Goethe and the Present
GA 68c — 28 November 1909, Leipzig
XXIX. Das Wesen Des Egoismus (Goethes «Wilhelm Meister»)
Man soll nie die Dinge verwechseln mit den Worten, besonders mit Schlagworten. Wenn wir die Bereicherung des eigenen Selbst als Egoismus auffassen, müssten wir die Egoität in eine Kategorie hineinstellen, zu der sie gehört. [Streben wir Bereicherung des eigenen Selbst an, müssen wir uns zunächst mit der menschlichen Natur befassen und komme ich hier vorerst auf das Ich, welches sich in den drei menschlichen Leibern verschiedentlich geltend machen kann.] Ich habe Ihnen schon oft gesprochen von unseren vier Leibern. Das Ich drin ist nur ein anderer Name für das Selbst. Es durchdringt mit seiner Substanzialität die drei Leiber, macht sich in ihnen in verschiedener Kraft geltend.
In Bezug auf den physischen Leib hat der Mensch es nicht in seiner Willkür, dieses Ich, das sich in ihm fester geltend macht, als es sollte, [zu zügeln. Es geht nicht]. Warum tut es das? Weil der Mensch einmal in seiner Entwicklung einen Einfluss in der lemurischen Zeit erfahren hat, den luziferischen Einfluss. Der Mensch ist durchsetzt von den luziferischen Wesenheiten. Auf allen drei Leibesgebieten macht sich das geltend. [Später wird es dem Menschen gelingen, auf alle drei Leiber zu wirken; jetzt gelingt es ihm bloß auf seinen astralischen Leib, auf seine Begierden und Leidenschaften.] Sie wissen, dass der Mensch immer mehr und mehr fähig wird, die Leiber umzuarbeiten. Heute hat er dies in der Hand beim astralischen Leib. Schwieriger ist es beim Ätherleib. Und beim physischen Leib [hat er willkürlich gar keinen Einfluss], liegt das erst in einer fernen Zukunft. Es wird erst möglich werden durch die okkulte Entwicklung des Atmungsprozesses, [da entwickelt er «Atma» in sich, was durch ein besonderes Atmen geschieht]. Der Teil vom Ätherleib, den wir umarbeiten, [entwickelt «Budhi» in sich, und jetzt, wo er auf seinen Astralleib wirken kann, entwickelt er «Manas», Diese Einwirkungen sind Umbildungen der verschiedenen Leiber. Die seinerzeit stattgefundene Beeinflussung durch luziferische Wesenheiten bezeichnet man mit «Schlange», und durch diese Beeinflussung des Menschen wurde das Ich des Menschen zur stärkeren Betätigung gebracht.] Wenn heute das Ich sich stärker geltend macht im physischen Leib, als das ohne den luziferischen Einfluss in der lemurischen Zeit wäre — Schlange im Paradies —, so kann der Mensch nichts machen. Luzifer bringt eben das Ich zu intensiverer Wirkung im physischen Leib. Das Erste, was dadurch entstanden ist, ist der Tod. Der Tod ist die unmittelbare Folge eines verstärkten Ichs. [Und der Tod wird nicht mehr kommen, wenn der Einfluss der luziferischen Wesenheiten überwunden ist.]
Was würde ohne Luzifer eingetreten sein? Wir brauchen nur zu schildern, wie der Mensch sein würde. Er würde alt werden, aber beginnen, durch die seelischen Kräfte seine Muskeln und Knochen aufzuweichen, Teile loslösen, materielle Teile nach und nach ausschwitzen. Er würde dadurch fähig, andere Materie anzuziehen und neu den Leib aufzubauen. Es wäre eine Verwandlung da, die sich bewusst vollziehen würde, ein wohltuender Prozess. [Das kann er jetzt noch nicht, und daher tritt der Tod ein, die Materie aufzulösen.] Der Tod ist eingetreten durch das Dichterwerden des Knochensystems. [Krankheit würde nicht da sein, wenn die Kraft des Ich nicht so stark arbeitete.] Diese Unfähigkeit, seine eigene Materie aufzulösen, das ist der Tod. Wenn die Erde am Ende ihrer Entwicklung sein wird, macht sie eine Metamorphose durch. Anders ist das nun durch diese Verfestigung durch den Luzifer. Durch seinen Einfluss kommt die Krankheit. Darauf hat der Mensch wiederum gegenwärtig keinen Einfluss. In den Prozessen, die sich so vollziehen sollten wie Auflösung und Zusammensetzung, und nun nicht sich so abspielen, überwiegt die Ursache der Krankheiten. Das Tagesdenken ist ein fortwährendes Auflösen von Substanzen im Gehirn. [In der Nacht werden die aufgelösten Teile wieder zusammengesetzt durch die geistige Welt.] Die Nacht ist dazu da, aus der geistigen Welt Kräfte hereinzusenden. [Irgendwie muss Gleichgewicht im Abbau und Aufbau sein.] In dem Augenblick, wo nachts nicht so viel eingebaut wird, als am Tag aufgelöst wird, ist die Krankheit da. Die Krankheit kann nur dadurch eintreten, dass im Organismus ein zu stark sich geltend machendes Ich wirkt.
Nun, im Ätherleib, wie ist da die Betätigung [durch ein zu stark wirkendes Ich]? Sie macht sich geltend durch die Möglichkeit des Irrtums auf der einen und der Lüge auf der andern Seite. Dem Irrtum ist der Mensch dadurch unterworfen, dass das Ich zu sehr im Ätherleib arbeitet, nicht im Einklang dabei steht mit der Außenwelt. Nun, und die Lüge? [Wenn wir lügen, bildet sich diese Gedankenform als reale Tatsache, und es entsteht in der geistigen Welt, was wir in der physischen eine Explosion nennen.] Würde das Ich nicht so verschmelzen im Ätherleib, so würde der Mensch wissen, dass, was nicht in Übereinstimmung mit der Wahrheit, der Wirklichkeit ist, Zerstörung bewirkt, eine Explosion. Die müssen wir aufnehmen in unser Karma, zerstören unsere Lebenslaufbahn, bis wir sie wieder ausgeglichen haben. Wer lügt, zerstört sich so viel in seinem Karma wie Bombenexplosionen in der physischen Welt. Lüge und Irrtum werden also bewirkt durch ein zu starkes Sich-geltend-Machen des Ichs im Ätherleib.
Der Astralleib wird dadurch, dass das Ich über das Maß des geltend Machens hinausgeht, mit dem erfüllt, was man Selbstsucht, Egoismus nennt. Wir müssen uns darüber klar sein in dem Moment, wo wir den Egoismus im Astralleib genau studieren. Der Astralleib besteht aus Empfindungsleib und aus Empfindungsseele. Wir müssen das genau unterscheiden. Der Empfindungsleib ist astraler Natur, aber von außen dem Menschen aufgebaut während der Mondenzeit. Nun wird in dem Empfindungsleib auf unterbewusster Stufe herausgesondert die Substanz der Empfindungsseele. Was Empfindungsleib ist, das ist beim Menschen ganz in Ordnung. Daher hat er die Möglichkeit, die Umwelt ordnungsgemäß zu empfinden. Schopenhauer [hielt nur die Vorstellung fest]: die Welt als Vorstellung. [Er sagte:] Ohne Auge kein Licht. Wahr ist aber auch: Ohne Licht kein Auge. Denn das physische Licht ist ganz durchflutet durch astralisches Licht, und das ist, was das Auge herausgebildet hat [aus dem Menschen]. So ist es Astralisches, was im Menschen Astralisches herausholt und dann ausmeißelt.
[Zuerst werden durch das Hineinfließen der astralischen Substanz die astralischen Sinne ausgebildet.] Dadurch kommen wir in Harmonie mit der Außenwelt. Wenn wir nur den Empfindungsleib hätten, würden wir seelenlose Geschöpfe sein, [wir würden mit dem Auge sehen], aber ohne Freude; [die Außenwelt würde sich nur in uns spiegeln]. Nun haben wir aber dazu die Empfindungsseele. Im Empfindungsleib wird das Ich wenig stärker sein können, als das richtige Maß gewesen wäre, ohne den Einfluss des Luzifer. [Der Einfluss der luziferischen Wesenheiten macht sich geltend in der Empfindungsseele, an den Empfindungsleib kommt er nicht heran.] Das wirkt sich aus in der Empfindungsseele. Dann entsteht der Missklang. Das ist der Egoismus. Wenn das Ich zu stark die Kräfte der Empfindungsseele zusammenschnürt, dann entsteht der Egoismus. Der Empfindungsleib nimmt auch dann schöne Eindrücke auf, die Empfindungsseele kann sich aber nicht daran freuen. Die Welt gibt die Farben. Die Empfindungsseele soll sich hineinergießen in das, was der Empfindungsleib gibt. Wer die Möglichkeit findet, aus sich so weit herauszugehen, dass er die Welt umfasst, macht sein Ich kräftig. Dieser Egoismus ist gesund, weil inhaltreich. Alle Wesen sollen das tun.
Wenn die Rose selbst sich schmückt, schmückt sie auch den Garten.
Schiller sagt:
Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend — das ist’s!
Angelus Silesius:
Die Ros’ ist ohn’ Warum,
sie blühet, weil sie blühet;
sie acht'’t nicht ihrer selbst,
fragt nicht, ob man sie siehet.
Derjenige Mensch wird seinen Mitmenschen am meisten dienen, der so viel als möglich eigene Fähigkeiten entwickelt. Keine Kräfte, die in uns sind, unentwickelt zu lassen führt uns zum Heil. [Nun ist aber bei dem Streben, seine Kräfte so viel als möglich zu entwickeln], die Gefahr, in verderblichen Egoismus zu geraten, aber ohne das könnte der Mensch keine Freiheit entwickeln. [Und so kann der Egoismus den einen zum Heil, den anderen zum Unheil führen.] Bei der Pflanze ist gesorgt, dass sie über das Maß nicht gehen kann. Wenn die Blüte am schönsten ist, bringt sie ihr eigenes Wesen heraus. In dem Moment, wo die Gefahr besteht, ihr Ich herauszustellen, die Selbstheit zu entwickeln, kommt der Blütenstaub, und die Blüte muss zum Keim übergehen, stirbt ab. Dies Gesetz gilt in gewisser Weise auch für den Menschen. Der erlebt auch, wenn er den Einklang schafft zwischen Empfindungsseele und Empfindungsleib, dass er in dem Moment, wo er verhärtet, sich nicht in die Welt ausgießt, dahinwelkt. Es gibt Menschen, die den Einklang schaffen zwischen dem, was in die Seele einströmt, und was sie erlebt. Die sind dann harmonisch. Das muss durch die Erziehung angestrebt werden. [Die Menschen aber, bei denen das Ich zu sehr in der Empfindungsseele wirkt, ohne Ausgleich nach außen, also wo das Ein- und Ausströmen nicht harmonisch ist, diese veröden.] Die können auch vor einem Kunstwerk nichts empfinden. Das ist das Geheimnis des Geschehens im Egoismus. Die Menschen müssen die Möglichkeit finden, zu entflammen an den Eindrücken der Natur, [bei Kunstwerken etwas empfinden lernen]. Der Arzt müsste sich hineinversetzen in das, was die Seele erlebt; [bis in die äußeren Bewegungen hinein, zum Beispiel beim Turnen, muss ein inneres Empfinden dringen]. Er muss sich freuen können an der Umwelt, das ist ein Geistgläubiger.
Auf anderem Gebiet [müssen] wir diese Harmonie [herstellen, zum Beispiel] in der Erkenntnis [unseres Selbst]. In unserer Erkenntnis selber müssen wir die Harmonie finden. «Erkenne dich selbst» wird oft falsch verstanden. [Unser wahres Selbst mit der] Welterkenntnis [in Einklang zu bringen], ist Selbsterkenntnis, ist ein Stück in der Erziehung des Menschen zu jener Selbsterkenntnis, welche selbstlos ist; zur berechtigten Selbstlosigkeit, sodass sich das Ich wieder ergießt in die Welt. Nur nicht in sich hineinbrüten! Das verhärtet. Selbsterkenntnis ist etwas, was uns dazu führt, aufzublühen. Sonst welken wir dahin als Sonderlinge, als blasse Neidlinge. Suchen wir den Gott nur in uns, so stellen wir uns in Missklang zu der Welt. Suchen wir ihn in der Welterkenntnis, [wirken wir nach außen], dann gibt es ein herstellendes Gleichgewicht in unseren Willensimpulsen. Das ist ein wichtiges Gesetz in Bezug auf das, was wir wollen. Denn nichts wirkt, solange es in unserem Innern bleibt, sondern erst, wenn es aus uns heraustritt. Dann wirkt es zu unserem Gedeihen, wenn es [von außen] im Spiegel uns entgegentritt. Das sind die bestdenkbaren Taten: hinauszusetzen in die Welt das Getane. Sie sind das Belebende. [So lange kann der Mensch sein Ich reich machen, als die Förderung des eigenen Ich ihn belebt.] Die besten Taten des Egoisten, seinetwegen getan, fördern ihn nicht. In dem Augenblick, wo der Egoismus einen gewissen Grad übersteigt, ertötet er die Seele. Viele sind unbefriedigt und verödet, viele Egoisten leben in der Verwelkung. Der Egoismus, der über sein Ziel hinausschießt, kehrt sich gegen den Egoisten selber. Wenn der Mensch in der Entfaltung seines Ichs die Grenze überschreitet, verödet er. [Der Egoist lebt in der Verwelkung.] Das würde mehr hervortreten, wenn der Mensch nicht in einer äußerlichen Gesellschaft lebte. Wir stehen in einem Zusammenhang, wir Menschen, und so trägt hier nicht der Egoist die Wirkung seines Egoismus, sondern ein anderer muss sie tragen. Für den Egoisten selbst drückt sich dies erst im Karma aus.
«Wilhelm Meister» behandelt das Problem des Egoisten. Was will Wilhelm Meister? Nichts anderes als seine Individualität so reich und vollkommen als möglich machen. Deshalb verlässt er seinen Beruf für den Beruf, in dem er die größte Freiheit erwartet, damit alles von außen auf ihn einwirken kann. Goethe zeigt, wohin Wilhelm Meister der Irrtum getrieben hat. Er wusste, dass es eine geistige Gesetzmäßigkeit gibt. Goethe selbst nannte die Menschheit das große Individuum und so weiter. Er sagte: Wilhelm Meister ist ein recht armer Hund. Aber es gibt doch eine Führung im Menschen, die ihn immer wieder auf das Richtige bringt. Das ist das große Karmagesetz, das uns nicht erlaubt, Dummheiten zu machen, ohne im andern Leben Gescheitheiten zu machen. Man hat schwer getadelt, dass Goethe die geheime Führung merken lässt. Es kann niemand mehr in einem anderen Menschen sehen, als er selbst ist. So schildern moderne Biographen Goethe als Philister - [Engel ist ein grotesker, ungeheuerlicher Goethe-Darsteller]. Goethe wurde 1780 Mitglied der Freimaurer-Loge «Herzogin Amalie» — Symbol für geistiges Führen.
Die beste Erklärung des «Hamlet» ist im «Wilhelm Meister». In den «Bekenntnissen einer schönen Seele» zeigt sich — wörtlich fast — die Susanne von Klettenberg, wie ein Spiegelbild ihrer Entwicklung. Makarie hat in ihrer Krankheit möglichst viel in ihr Inneres hineingebrütet, aber die innere Natur sucht die Außenwelt wieder im eigenen Innern, findet Umgang mit göttlichen Wesenheiten im eigenen Wesen, genießt dies Vorleben der Mystik. Sie erreicht eine hohe Stufe. Die gesunde Natur drängt darüber hinaus und kommt [durch ein] wichtiges Ereignis [dazu, zu fragen]: Ist Gott nur im Innern? Da wendet sich ihr Blick nach Palästina, zum Christentum. Christus wurde Mensch, machte alles durch bis zum Tode. Als sie das gründlich verstand, sagte sie: In jeder Blume offenbart sich die Gottheit heraus aus dem Innern in die Welt. Jetzt lebt sie mit das Ereignis von Golgatha. Susanne von Klettenberg gab Goethe einen bedeutsamen Stoß für seine innere Entwicklung. Er ist nie stehen geblieben.
Die «Lehrjahre» sind vollendet worden unter Schillers Kritik. Die «Wanderjahre» sind unter eigentümlichen Umständen entstanden. Es stellte sich nämlich heraus, dass der Setzer schneller druckte, als Goethe schreiben konnte; und anfangs [half er] nach [mit Sachen, die er früher geschrieben hatte: Der heilige Joseph, Mann von 50 Jahren, Melusine und andere]. Zuletzt kam er nicht nach, gab es Eckermann zum Überarbeiten. So kamen die «Wanderjahre» zustande. Aber es kommt dabei in Betracht, dass alles, was Goethe schrieb, voll von höchster Lebensweisheit ist [und es ist ein gedrängter Auszug seiner eigenen Entwicklung]. Jedes bedeutet eine Etappe seiner eigenen Entwicklung, ist eine Werdestufe Goethe’scher Entwicklung. So verfließt dann das Leben wie eine Komposition, wenn es nur in richtiger Weise aufgenommen wird und wirken kann auf die Individualität. Da ist manches hervorgegangen aus Goethes Werdegang. Nehmen wir die «Pädagogische Provinz»: Die Jungen haben drei Gebärden. [Zeichen der] Einsicht in die Wirkung der Symbole. [Es sind drei religiöse Stufen.] Das Beste aus den drei religiösen Kategorien: [Eine Gebärde nach oben, nach unten, nach seinesgleichen versinnbildlichen reale Ehrfurcht vor dem Höchsten, vor denen, die unter uns stehen, und vor unseresgleichen.] Nach oben nennt Goethe die erste Ehrfurchtsrichtung, die zweite zu seinesgleichen, dann die Ehrfurcht nach unten. Auch was unter uns ist, ist gottentstanden. Dann haben wir die Ehrfurcht [vor] der Religion, weil die Gottheit heruntergestiegen ist. Indem der [Schüler] sich hineinlebt in das, was die Gebärde zeigt, soll die Gebärde sich hineinziehen in seine Seele. Die Jungen sind verschieden bekleidet. Warum? Um die Individualität zu bilden, sollen sie sich selber die Farben wählen.
Der Schluss zeigt, wie das Ich sich erweitert über die ganze Welt in Makarie, die innerlich schaut die Gesetze der Sterne — sie hat einen Astronomen zur Seite —, ihre Maße aus dem Sonnensystem. Selbstloses Erkennen, das selbst in der Welt aufgeht — wo Goethe in feinsinniger Weise das ganze Empfindungsleben solcher hellsehender Wesen schildert. Der okkulte Blick in die Welt ist am Schluss des «Wilhelm Meister» in Makarie geschildert, denn Goethe will die Entfaltung des Selbst schildern.
So zeigt Goethe in «Wilhelm Meister» das Ich, das von Stufe zu Stufe steigt, reicher und immer reicher wird im Hineinwachsen des Ichs in das Weltproblem. Damit das Menschenwesen nicht zum Tode führt, muss die Hülle zerreißen. Die Arbeit ist wahr und echt.