Health and Illness, Volume II

GA 348 — 10 February 1923, Dornach

Achtzehnter Vortrag

Hat heute jemand eine Frage, meine Herren, die er besprochen haben möchte?

Fragestellung: Ich möchte fragen, wie die Welt in uralten Zeiten war. Hatten die Planeten, Venus, Merkur und so weiter, verschiedene Metallsubstanzen abgelagert?

Dr. Steiner: Wenn man dieses, so wie es häufig in alten Büchern steht — in neuen steht ja darüber nichts, außer in unsern anthroposophischen Büchern -, einfach so erzählt, daß, sagen wir zum Beispiel, der Planet Venus irgend etwas zu tun hat mit Kupfer, wie es in der Erde abgelagert ist, so ist ja das eine Sache, die man eigentlich bloß glauben muß, denn die Menschen bekommen nicht anders eine Vorstellung davon, als daß man ihnen eben sagt: Das haben einmal ältere Menschen gewußt, und heute weiß man nichts Rechtes mehr darüber. Es handelt sich also darum, daß man dann, wenn man schon so etwas bespricht, wirklich auf die Sache eingeht. Und da möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, daß ja in bezug auf diese Dinge auch von der heutigen Medizin nicht mehr sehr viel gewußt wird. In einer Zeit, die eigentlich nur ein paar Jahrhunderte zurückliegt, hat man noch sehr viel mit solchen alten Mitteln geheilt, indem man gewußt hat: Wenn das oder jenes als Störung, als Krankheitserscheinung im Menschen auftritt, so muß man dies oder jenes Metall, oder das oder jenes aus der Pflanze anwenden.

Heute ist von alledem eigentlich nichts mehr übrig geblieben, als daß man weiß: Bei gewissen Erscheinungen, die namentlich bei sogenannten syphilitischen Erkrankungen auftreten, muß man Quecksilberkuren machen. Also da wendet man das Metall Quecksilber an. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß eigentlich über die Art und Weise, wie das Quecksilber wirkt, kein Mensch in der Medizin heute einen Aufschluß gibt, sondern man wendet es an, weil man gesehen hat, daß es eben wirksam ist. Und in bezug auf diese Wirkung des Quecksilbers bei syphilitischen Erkrankungen muß man ja auch erwähnen, daß in der neueren Zeit vieles an die Stelle von Quecksilber gesetzt worden ist. Die berühmten neueren Mittel, die an die Stelle gesetzt worden sind, sind aber durchaus erkannt, auch heute schon, in ihrer nicht ganz einwandfreien Wirksamkeit, und sehr bald wird die Medizin auch auf diesem Gebiete wiederum zu den Quecksilberkuren zurückgegangen sein.

In einer merkwürdigen Weise können Sie sich davon überzeugen, daß bei dem Quecksilber eigentlich der Heilinstinkt - nicht die heutige Wissenschaft, sondern der Heilinstinkt - etwas sehr, sehr Großes wirkt. Es gibt gewisse Gegenden, wenn da irgendwo eine Erkrankung nach syphilitischer Art auftritt — ich setze solche Gegenden voraus, heute gibt es ja fast keine mehr, aber vor drei bis vier Jahrzehnten hat es das noch gegeben —, da machen die Menschen, die dann nicht Ärzte sind, aus ihrem Heilinstinkt heraus das folgende: sie nehmen solche Tiere, Salamander oder Kröten gar, die teilweise unter der Erde leben und mit ihrer Nahrung etwas von der Erde aufnehmen. Diese Tiere, Salamander oder Kröten oder ähnliche Tiere, die nehmen die Menschen, trocknen sie, pulverisieren sie und geben sie dem syphilitisch Kranken ein. Und da entsteht auch eine Art von Heilmittel.

Nun, das ist zunächst ganz unverständlich, wird nur verständlich, wenn man weiß: Die Kröten helfen den syphilitisch Kranken in manchen Gegenden nicht, und wieder in anderen Gegenden helfen sie großartig. Und wenn man dann nachschaut, was das für Gegenden sind, so sind das solche Gegenden, in denen Quecksilberbergwerke sind. Also sehen Sie, das Kuriose ist dabei: In Gegenden, wo Quecksilber ist, da nehmen diese Tiere das auf, und das Quecksilber hilft dann. Nicht die Kröte hilft, sondern das Quecksilber, das die Kröte gefressen und in ihrem Körper verarbeitet hat. Das hilft.

Sie sehen also aus diesen Dingen zweierlei: erstens, daß ein merkwürdiger Heilinstinkt vorhanden ist bei den Menschen, die noch nicht sehr angesteckt sind von gewöhnlicher Wissenschaft, und auf der anderen Seite, daß dasjenige, was man als Lebewesen aufnimmt — und eine Kröte ist auch ein Lebewesen -, in den ganzen Körper übergeht, sich im ganzen Körper verbreitet. Und so ist es ja auch beim Menschen in einem noch höheren Maße. Wenn dies zum Beispiel gerade für die Quecksilberkur angeführt werden sollte, so möchte ich Ihnen folgendes sagen.

Es ist ja wirklich auch in der Medizin erst in den allerletzten Jahrzehnten so furchtbar schlecht geworden, wie es heute ist. Als ich noch ein kleiner Bub war, war es sogar besser. Da gab es zum Beispiel in Wien noch einen ausgezeichneten Anatomen, Hyrtl, der wußte noch etwas, gar nicht mehr sehr viel, aber etwas noch von der älteren Medizin. Und der hat bei solchen Menschen, die Quecksilberkuren durchgemacht haben, wenn man sie in der Klinik haben konnte, einfach nach dem Tode den zuhörenden Studenten die Knochen gezeigt, hat die Knochen auseinandergebrochen, und in den Knochen saßen die kleinen Quecksilberkügelchen! So verbreitet sich dasjenige, was der Mensch in sich aufnimmt, in den ganzen Körper. Ebenso ist es bei den anderen Lebewesen. Daher konnte man eben einfach auch Kröten, die in ihrem ganzen Körper das Quecksilber aufnehmen, dazu verwenden, um sie in pulverisiertem Zustande als Heilmittel gegen die syphilitischen Erkrankungen zur Wirkung zu bringen.

Jetzt möchte ich Ihnen sagen, wie die Menschen in früheren Zeiten, als die Wissenschaft noch in ganz anderer Art war, darauf gekommen sind, gerade bei solchen Erkrankungen das Quecksilber anzuwenden.

Sehen Sie, wenn Sie sich das ganze Planetensystem anschauen, wie wir es heute aus der Schule kennen, so ist es ja so, daß man also sagt: Hier ist in der Mitte die Sonne. Mehr in der Nähe der Sonne läuft um die Sonne herum der Merkur - ein kleiner Planet. Etwas weiter läuft um die Sonne herum die Venus. Der Merkur also ist ein kleiner Planet, der in sehr kurzer Zeit, etwa in neunzig Tagen um die Sonne herumläuft. Dann kommt die Venus, die schon langsamer um die Sonne herumläuft; und der nächste Planet, der um die Sonne herumläuft, ist die Erde. Dann kommt außerhalb der Erde schon der Mars. Nach dem Mars, da laufen eine ganze Menge kleinwinziger Planeten herum. Die sind zu Hunderten und Hunderten, ganz kleine, winzige Planeten; die laufen herum. Also jetzt müßte ich eine ganze Planetenschar zeichnen. Aber die braucht man nicht so viel zu berücksichtigen. Sie haben keine so große Bedeutung wie die Planeten. Und nach dieser Planetenschar kommt der Jupiter, der um die Sonne herumläuft, und ganz weit draußen der Saturn. Und dann kommt noch - aber die zwei letzten Planeten sind ja erst in allerneuester Zeit entdeckt worden — der Uranus und der Neptun. Ich brauche die nicht zu zeichnen. Die laufen weiter draußen herum, und die zeigen solche Unregelmäßigkeiten, daß man sie in Wirklichkeit auch heute noch nicht recht zu den Planeten rechnen kann. So also laufen diese Planeten um die Sonne herum. Um die Erde herum läuft dann noch der Mond. Der läuft um die Erde herum, geradeso wie die anderen Planeten um die Sonne herumlaufen.

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Nun, heute betrachtet die Astronomie solch ein Planetensystem und kümmert sich nicht sehr viel um die Einwirkungen, welche diese Planeten auf die Wesen haben, welche auf der Erde leben. Man rechnet aus, wo ein Planet zu einer bestimmten Zeit steht, so daß, wenn man das Fernrohr hinrichtet, man ihn dort finden kann. Das kann man ausrechnen. Man kann ausrechnen, wie man das Fernrohr stellen muß, damit, wenn man durchguckt, man einen Planeten zu einer bestimmten Zeit sieht. Man kann auch ausrechnen, wie schnell sich ein Planet bewegt. Man kann all dies ausrechnen. Um diese Rechnungen kümmert man sich heute.

Aber sehen Sie, es ist gar nicht einmal so lange her - für die Entwickelung des ganzen Weltsystems sind ja ein paar Jahrtausende nicht viel —, es ist noch gar nicht so lange her, zweieinhalb bis dreieinhalb Jahrtausende, da hat man über die Planeten eine ganz andere Wissenschaft angestrebt. Da hat man folgendes gemacht. Da sind zum Beispiel solche Erkrankungen aufgetreten, bei denen, sagen wir, die Menschen schlechte Verdauung bekommen haben durch dickliches Blut — ich werde Ihnen gleich nachher erzählen, warum. Ich kann jetzt nicht weiter diese kritischen Erkrankungen betrachten, weil die in alten Zeiten nicht in demselben Maße da waren wie in neueren Zeiten; ich werde also jetzt absehen davon, weil sie in älteren Zeiten, in denen man diese Beobachtung gemacht hat, noch nicht in demselben Maße vorhanden waren wie heute. Aber eine Krankheit, die dort vorhanden war, wo man solche Beobachtungen gemacht hat, nämlich in Babylonien, Assyrien, Ninive und so weiter, auch in Ägypten, das ist die, daß die Leute eine schlechte Verdauung bekommen haben durch ein dickliches Blut, durch eine nicht richtig vor sich gehende Blutbereitung. Namentlich ist dadurch in die Fäkalien, in den Speiseabgang Blut hineingekommen, so daß die Entleerungen etwas von Blut durchsetzt waren; typhusähnliche Erkrankungen sind ja in älteren Zeiten noch viel häufiger gewesen als heute. Also nehmen wir an, diese alten Ärzte, die zu gleicher Zeit Philosophen waren, haben diese Erkrankung zu studieren gehabt. Sie sind gar nicht hergegangen und haben gewartet, bis der betreffende Mensch gestorben war, denn sie haben sich gedacht: Wenn einer einmal gestorben ist, so ist das Heilen schwer, und deshalb haben sie gar nicht weiter untersucht, wie sich der Tote verhält, wenn er den Typhus gehabt hat, sondern sie sind anders vorgegangen. Sie haben sich gesagt: Wir sehen, daß solche Kranke, die Brechdurchfall oder Typhus, Dysenterie oder so etwas haben, sich zu bestimmten Zeiten wohler befinden; zu anderen Zeiten wird das Allgemeinbefinden furchtbar schlecht.

Also sie haben sich gesagt: Der Typhus verläuft manchmal gut, manchmal verläuft er schlecht. Es gibt zum Beispiel solche Kranke, die, wenn sie typhuskrank oder dysenteriekrank werden, also krankhaften Durchfall’ bekommen mit Koliken, manchmal furchtbare Schwindelanfälle bekommen. Das Bewußtsein wird ganz abgedämmert. Da wird die Geschichte sehr übel. Aber manche Kranke behalten ihr Bewußtsein. Der Kopf bleibt in Ordnung. Man kann bei diesen Kranken etwas machen.

Nun haben sie sich gesagt: Der Mensch lebt nicht bloß auf der Erde, er ist nicht bloß von der Erde abhängig, sondern der Mensch ist auch vom ganzen Weltenall abhängig. Deshalb haben sie nun beobachtet. Und nun denken Sie sich: die Erde steht da. Wir können durchaus das heutige Planetensystem, wie man es in der Schule heute lernt, dabei zugrunde legen. Jetzt wird doch die Erde beschienen von der Sonne. Die Sonnenstrahlen fallen dann auf die Erde. Und daß von dem Sonnenlicht beim Menschen viel abhängt, das wissen Sie ja selbst, und das haben wir auch immer in diesen Betrachtungen hier zugrunde gelegt. Nun, auf die Sonne als solche haben diese alten Ärzte daher nicht gerade so furchtbar viel Rücksicht genommen, denn das ist alles ganz offenbar, haben sie gesagt. Aber nun haben sie solche Leute beobachtet, die zum Beispiel einen sehr starken Durchfall hatten, und haben sich gesagt: die bekommen Schwindelanfälle zu bestimmten Zeiten, der Kopf wird trübe. Andere haben starken Durchfall und der Kopf bleibt klar; sie bekommen keine Schwindelanfälle. Das geschieht aber immer — haben sie sich gesagt - zu verschiedenen Zeiten. Zu einer bestimmten Zeit ist mit den Durchfallkranken eigentlich gar nichts anzufangen; da kann man nichts anfangen: die kriegen unbedingt Schwindelanfälle, und dann geht es zum Tod. Zu anderen Zeiten werden die Durchfälle besonders leicht.

Nun haben sie angefangen, die Sterne zu beobachten und haben gefunden, daß in denjenigen Zeiten, in denen die Durchfälle oder die Typhuskrankheiten gut verlaufen, die Venus, der Planet Venus immer so steht, daß er von der Erde zugedeckt wird. Sehen Sie, wenn da die Erde steht (siehe Zeichnung $. 326, links), so kann die Venus da stehen. Wenn dann der Mensch dort steht, kriegt er kein Venuslicht. Die Erde deckt ihm die Venus zu. Das Venuslicht kann nicht durch die Erde zum Menschen durch. Sie haben das natürlich daraus erkannt, daß man die Venus nicht sehen konnte, daß sie durch die Erde bedeckt war. Jetzt haben sie sich gesagt: Betrachten wir einmal einen typhuskranken Menschen in der Zeit, in der die Venus von der Erde zugedeckt wird: Donnerwetter, da geht es mit dem Typhus gut. Wenn aber die Venus so steht, daß sie nicht zugedeckt ist zum Beispiel, da bekommt der typhuskranke Mensch das Venuslicht zum Sonnenlicht dazu (siehe Zeichnung, rechts). Da geht es mit dem Typhus schlecht. Da wird der Kopf schwindelig, schlecht, und der Typhus kann nicht geheilt werden.

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Das haben sie nun gewußt. Jetzt haben sie gesagt: Die Venus leuchtet doch, und die Strahlen gehen durch die Erde durch. Da muß doch irgend etwas in der Erde sein, was die Venusstrahlen verändert. Jetzt haben sie probiert. Nicht beim Toten, sondern beim Lebendigen haben sie probiert: Gebe ich nun diesem Typhuskranken Blei ein, dann geschieht nichts. Gebe ich einem Typhuskranken, ganz gleichgültig, wo die Venus steht, Eisen ein, geschieht auch nichts. Gebe ich ihm aber Kupfer ein, so wirkt dieses Kupfer ganz merkwürdig. Dann vertreibt es ihm den Schwindel und der Typhuskranke neigt zur Besserung. Aha, sagten sich diese alten Menschen, Kupfer ist in der Erde drinnen. Das Kupfer, das wirkt in der Erde drinnen so, daß es den Typhus so beeinflußt, wie umgekehrt die Venusstrahlen ihn ungünstig beeinflussen. Wenn die Venusstrahlen direkt zufließen, dann befördern sie den Typhus. Wenn man den Typhuskranken Kupfer eingibt, dann hindert das den Typhus.

Nun haben sie gesagt: Die Venus hängt mit dem Kupfer zusammen in einer gewissen Weise, Also nicht etwa, daß die Leute spiritistische Sitzungen angestellt hätten und ihnen ein Medium gesagt hätte: Wenn einer typhuskrank wird, müßt ihr Kupfer verwenden -, sondern sie haben solche Beobachtungen gemacht, die man heute nur nicht mehr macht. Sie sind geradeso wissenschaftlich vorgegangen aus einem alten Instinkt heraus. Und sie haben sich gesagt: In der Erde ist Kupfer. Dieses Kupfer in der Erde hängt mit der Kraft, die von der Venus ausgeht, zusammen. Das sieht man aus der besonderen Wirkung auf die Krankheit.

Dann haben sie andere Beobachtungen angestellt. Denken wir zum Beispiel, es lag ein solcher Krankheitsfall vor, daß der Kranke, sagen wir, Sehstörungen bekam, Störungen in den Augen, daß er nicht ordentlich sehen konnte. Sie wissen ja, man kann in den Augen allerlei Krankheiten bekommen, so daß man Nebel vor den Augen hat, daß die Pupillen klein werden. Man kann allerlei solche Augenkrankheiten bekommen. Da haben sie nun wiederum solche Versuche angestellt und haben gefunden, wenn die Erde hier steht und der Jupiter zum Beispiel so, daß die Erde den Jupiter zudeckt, dann geht es solch einem Augenkranken besser, als wenn der Jupiter direkt auf die Erde scheint. Nun haben sie wieder probiert: Was ist in der Erde, was entgegen dem Jupiter wirkt? — und haben gefunden, daß das das Zinn ist, namentlich wenn man das Zinn aus den Pflanzen heraus gewinnt.

Und so haben sie nach und nach aus der Wirkung auf den Menschen die Planeten und die Metalle, die in der Erde sind, zusammengestellt und haben gefunden: Venus hängt mit Kupfer zusammen, Jupiter mit Zinn, Saturn mit Blei. Da haben sie gefunden, daß namentlich dann, wenn der Mensch Knochenerkrankungen bekommt, wie sie auch bei Bleivergiftungen auftreten, das etwas zu tun hat mit der Bestrahlung durch den Saturn und haben für Saturn die Bleiwirkung gefunden.

Für den Mars, der insbesondere etwas mit Blutkrankheiten zu tun hat, ist das leichter zu finden gewesen. Da hat man das Eisen gefunden. Also Mars = Eisen. Für den Mond, der in ganz anderem Verhältnisse steht, weil er die Erde umkreist, hat man aber doch etwas Ähnliches gefunden, nämlich das Silber: Mond = Silber.

Nun, diese Art und Weise, die Sache zu betrachten, die ist ja später vollständig verlassen worden. Aber Sie brauchen nicht zu glauben, daß das zu lang schon her ist, daß man die Sache verlassen hat. Das ist erst drei bis vier Jahrhunderte her, daß man solche Beobachtungen nicht mehr angestellt hat. Im 13., 14. Jahrhundert hat man durchaus noch solche Beobachtungen angestellt. Was hat man sich nun gesagt? Man hat sich gesagt: Das alles, was da als Planeten verteilt ist, das war einmal in einem Urbrei drinnen - die Geschichte vom Urbrei ist ja richtig-, in einem Weltennebel drinnen. Man muß sich nur nicht vorstellen, daß aus dem Weltennebel alles ohne geistige Wirkung herauskommen kann, sonst kommt das eben in Betracht, was ich Ihnen schon gesagt habe vom Weltenschulmeister, der dreht! Nein, man hat einmal gewußt: Es war alles in einer Art von Urbrei aufgelöst. Da gab es nicht Sonne, Mond und Erde, sondern alles war in einem Urbrei aufgelöst. Das hat sich später abgesondert.

Durch das Kupfer, das die Erde in sich hat, das Metall Kupfer hat heute noch der Planet Venus Einfluß. Als die Venus noch aufgelöst war in dem Urbrei, hat sie eine besondere Verwandtschaft gehabt zum Kupfer. Damals ist das entstanden, daß das Kupfer verwandt ist mit der Venus. Und als der Mond noch aufgelöst war in allem, war das Silber in einem besonderen Verhältnisse zum Mond.

Dieses Wissen war also nicht eine göttliche Offenbarung, auch nicht ein willkürlich-autoritatives Diktat, sondern es beruhte das auf den alten Beobachtungen. Und durch besondere Verhältnisse, namentlich dadurch, daß in den neueren Jahrhunderten die sogenannten zivilisierten Völker mehr mit den wilden Völkern zusammengekommen sind, hat sich zuerst durch eine Vermischung, durch eine geschlechtliche Vermischung der zivilisierten mit den wilden Völkern das herausgebildet, was die syphilitischen Erkrankungen sind.

Die syphilitischen Erkrankungen waren weniger da, als die Völker noch mehr in Rassen abgeschieden waren. Nicht wahr, bei Krankheiten, die so auftreten wie die syphilitischen, ist ja der Gang der, daß sie zunächst durch irgend etwas bewirkt werden, aber dann durch sich selbst sich fortpflanzen. Sie werden ansteckend. Ursprünglich müssen sie aber durch irgend etwas entstehen. Die syphilitischen Krankheiten sind dadurch entstanden, daß sich Menschen entferntstehender Rassen geschlechtlich miteinander vermischt haben. Und es kann überhaupt zum Beispiel keine syphilitische Ansteckung zustandekommen, wenn nicht eine wenn auch noch so verborgene kleine Wunde oder selbst nur eine kleine Schleißigkeit im Gewebe vorhanden ist. Der syphilitische Ansteckungsstoff muß ins Blut desjenigen Menschen hineinkommen, der zunächst nicht angesteckt ist. Also wenn Sie den syphilitischen Ansteckungsstoff einfach auf die Haut aufstreichen, und die Haut ist ganz dicht, so kann keine Ansteckung entstehen. Eine Ansteckung kann nur dann entstehen, wenn die Haut irgendwo so dünn ist, daß der Ansteckungsstoff durchkommen kann. Daraus können Sie ersehen, daß der syphilitische Ansteckungsstoff zunächst irgendwo entstehen muß, wo fremde Blutgegensätze zusammenkommen. Und dann natürlich pflanzt sich das Gift weiter fort. Aber ursprünglich ist das entstanden, als unter den Völkern eine größere Vermischung entstand. Und es wäre ja wahrscheinlich interessant, die Statistiken zu prüfen auch in bezug auf diese Krankheitsfälle jetzt, wo ja von gewisser Seite in Europa allerlei exotische Menschen verwendet werden, wobei man ja nicht immer verhindern kann, daß nun auch da, nicht wahr, im Sexuellen allerlei Ausschreitungen stattfinden.

Sehen Sie, das Auftauchen der Syphilis ist ja in einzelnen Fällen schon früher vorgekommen, aber das stärkere Auftreten der Syphilis ist erst in der neueren Zeit da, aber doch in der neueren Zeit, wo man noch etwas von dieser alten Wissenschaft wußte, so daß schon Beobachtungen darüber angestellt worden sind, daß sich Syphiliskranke leichter fühlen, wenn der Merkur von der Erde zugedeckt wird. Und dadurch hat man gefunden, daß das Quecksilber dem Merkur zugeteilt ist. Und auf diese Weise hat man allmählich so die Metalle den betreffenden Planeten zugeteilt:

Merkur — Quecksilber
Venus - Kupfer
Jupiter — Zinn
Saturn - Blei
Mars - Eisen
Mond - Silber

Man sagte sich: Als das alles in einem Urbrei aufgelöst war, da war einfach der Venusstoff dasjenige, was gemacht hat, daß sich in der Erde Kupfer ablagerte, der Mond dasjenige, was gemacht hat, daß sich auf der Erde Silber ablagerte.

Sehen Sie, diese Beobachtungen können ja auch noch fortgesetzt werden. Es ist sehr merkwürdig, wie in einer bestimmten Zeit gerade in bestimmten Kreisen das aufgetreten ist, daß man gewissermaßen diese alte Wissenschaft verheimlichen wollte. Da gibt es heute noch gewisse Bücher, die derjenige, der nicht wiederum Anthroposophie kennt, eigentlich gar nicht lesen kann, weil er ja nichts damit machen kann. Da stehen alle möglichen Sachen drinnen, aber die Leute können sie heute nicht mehr lesen. Es hat zum Beispiel ein schwedischer Forscher ein solches Buch von Basilius Valentinus, das ziemlich alt ist, bekommen und er hat vom heutigen Standpunkt der Chemie darüber geschrieben und hat gesagt: Das ist ja der reinste Unsinn, was der da sagt. — Er hat auch recht im Grunde genommen, wenn er sagt: Das ist ja der reinste Unsinn! — denn so, wie der heutige Chemiker die Ausdrücke Quecksilber, Eisen und so weiter gebraucht, haben sie ja gar keinen Bezug zum Menschen. Also derjenige, der heute ein glänzendes Genie in der Chemie ist, kann sich gar nichts denken bei dem, was da in solchen Büchern steht wie denjenigen von Basilius Valentinus. Er kann sich gar nichts dabei denken, hat auch recht, wenn er sagt: Das ist ein kompletter Unsinn.

Aber so ist es nicht, sondern der Basilius Valentinus schrieb noch zu einer Zeit, in der man zum Beispiel wußte: Die weibliche Periode kommt ungefähr nach achtundzwanzig Tagen. Der Mond wird auch voll nach achtundzwanzig Tagen. So gescheit waren nämlich die Alten auch, daß sie nicht dem Mondeneinfluß das zugeschrieben haben, daß das Weib Blut läßt. Aber sie haben sich gesagt: das kommt nach demselben Zeitrhythmus, also hat es früher einmal irgendwie zusammengehangen. Jetzt hat sich der Mensch frei gemacht von dem Zusammenhang. Nun, das war das eine, was man gewußt hat, daß also die Frau einen ähnlichen Rhythmus in sich hat, wie ihn das Weltenall in sich hat in dem Mondenbescheinen. Das war das eine, was man gewußt hat.

Das andere, was man wußte, war das Folgende. Man sagte sich: Wenn man eine Frau hat, die schwer gebiert, bei der die Geburtswehen furchtbar lange dauern, und man gibt ihr Silber, dann werden die Geburtswehen leichter. Das hat man wiederum gewußt. Man hat aber auch gewußt, daß unter gewissen Umständen bei Frauen, die so ausschauen, daß sie lange Geburtswehen haben könnten, die Geburtswehen nicht so schwer werden, wenn kein auf der Erde sichtbarer Mond da ist, wenn der Mond gewissermaßen zugedeckt ist. Und so hat man die Silberwirkung im Zusammenhange mit dem Mond gesehen.

Und bei Basilius Valentinus, da steht oftmals statt Silber Mond, und statt Mond Silber. Wenn also das der nordische Gelehrte liest, so kann er sich natürlich, auch wenn er noch so gut unterrichtet ist über das Silber, wie es in einem chemischen Prozeß wirkt, wenn er da bei Basilius Valentinus über das Silber liest, wenn er an bestimmten Stellen gar nicht Silber schreibt, sondern Mond schreibt -, ja da kann sich der nordische Gelehrte nichts mehr denken. Das ist sehr kompliziert. Aber sehen Sie, derjenige, der die Werke des Basilius Valentinus geschrieben hat, war ein Benediktinermönch. In den Benediktinerklöstern namentlich sind in alten Zeiten solche Dinge wie diese Wissenschaft wirklich in einem hohen Maße gepflegt worden. Und die Benediktinermönche waren außerordentlich gescheit in solchen Dingen.

Heute reist überall in deutschen Städten ein Pater Mager herum, der ist auch ein Benediktinermönch, aber der hält überall denselben Vortrag gegen die Anthroposophie. Überall in deutschen Städten wird von Pater Mager - vor ganz kurzer Zeit war er in Köln - gegen die Anthroposophie aufgetreten. Die Gegner sind ja immer sehr verschieden. Wenn die Jesuiten gegen die Anthroposophie reden, so ist es ja etwas anders, als wenn die Benediktiner gegen die Anthroposophie reden.

Ja, heute ist es so, heute unterdrückt die Kirche eine Wissenschaft, die über die Erde hinausgeht. Meine Herren, was hat in einer bestimmten Zeit angefangen? In einer bestimmten Zeit hat nämlich die Obrigkeit der Kirche angefangen, diese Wissenschaft nach und nach zu unterdrücken, die überall in den Klöstern geblüht hatte. Denn man braucht schließlich Zeit zu einer solchen Wissenschaft, und die Mönche haben diese Zeit gehabt, haben die alte Wissenschaft ausgebildet, sind dadurch in alten Zeiten ganz nützlich für die Menschheit gewesen. Aber man hat sie nach undnnach unterdrückt. Und diese Unterdrückung der geistigen Wissenschaft ist nämlich vielfach auf solche Weise zustande gekommen.

Das wissen die heutigen weltlichen Gelehrten, die nun ebenso wettern gegen diese Wissenschaft, gar nicht, daß sie in richtiger Beziehung die Schüler von solchen Mönchen der Kirche sind. Also ein solcher Monistenbund, wenn er gegen Anthroposophie auftritt, wettert natürlich auch gegen die Kirche, aber er weiß nicht, daß er ein ganz regelrechter Schüler der Kirche ist. Die heutigen Wissenschafter sind eigentlich in einem gewissen Sinne Benediktiner- oder Jesuitenschüler. Nur waren sie niemals in einem Seminar bei denen, sondern man kann heute ganz draußen in der Welt wirklich solche Gesinnung aufnehmen. Das ist natürlich dasjenige, was man bei einer solchen Sache berücksichtigen muß.

Und aus dem vorher Gesagten können Sie sehen, daß die Erde, auf der wir leben, die uns die verschiedenen Metalle gibt, eben einmal sich herauskristallisiert hat aus dem Urbrei. Aber dasjenige, was wir draußen sehen, das ist noch in der Erde zurückgeblieben in den Metallen. Was die Erde einmal zusammen mit der Venus gemacht hat, das ist im Metall Kupfer zurückgeblieben. Daher ist dasjenige, was durch die Venus besonders bewirkt wird, durch das Kupfer zu heilen.

Insbesondere treten die Heilungen dann ein, wenn heute noch diese Metalle aus den Pflanzen gewonnen werden. Nicht wahr, wenn das Metall schon in der Erde abgelagert ist, da ist es hart geworden. Da verliert es etwas von seiner Kraft, obwohl es bei Kopfkrankheiten noch immer wirksam ist. Aber es ist besonders wirksam, wenn man weiß: Da ist eine Pflanze, die hat zum Beispiel in ihren Blättern ziemlich viel Kupfer aufgelöst - es sind zwar immer kleine Mengen, aber man kann doch sagen: ziemlich viel. Es gibt solche Pflanzen, die in ihren Blättern Kupfer aufgelöst haben. Macht man dann aus solchen Pflanzen Heilmittel, so ist ein solches Heilmittel besonders brauchbar, wenn durch die Verdicklichung des Blutes Verdauungsstörungen von der Art eintreten, wie sie zu Typhus, Dysenterie und so weiter führen.

Und so hängt das, was man über die Pflanzen richtig wissen kann, zusammen mit dem Heilen. Und schon daraus können Sie sehen, daß heute die Dinge nicht mehr richtig stehen, denn wenn Sie heute ein noch so dickes Buch zum Beispiel über Botanik oder Pflanzenkunde aufschlagen, da lesen Sie alles mögliche darinnen, aber was besonders wichtig wäre, was namentlich die Mediziner lernen müßten: was für Metalle in der Blüte oder in der Wurzel aufgelöst sind, das finden Sie nämlich gar nicht in diesen Büchern. Es wird nur manchmal nebenbei erwähnt. Das ist aber gerade das ungemein Wichtige, weil uns das zeigt, daß eine Pflanze, die heute noch Kupfer zum Beispiel enthält, in ihrem ganzen Wachstum mit dem Planeten Venus zu tun hat, nämlich: sie wehrt sich gegen die Venuskraft eigentlich. Sie entwickelt die eigene Venuskraft dadurch, daß sie das Kupfer in sich aufnimmt.

Und so können wir sagen: Es gab einmal einen Zusammenhang der Erde mit allen Planeten, die heute um die Sonne herumkreisen, und dieser Einfluß ist in den Metallen zurückgeblieben. Das ist dasjenige, was mit Bezug auf diese Frage zunächst zu sagen ist.

Sie werden gerade daraus ersehen, wie ungemein wichtig es ist, daß man wiederum zurückgeht zu Beobachtungen von dieser Art, wie sie einmal da waren. Aber wir sind heute nicht mehr in derselben Lage, weil die Heilinstinkte, die einmal da waren, heute eigentlich nur die Ochsen und die Kühe und die Schafe haben, nicht mehr die Menschen. Die Tiere, die haben nämlich noch wunderbare Heilinstinkte und fressen das nicht, was ihnen schadet. Sie gehen vorbei an dem, was ihnen schadet. Beim Menschen geht das nicht mehr. Der hat nicht mehr diesen Heilinstinkt; und heute müssen wir schon auf dem Umweg einer geistigen Wissenschaft wiederum erkennen lernen, wie die Dinge alle hier im ganzen Planetensystem, überhaupt in der ganzen Welt mit dem Irdischen zusammenhängen. Und da muß man beim Anfang anfangen, da muß man wirklich richtig beim Anfang anfangen.

Da muß man zum Beispiel das Folgende sich sagen. Da muß man ausgehen von solchen Erkrankungen, die den menschlichen Unterleib ergreifen. Wenn man solche Erkrankungen hat, die den menschlichen Unterleib ergreifen, dann bekommt man eine Erkenntnis heraus, die uns sagt: Besonders hilfreich für den menschlichen Unterleib ist dasjenige, was sich in den Blüten, oder höchstens noch in den Blättern der Pflanze findet. Wenn wir da gewisse Stoffe aus den Blüten und aus den Blättern der Pflanze gewinnen, so können wir daraus gute Heilmittel machen für dasjenige, was mit dem menschlichen Unterleib zusammenhängt.

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Nehmen wir aber unsere Stoffe aus den Wurzeln der Pflanzen zum Beispiel, dann bekommen wir besonders gute Heilmittel für alles dasjenige, was mit dem Kopf des Menschen zusammenhängt. Die Sache ist nämlich umgekehrt bei der Pflanze und beim Menschen. Bei der Pflanze ist es so, daß die Wurzel unten ist, die Blüte oben. Der Mensch ist nämlich eine umgekehrte Pflanze. Dasjenige, was bei der Pflanze das Wurzelhafte ist, das ist eigentlich im Kopf des Menschen, und was das Blütenhafte ist, das ist mehr gegen den Unterleib zu. Das können Sie ja schon an der äußeren Gestalt sehen. Der Mensch hat den Kopf oben, und die Befruchtungsorgane unten. Die Pflanze hat die Wurzel unten, wächst heraus, und die Blüte hat die Befruchtungsorgane. Die sind oben. Das können Sie zum Beispiel daraus ersehen: Wenn Sie also einen Menschen nehmen, und Sie stecken hier (beim Kopf) die Wurzel einer entsprechend großen Pflanze herein, da den Stengel, die Blätter, so kommen Sie mit der Blüte gerade just bis zu den Unterleibsorganen. Da steckt nämlich eine ganze Pflanze drinnen in dem Menschen, nur wächst sie von oben nach unten. Der Mensch ist auch in einer gewissen Weise Pflanze. Ist das nicht ersichtlich? Nicht wahr, der Mensch ist in einer gewissen Weise Pflanze! Ja, meine Herren, das ist so ersichtlich, daß es jedem gleich auffallen muß. Das Tier steht nämlich mitten drinnen. Da ist die Pflanze horizontal gelegt.

Das ist aber so, daß es nicht nur bildlich so ausschaut, sondern diese Pflanze ist auch wirklich im Menschen drinnen. Natürlich bildet sie sich aus in Gemäßheit der menschlichen Gestalt. Aber nehmen Sie an, ich zeichne da ordentlich diese Pflanze, gebe ihr eine ordentliche Wurzelknolle und nachher die verschiedenen Stengel, also ich mache einen richtigen Baum, der nur von oben nach unten geht, dann sich wieder ein bißchen gipfelt, und jetzt lasse ich das ein bißchen abdörren, ein bißchen immer sterben — da haben Sie das Nervensystem! Das ist nämlich das Nervensystem. Das Nervensystem ist nämlich eine umgekehrte Pflanze, die im Menschen drinnensteckt, und die nur immer ein bißchen abstirbt.

Nun sehen Sie, jetzt weiß man: Die Pflanzen, die wachsen aus der Erde heraus. Zuerst muß der Winter da sein, nachher kommt der Frühling und der Sommer. Die locken die Pflanzen aus der Erde heraus, der Frühling und der Sommer. Da drinnen in der Erde ist die Winterkraft.

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Dadurch knollt sich die Pflanze, hat ihre Wurzelkraft. Dann kommt die Sommerkraft; die Pflanze wird herausgelockt. Ja, das kommt alles von der Erdenumgebung, daß die Pflanzen da herausgelockt werden. Da sitzen die Metalle drin, sagen wir, da sitzt Kupfer drin. Die Sonne konnte nichts anderes tun, als eine Pflanze, die in der Erde sitzt, herauslocken. Dann wehrt sich die Pflanze gegen die Venuskräfte, wenn sie einmal herausgelockt ist. Von der Winterkraft der Erde und der Sommerkraft der ganzen Welt wächst zusammen diese Pflanze.

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Ja, meine Herren, aber der Mensch muß ja diese Winterkraft im Kopfe drinnen haben, denn bei ihm wächst ja immerfort das ganze Jahr - zum Beispiel das kleine Kind kann das ganze Jahr durch geboren werden -, bei ihm wächst immerfort diese Wurzel der Nerven nach unten, und der Mensch muß also diese Winterkraft im Winter und im Sommer im Kopf haben. Heute kann er im Sommer nicht von außen die Winterkraft im Kopfe haben. Das heißt also, der Mensch muß einmal in früheren Zeiten, als er noch so war, wie ich es Ihnen erzählt habe, in dem Urbrei, in dem die Erde noch mit den anderen Planeten war, diese Winterkraft aufgenommen haben und hat sie eben bis heute vererbt. Also er hat die Winterkraft in seinem Kopfe aus sehr alten Zeiten. Der Kopf des Menschen ist eigentlich in alten Zeiten schon gemacht worden und bis heute so geblieben, wie er ist. Da kommen wir wieder darauf, daß der Kopf des Menschen verwandt sein muß mit demjenigen, was in alten Zeiten auf der Erde entstanden ist und heute auf der Erde schon ganz verhärtet ist.

Nun, gehen Sie hinaus ins Urgebirge, in die Mittelschweiz, so finden Sie da ganz besonders Granit und Gneis. In diesem Granit und Gneis ist der wirksamste Stoff die Kieselsäure, die dann im Quarz für sich ist, Kieselsäure, Kiesel. Das ist also der älteste Stoff der Erde auch. Das muß verwandt sein mit den menschlichen Kopfkräften. Daher kann man Kopfkrankheiten am leichtesten heilen, wenn man Heilmittel macht aus Kiesel, weil man da dem Kopf des Menschen beikommt. Denn in der Zeit, als der Kiesel noch eine besondere Rolle auf Erden gespielt hat, noch im Urbrei drinnen war, nicht so hart war — heute ist er hart in Granit und Gneis drinnen —, damals aber, als der Kiesel noch wie Flüssigkeit dahinfloß, da sind die Kräfte, die heute im menschlichen Kopfe sind, gebildet worden — die Winterkräfte - und haben sich erhalten.

Und so muß man wirklich aus der Naturgeschichte der ganzen Erde Aufschlüsse über den Menschen geben. Das hängt noch mit der Frage zusammen, die Sie gestellt haben. Das ist dasjenige, was ich Ihnen in bezug auf diese Frage sagen wollte, meine Herren. Auf Wiedersehen!

German original of The Relationship of the Planets to the Metals and their Healing Effects · ← Previous · Next →