksichtigt werden muß. Indem das Ich am Entwickeln von Gleichgewichten aus ungleichen Gewichten, aus gestörten Gleichgewichtslagen arbeitet - und wenn ich ausschreite, ist die Gleichgewichtslage gestört, ich muß sie wiederum in Ordnung bringen, aber auch durch innere Vorgänge geschieht dasselbe -, indem das Ich so arbeitet, braucht es den Phosphor. Diese Arbeit wird im wesentlichen mit dem Phosphor ausgeführt.
Wenn das Ich nun nicht so arbeitet, daß es sein Phosphorisieren erschöpft in einem Statisch-Machen der menschlichen Dynamik, dann kommt es mit dem Phosphor heran an dasjenige, was schon von vornherein Abbild des Ich ist, dieses Statisch-Machen des Dynamischen. Nun, ich habe ja darauf aufmerksam gemacht, wir müssen auch den flüssigen Menschen, den luftförmigen Menschen und den Wärmemenschen bedenken. Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben es zu tun mit dem flüssigen Menschen und dem, was sich von der Abbildung des Ich, des astralischen Leibes, in dem sich wiederum das Ich abdrückt, herein in den Ätherleib begibt, so handelt es sich darum, daß auch in diesem Ätherleib bewirkt werden muß ein fortwährendes Übergehen eines Dynamischen, eines Nichtgleichgewichtes in Gleichgewicht.

Nun sind das, was da in Betracht kommt, außerordentlich feine Wirkungen, wirklich recht feine Wirkungen. Und diese feinen Wirkungen werden reguliert dadurch, daß gewissermaßen in einer Art freischwebende und doch wieder mit der ganzen Bewegung des Organismus, auch der inneren Bewegung zusammenhängende Kügelchen im menschlichen Leibe sind. Es sind nämlich die Blurkügelchen. An diese Blutkügelchen muß aufschlagen dasjenige, was das Ich tut, indem es in die Beweglichkeit, auch zum Beispiel in innere Wärmebeweglichkeit hineinspielt. Diese Blutkügelchen, diese Blutkörperchen, die sind also keine Kügelchen, aber sie sind im wesentlichen so geartet, daß sie gerade schon in ihrer Form zeigen, wie sie darauf berechnet sind, Bewegungen in Gleichgewicht überzuführen. Ich möchte sagen: Dasjenige, was das Ich tut, indem es in die Bewegungsfähigkeit des menschlichen Organismus hineingreift, das kommt gerade an den Blutkügelchen zur Grenze; und da muß es aufgehalten werden, da muß jene - ich möchte sagen innigste Wechselwirkung stattfinden zwischen dem menschlichen Ich und dem ganzen menschlichen Organismus. Und da findet dann auch dasjenige statt, was ich nennen möchte den verborgensten Kampf des fortwährenden Phosphorisierens des Menschen mit dem, was im gestaltenden Blutprozesse liegt. Wird nämlich der Phosphor frei in den Menschen hineingetragen, dann werden die Blutkörperchen durch das Phosphorisieren zerstört. Das ist dasjenige, was uns bildhaft hineinführen kann in dieses eigentümliche Wechselwirken des Ich, das ja ein Geistiges, ein durch und durch Geistiges ist, das aber durch die Blutkörperchen in fortwährender Wechselwirkung steht mit einem Physischen. Blut ist auch nach dieser Richtung hin ein ganz besonderer Saft, wie nicht Goethe, sondern ein alter Spruch sagt, es ist Blut ein ganz besonderer Saft, es ist dasjenige, wo das äußere Physische des Menschen in Wechselwirkung tritt zu dem Geistigsten, das er zunächst an sich trägt, zu dem Ich, und wo am meisten Ruinöses auftreten kann, wenn eben das Ich in einer falschen Weise in diese Wechselwirkung eintritt. Daher kann unter einer solchen falschen Wechselwirkung eben im Physischen so vieles ruiniert werden: Epithelzerfall, fettige Entartung bis in die Muskelfasern hinein, besonders in die quergestreiften Muskelfasern, weil die dasjenige sind, auf das das Ich besonders wirksam ist, Auflösung der Blutkörperchen und so weiter. Ja, bis in die Knochen hinein kann im Körperlichen dieser Zerfallsprozeß gehen, wenn die Phosphorwirkungen nicht in Ordnung sind.
Da zeigt sich ja ganz klar, möchte ich sagen, an diesem Wechselspiel des Ich, das dann natürlich den astralischen Leib mit sich zieht, und des physischen Leibes, der dann ja den Ätherleib nach sich zieht, ganz deutlich, wie ein Streben nach einem Normalen und einem Abnormen, möchte ich sagen, stattfindet, fortwährend ein Normalisieren bis zu einer gewissen Kulmination, dann ein Abfluten stattfindet, und wie sich dieses äußert, wenn wir es zum Beispiel mit einer Phosphorvergiftung zu tun haben. Wenn man es mit einer Phosphorvergiftung zu tun hat, so wird man bemerken, daß zunächst sich sowohl der astralische Leib wie der Ätherleib gegen dasjenige wehren, was da im physischen Leib und im Ich sich geltend macht. Sie wehren sich; und sie wehren sich mit aller Kraft, mit der stärksten Kraft, die der Ätherleib hat. Er möchte gegen dasjenige aufkommen, was da in dem Ich als zu starke Wirkung eintritt, möchte dagegen aufkommen, verstärkt selbst seine Kräfte. Daher hat der Vorgang in der ersten Zeit einer Phosphorvergiftung so viel innerliche Ähnlichkeit mit einem anderen Vorgange, nämlich mit dem Auftreten einer gewissen Rückschau des Menschen nach dem Tode, die, wie Sie wissen, tagelang dauern kann, anderthalb Tage, zwei Tage, drei Tage. Da haben wir in dieser Rückschau ein Halten des Ätherleibes im astralischen Leib. Die halten sozusagen zusammen. Das tun sie nun zunächst auch im menschlichen Leibe, wenn eine Phosphorvergiftung auftritt. Es wird alles dasjenige entwickelt, was durch das Zusammenwirken von astralischem Leib und Ätherleib entwickelt werden kann, und was da eben dann auftritt, wenn diese Rückschau stattfindet durch den Ätherleib nach dem Tode. Daher wird durch diese aufgewendete Kraft in der ersten Zeit von einer Phosphorvergiftung nach einer ebenso langen Weile, wie eine solche Rückschau dauern würde, eine Besserung auftreten, dann ein Erschlaffen, ein Abfluten. Dann, nachdem dieses Abfluten gewesen ist, dann setzt wiederum um so stärker eben die abnorme Wirkung des Ich ein. Eine wirkliche Phosphorvergiftung ist ja etwas, was außerordentlich schwer zu bekämpfen ist, was wohl nur dann zu bekämpfen wäre, wenn man in der schärfsten Art versuchen würde, den ganzen Organismus dahin zu beeinflussen, daß in ihm ein starkes Zusammenwirken der Astralität mit dem Ätherischen stattfände, was man wohl erreichen würde, wenn man der Phosphorvergiftung etwa entgegenwirken würde durch ein starkes Applizieren von sehr kräftig ziehenden Pflastern an verschiedenen Stellen des menschlichen Leibes und dergleichen. Man würde da ganz gewiß Wirkungen erzielen. Man muß dann sich klar sein darüber, daß man Gefühl dafür haben muß, wie weit man in einem solchen Fall zu gehen hat.
Sie sehen also, der physische Organismus ist, wenn in ihn das Ich eingreift, in stärkstem Maße engagiert durch all das, was man nennen könnte Phosphorisieren des Menschen. Dann aber, wenn nun das Ich stark eingreift, also zerstörend eingreift in den physischen Organismus, dann muß notwendigerweise das polarische Gegenteil auch stattfinden, dann muß dasjenige, was das Ich normalerweise, wenn es nicht zu stark eingreifen würde, im normalen menschlichen Organismus bewirkt, ebenfalls leiden. Daher werden Sie bei einem zu starken Phosphorisieren Zustände der Schlaflosigkeit auftreten haben, die einfach darauf beruhen, daß ein zu starkes Hinstreben von astralischem Leib und Ich stattfindet. Das können Sie ja ablesen aus alledem, was ich gesagt habe: Kopfschmerzen werden Sie finden, Delirien, Schlummersucht. Und bei Phosphorvergiftung treten alle diese und auch — meist vor [der] Paralyse — anämische Zustände, die treten da natürlich auf nach dem, was ich gesagt habe über die Wechselwirkung mit dem Blute. Und dasjenige, was nun in der Mitte drinnen steht, was also beim Phosphorisieren dann auftritt, wenn, ich möchte sagen dieses Angreifen der Blutkörperchen vom Ich aus stattfindet, wiederum zurückgeschlagen wird, wenn so ein Pendeln auftritt, so äußert sich das in gelbsuchtartigen Erscheinungen, wie man überhaupt in dem, was gelbsuchtartige Erscheinungen sind, durchaus ein Ineinanderspielen von Psychischem und Physischem zu sehen hat.
Sie sehen aus demjenigen, was ich Ihnen da vorgebracht habe, daß im wesentlichen der Menschenwesensprozeß eigentlich ein Arbeiten des Ich und des astralischen Leibes mit den Kräften der Außenwelt ist, innerhalb des Raumes, den die menschliche Haut umschließt. Es ist ein solches Hineinarbeiten, und man muß richtig ins Auge fassen können, wie dieses Hineinarbeiten reguliert werden kann, wie man gewissermaßen zu einer Art Beherrschung dieses Hineinarbeitens kommen kann.
Nun, ich möchte sagen, ganz im Trivialen schon gehen ja dann, wenn man diese Anschauung im Hintergrunde hat, gewisse Diätregeln ganz von selber hervor, wenn man weiß, daß, wenn das Ich des Menschen zu stark wirkt, so daß Unregelmäßigkeiten gerade infolgedessen im Magen eintreten, aber zugleich eine Übervitalisierung stattfindet in abnormen Diarrhöen und dergleichen, es ja notwendig ist, nicht wahr, daß man dem auch durch die Diät in entsprechender Weise entgegenwirkt. Es ist eben durchaus so, daß der eigentliche Ich-Prozeß und der Prozeß des astralischen Leibes im Menschen eine Art Analysieren darstellt, ein Zerklüften desjenigen, was in der Außenwelt synthetisch vorhanden ist. Während wir, ich möchte sagen ein primäres Synthetisieren haben in den physischen und ätherischen Untergründen des menschlichen Organismus, haben wir ein Analysieren in der Ich-Tätigkeit und in der astralischen Tätigkeit, und dieses Analysieren gehört durchaus zu den auch normalen Tätigkeiten des menschlichen Wesens und drückt sich dadurch namentlich in seiner Eigentümlichkeit so stark aus, daß eben in diesem Analysieren entsprechend eingehalten werden muß. Wenn das Ich ein zu starker Analysierer wird gegenüber Phosphorsalzen, dann analysiert es eben die Phosphorsalze bis zum Phosphorischen hin, und dann fängt die Analyse an, Unheil im menschlichen Organismus anzurichten. Es ist der Punkt, wo die Analyse am stärksten wirken darf, einer, auf den ich ja schon in den Vorträgen des vorigen Jahres hingewiesen habe, wo bis zum Eisen hin analysiert wird.
Dieses Analysieren bis zum Eisen hin, das zusammenhängt mit dem Eisengehalt des Blutes, ist dasjenige, was das polarische Gegenteil in vieler Beziehung ist mit Bezug auf die Analysierung gegenüber anderen Metallen, wo immer in einem gewissen Sinne eingehalten werden muß im Analysieren.
Ich wollte Ihnen also heute gewissermaßen zeigen, wie man tatsächlich in den äußeren Erscheinungen Bilder desjenigen hat, was aus dem inneren Geistigen heraus sich entwickelt. Und deshalb wird wohl das äußere Anschauen des Menschen in gesundem und krankem Zustande. sich ergänzen müssen durch dasjenige, was man über den inneren, über den geistigen Menschen wissen kann.
Auf dieser Grundlage werden sich dann sowohl Ansichten gewinnen lassen über unsere Heilmittel wie auch Vorbedingungen zur Beantwortung mancher Frage, die gestellt worden ist. Das soll alles noch in den drei Vorträgen, die uns bevorstehen, so gut es eben besprochen werden kann, besprochen werden.