Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-03-14

GA 266a/1908-03-14 · 1908-03-14 · original · 20 passages · 5296 words
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## GA 266/1 — 1908-03-14, Berlin

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Berlin, 14. März 1908 * Die Textvorlage hat hier den Zusatz: «(nach dem Geist)».

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Aufzeichnung Α _______________ Speis, tränk und ernähr sie im Feuer So leben und sterben sie im Feuer Und sind Feuer und bleiben im Feuer Ihr Silber und Gold wird alles zu Feuer Und wird endlich ein vierfach philosophisch Feuer. * Diese Zeilen und das obige Diagramm sind ein Meditationsstoff, welcher, wenn der esoterische Schüler sie zum Üben benutzt, ihm viel Kraft gibt. Während der Saturnperiode gab es keinen materiellen Planeten, sondern nur einen Wärmeglobus, auf welchem die Geister der Finsternis, die Asuras, ihre Menschheit erreichten. Das Blut, was wir damals hatten, war dunkel. Es war ein verborgen glimmendes Feuer, vielmehr Wärme auf jenem Planeten, aber kein Licht. Das Saturnprinzip ist männlich.** Als der Saturn verschwand und die Sonne aus dem Dunkel aufstieg, veranlaßte das zweite Element, die Luft mit ihrem Brennmaterial, dem Sauerstoff, daß das Saturnfeuer in Flammen hervorschlug (aufflammte), und nun gab es Licht, wie es symbolisiert wird durch die alchemistische Substanz «Schwefel». Dann wandelte sich das schwarze Blut in gelbes um. Während der Mondperiode war die ganze Atmosphäre wäßrig. Es war kein Wasser, wie wir es kennen. Das Wasser war geteilt in ganz kleine Teilchen, die kugelförmig waren und die sich durcheinander bewegten mit ungeheurer Schnelligkeit. Dieser Zustand der Mondensubstanz findet sich wieder in dem flüssigen «Merkur», welches sich auch in ganz kleine Kügelchen trennt und tätiger (beweglicher) ist als alle anderen Substanzen. So wie diese Substanz weiß ist, so ist das Blut während der Mondperiode weiß, und es wird zu Gestalten geformt durch den Weltenton. Diese Formen sind weiblich. Der ganze Mond stellt das weibliche Prinzip dar. _______________ * Vgl. hierzu den ursprünglichen Spruch der Rosenkreuzer in den Hinweisen, Seite 589, und das Faksimile Seite 358. ** Andere Aufzeichnung: «Das Saturnprinzip war männlich.» Während der Erdenperiode erscheint das vierte Element, Erde, in Verbindung mit der dritten alchemistischen Substanz «Salz», welches das Symbol der Kristallisation und der Auflösung ist. Und hier erscheint zuerst das Männliche. So wird unsere gegenwärtige Menschheit auf der Erde gestaltet mit ihrem roten Blut. Alles, was sich auflöst, ist Salz Wir haben so vier Arten von Feuer in den vier Arten des Blutes, welche wir in der Vergangenheit gehabt haben: schwarzes Blut oder schwarzes Feuer in der Saturnperiode, gelbes Blut oder gelbes Feuer in der Sonnenperiode, weißes Blut oder weißes Feuer in der Mondperiode, und rotes Blut oder rotes Feuer in der Erdenperiode. Die Hitze oder Wärme, die jetzt in unserem Blute lebt, ist die Hitze des Planeten Saturn. Diese verschiedenen Arten des Blutes oder Feuers sind noch in uns und bilden die Werkzeuge für Geister, die in uns und auf uns wirken, bis wir genügend individualisiert [sein] werden, um alle Funktionen zu übernehmen, die von diesen Geistern ausgeübt werden. Die Luft, welche wir einatmen, ist das Werkzeug, der Träger oder Körper einer [bestimmten] Art von Geistern; die Lichtstrahlen, die in unser Auge dringen, tragen in sich einen Lichtgeist, der auf unsere Augen wirkt; in der Wärme unseres Blutes, dem Ich, finden die Geister des Saturn ihren Angriffspunkt. Einige von ihnen sind sehr böse und gefährlich. Der Weg zur Beherrschung unserer Werkzeuge ist gezeigt in den Zeilen auf der ersten Seite.* Die vier Arten des Feuers beziehen sich auf den wesentlichen Teil unserer vier unteren Hüllen, die die «Kinder des Ichs» sind. Diese müssen im «Feuer des Geistes verbrannt werden», damit sie das vierfache philosophische Feuer werden können in der Vulkanperiode. Wir müssen «Feuer zu Feuer fügen»; das Feuer der niederen Leidenschaft muß geläutert werden durch die Vereinigung mit dem höheren, spirituellen Feuer. Wie das geschieht, wird vielleicht klarer hervorgehen, wenn * Siehe Seite 340.

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_______________ wir sehen, daß unser ganzes Leben von vier Arten der Tätigkeit ausgefüllt wird: Mit unsern physischen Sinnen nehmen wir die Umwelt wahr. Mit unserem Lebensleib fühlen wir Sympathie oder Antipathie gegen andere. Mit unserem Begierdenleib fühlen wir Wünsche und Gemütsbewegungen. Mit unserem Verstande formen wir Schlüsse, Entscheidungen. Das ist der wichtigste Teil, daß wir Schlüsse und Entscheidungen bilden. Wir können unsere Ansicht über ein Ding ändern, aber der einmal gefaßte Entschluß bleibt bestehen, und das Resultat eines ganzen Manvantaras hängt ab von den während der Dauer desselben gefaßten Entschlüssen. So wie das Feuer die Asche des verbrannten Materials zurückläßt, so läßt der Entschluß oder eine Entscheidung etwas Gutes oder Schlechtes zurück, was immer bleibt. Der okkulte Grundsatz heißt deshalb: Handle niemals, wenn du im Zweifel bist. So wie der Gedanke Asche hinterläßt, stärkt er die Knochen. Wenn daher jemand an Rachitis leidet, wird gelehrt, daß er abstraktes Denken üben muß, wie in der Geometrie, sinnlichkeitsfreies Denken. Es wird ihm dann besser ergehen als einem, der keine solche Bildung hat. Unsere Sympathie oder Antipathie wirkt auf den Ätherkörper. Wir können das leicht erkennen durch die gewöhnliche Beobachtung. Wir wissen, daß der Ätherleib die Drüsen beherrscht. Wenn nun zum Beispiel ein Feinschmecker etwa köstliche Speisen sieht, so werden seine Speicheldrüsen in Tätigkeit versetzt, und «das Wasser läuft ihm im Munde zusammen». In dem Maße, wie wir uns selbst beherrschen lernen und unsere Sympathie oder Antipathie ins Gleichgewicht bringen, in dem Maße trocknen die Drüsen in unserem Körper aus und werden wie die Rinde des Baumes, die das Innere schützt. In der Pflanze steigen die Säfte auf und nieder. Daher kann sie der Winterkälte keinen Widerstand bieten; sie stirbt. Der Baum dagegen gestattet der Außenseite, auszutrocknen und

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Rinde zu werden, wodurch er sich vor den einschneidenden Wirkungen der Stürme und der Kälte schützt. So ist der Eingeweihte. Sein Lebenskörper stirbt nicht von einer Inkarnation zur andern. So waren die Druiden. Und «Druide» bedeutet «Eiche», welche der stärkste unter den Bäumen ist. Das Blut ist das Werkzeug des Ich. Die Saturngeister arbeiten in der Wärme unseres Blutes, wie Christus im Blute des Jesus wirkte. Jesus war dreißig Jahre alt, als der Christus in ihn eintrat. Während dieser dreißig Jahre hatte Jesus seinen physischen, Äther- und Astralleib bearbeitet. Dann ergriff der Christus Besitz von dem Blute, und in den drei Jahren reinigte er es. Darum mußte das Blut fließen. Wenn wir unsere vier Körper auf dieselbe Art gereinigt haben, dann werden wir das vierfache philosophische Feuer haben, welches zur Vulkanperiode gehört. Wir haben in der vorigen esoterischen Stunde gesehen, wie die Materie des Saturn aus Feuer, aus Wärme bestand. Das Saturnfeuer war dunkel, schwarz. Auf der Sonne differenzierte sich dieses Feuer in Luft und Licht. Dadurch, daß die Luft verbrannte*, leuchtete die alte Sonne auf, in den Weltenraum hinaus. Es fand also statt ein Verbrennungsprozeß. Der alte Mond bestand _______________ * Müßte heißen: «Dadurch, daß durch die Luft das Feuer aufflammte ...»; vgl. Aufzeichnung A.

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* Aufzeichnung Β aus Wassermaterie. Es waren da lauter Tropfen, die hin und her wirbelten, es drückt sich dies aus im Merkurialprinzip. Die Tropfen waren untereinander getrennt und wurden in mannigfacher Weise angeordnet durch den Schall, der vom All den Mond durchdrang. Auf diese Weise entstand das weibliche Prinzip. Auf der Erde nannte man denjenigen Teil der Erdenmaterie, der sich im Wasser auflöste, Salz. Dieses ist eine bedeutsame Tatsache im Weltgeschehen. Erst auf der Erde konnte aus der Essenz der Erdmaterie das männliche Prinzip entstehen. Und erst hieraus konnte als Krönung der Mensch erwachsen. Der Mensch trägt die vier Elemente gleichsam heute in sich. Schauen wir uns den Menschen auf dem alten Saturn an, so finden wir ihn als ein Spiegelbild der Gottheit. Umgeben war er von der Feuermaterie. Diese Feuermaterie, die auf dem Saturn außerhalb des Menschen war, ist heute seine Blutwärme. In unserem heutigen Blut findet die Feuermaterie des Saturn ihren Ausdruck. Wir wissen, daß die Geister der Persönlichkeit uns den Egoismus gebracht haben, mit seinem Nutzen und Schaden für uns. Diese Geister der Persönlichkeit machten auf dem Saturn ihre Menschenentwicklung durch. Sie badeten sich in dem feurigen Blute, sie schwammen darinnen. Diese Geister blieben daher in einem gewissen Zusammenhange mit dem Menschen. Und diejenigen Geister der Persönlichkeit, die in der Entwicklung zurückgeblieben sind und die noch das Verlangen in sich tragen, sich im Blut des Menschen zu baden, werden in der Zukunft einen sehr schlimmen Einfluß gerade auf die allerniedrigsten Triebe des Blutes haben, wenn sie sich in demselben verankern. Helfen kann hier nur eine spirituelle Entwicklung, die dergleichen Gefahren kennt. - Wir kennen heute nur das sogenannte mineralische Feuer. Das Feuer spielt eine sehr große Rolle im Entwicklungsprozeß. Auf dem Mond hatte der Mensch noch einen weißen Saft. Auf der Sonne war der Mensch noch wie ein FataMorgana-Bild. Immer mehr und mehr verfestigte er sich. Auf der Erde wurde sein Blut rot. Auf der Sonne war der Mensch ein Wesen, das leuchtete in gelben Strahlen. Wir wollen heute das Element des Feuers besonders betrachten. Wenn wir den Menschen ansehen, so finden wir, daß, soweit er erdig ist, dieses sich ausdrückt in seinen Sinnesapparaten. Soweit er Wasser ist, drückt sich dieses aus in seinem Drüsensystem. Soweit er Luft ist, drückt sich dieses aus in seinem Nervensystem, und soweit er Feuer ist, drückt sich dieses aus in seinem Blut. Nun wissen wir ferner, daß der physische Ausdruck des Ich das Blut ist, der physische Ausdruck des Astralleibes das Nervensystem, der physische Ausdruck des Ätherleibes das Drüsensystem. Die Entwicklung des Menschen vollzieht sich so, daß er vom Ich aus zunächst seinen Astralleib, Ätherleib, dann physischen Leib umarbeitet zu Manas (Geistselbst), Lebensgeist und Geistesmensch. Die «Kinder des Ich», wie man die niederen Körper im Okkultismus bezeichnet, müssen also vom Ich nach und nach ergriffen werden, gleichsam wie mit Feuer durchsetzt. Ihr wißt, daß Jesus von Nazareth im dreißigsten Lebensjahre seinen Astral-, Äther- und physischen Leib verließ und daß das Ich des Christus einzog. Da das Ich sich im Blute ausdrückt, so wurde vom Christus dieses Blut ergriffen. Der Christus lebte gleichsam physisch in seinem Blutleibe. Daher die Bedeutung des Blutes im Christentum. Ihr erinnert Euch, daß bei der vierten christlichen Einweihungsstufe, der Kreuztragung, bei dem betreffenden Menschen die Teile des Blutes zusammenströmen nach denjenigen Stellen im Körper, wo sie beim Christus bei der Kreuztragung hingeströmt sind. Die vier Elemente, die sich im Menschen finden, sind verknüpft mit vier Arten von Seelentätigkeiten: 1. Anschauen 2. Sympathie und Antipathie 3. Begehren 4. Entscheiden. Im Anschauen betätigt sich das erdige Prinzip, insofern der Mensch durch seine Sinneswerkzeuge wahrnimmt. Sympathie und Antipathie wirken ein auf das Drüsensystem, auf das wässerige

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Prinzip. Das Begehren wirkt ein auf sein Nervensystem, und die Entschließungen muß das Ich treffen. Der Mensch schaut zunächst die Gegenstände an. Er muß ihre Anschauung haben - diese wirkt günstig festigend auf die Gestalt seines Körpers ein. Bei Rachitiskranken ist es günstig, wenn ihnen sinnlichkeitsfreies Denken, mathematische Sätze beigebracht werden. Wenn der Mensch die Dinge anschaut, muß sich bei ihm entweder Sympathie oder Antipathie regen. Diese wirken ein auf das Drüsensystem. Das kann man beobachten bei Schlemmern, denen beim Anblick von leckeren Speisen der Speichel im Mund zusammenläuft. Wenn der Mensch eine okkulte Entwicklung durchmachen will, so müssen nach und nach die Drüsen vertrocknen - jedenfalls ein Teil der Drüsentätigkeit - und auf höherer Stufe Neues auslösen. Es findet etwas Ähnliches statt wie beim Baum, der nur dadurch perennierend, dauernd sich gestalten kann, daß er im Gegensatz zur Pflanze einen Teil der inneren Säfte zur Rinde verhärtet. Mit tiefer Bedeutung nannten daher die Germanen ihre eingeweihten Priester Druiden oder Eichen, weil in ihnen ein Teil der Ewigkeit pulsierte, geschützt durch die Versiegung der Drüsen. - Der Mensch muß danach trachten, Sympathie und Antipathie zu harmonisieren, zur Reife zu bringen, nicht himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt zu sein. Nach der Sympathie und Antipathie entsteht das Begehren. Dieses wirkt auf das Nervensystem ein. Derjenige Mensch ruiniert seine Nerven, der viele Objekte auf einmal begehrt. Es muß danach getrachtet werden, den Kreis der Objekte zu beschränken. Nun folgt die Hauptsache: der Mensch muß sich entscheiden. Es ist zu beachten, daß dasjenige, was im Physischen das Feuer bewirkt, die Verbrennung einer Materie zu Asche, im Seelischen die Entscheidung ist. Erst durch die Entscheidung wird die Tat eingereiht in die karmischen Zusammenhänge. Daher ist mit der Entscheidung vorsichtig umzugehen. Die Summe der menschlichen Entscheidungen ergibt den Vulkan. In der Entscheidung fällt ein Teil unseres Ich herab. Konfuzius sagt: Wenn du nicht weißt,

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für welche von zwei Sachen du dich entscheiden sollst, so entscheide dich lieber gar nicht, sondern warte! - Dieser okkulte Spruch hat natürlich seine zwei Aspekte wie jeder! Es folgt hieraus, daß wir uns reif machen sollen zur Entscheidung, uns zur Reife erziehen sollen. Das Ich trifft die Entscheidungen. Je reifer es wird, desto richtigere Entscheidungen wird es treffen, ein desto intensiverer Verbrennungsprozeß findet statt. Das Ich durchsetzt gleichsam wie mit Feuer die niedrigen Körper und verbrennt sie nach und nach. Es trennt sich dann das Feuer in tot und lebendig Feuer. - Es ist wichtig, mit welchen Eindrücken der Mensch umgeben ist. Eine große Kraft, ein Erwecken schlummernder Kräfte bedeutet für den Rosenkreuzerschüler folgender Spruch, der ihm auf einer gewissen Stufe der Einweihung gegeben wurde: Strebe nach dem Feuer ... * Das weiße, gelbe, schwarze Feuer müssen wieder hinzuerworben werden. Gold wird in Zusammenhang gebracht mit der Sonne, Silber mit dem Monde. Diese Betrachtungen sollen Gefühle und Empfindungen erwekken und sollen nicht nur mit dem Verstande, sondern mit der Seele begriffen werden. * Aufzeichnung C Ein Kraftspruch der Rosenkreuzer auf einer bestimmten Stufe: Strebe nach dem Feuer ... Der Mensch steht jetzt auf der Erde, gespalten in männlich und weiblich. Wir haben verfolgt seine Entwicklung durch die plane- * Den vollen Wortlaut siehe Seiten 340f. und 358. Die Textvorlage hat hier in der 5. Zeile als Zusatz: «(Tue Feuer zu Feuer)».

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_______________ tarischen Zustände bis hin zur Erde. Wir haben gesehen, welche kosmischen Veranstaltungen getroffen worden sind, um ihn zu dem zu machen, was er werden soll: ein erkennendes, sich selbst und seinen Ursprung erkennendes Wesen; und wie er dadurch das Ziel seines Werdens zugleich ergreifen lernt. Erhabenste göttliche Wesenheiten leiten zum Heile des Ganzen die Entwicklung. Das sind die schöpferischen Wesenheiten für unseren Kosmos. Auf dem Saturn war das Wärme-Feuerelement ein Element für sich, ein feiner materieller Zustand, von dem wir uns keine physikalische Vorstellung machen können, feiner als Gas und Luft, ein Zustand wie heute die Wärme unseres Blutes. Daraus bestand die Anlage zu den damaligen menschlichen Leibern. Geistige Wesenheiten umgaben diesen Saturn wie einen Mantel, darunter die Geister der Form. Die haben auch eine Entwicklung durchgemacht. Auf dem Saturn hatten sie als untere Glieder einen Leib, der sich vergleichen läßt mit dem heutigen Ätherleib des Menschen. Dann hatten sie den Astralleib, das Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch und ein Glied, das um einen Grad höher ist als das, was der Mensch erreichen kann. Diese Geister der Form strahlen vom Saturnmantel herein befruchtende Materie, Lebenssäfte, wie einen befruchtenden, fortwährenden Regen. Der Saturn behält diese Einstrahlung nicht, sondern wirft sie wie ein Spiegel zurück, so wie die Erde den Regen sammelt und als Dunst wiederum aufsteigen läßt. Die Geister der Form spiegelten ihr eigenes Ebenbild in der Feuermasse des Saturn, und der Mensch wird schon da ein Ebenbild der Gottheit. Die Mythe von Kronos und Gäa, seiner Gattin, erzählt: der Saturn verschlingt seine Kinder.* * Der Zusammenhang der Mythe mit dem Saturngeschehen ergibt sich aus folgendem Wortlaut in dem kurz vorher gehaltenen Vortrag (Berlin, 29. Februar 1908) in «Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen» (GA 102): «Auf dem alten Saturn war es so, daß die lebenspendenden Kräfte einstrahlten, zurückgeworfen wurden und wieder aufgenommen wurden von dem Mantel, von der Atmosphäre des Saturn. In der alten griechischen Mythe hat man die warme Kugel des Saturn <Gäa> genannt und die Atmosphäre den <Kronos>. Betrachten Sie jetzt die Mythe: Fortwährend strahlen hinein die lebenspendenden Kräfte von Kronos auf die Gäa, auf den Saturn, und gehen wieder zurück, werden aufgesogen. Es ist Kronos, der fortwährend seine eigenen Kinder verschlingt!»

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_______________ Zweitens: auf der Sonne strahlen die Geister der Form ihren Lebensleib ganz hinein, er wird nicht mehr zurückgestrahlt, die Menschenanlagen durchdringen sich mit ihm. Vorher haben die Geister der Form ihr Abbild gespiegelt, jetzt durchdringen sie diese Bilder mit den eigenen Lebenskräften, sie geben ab ihren Ätherleib. Jetzt haben sie als niederstes Glied den Astralleib und setzen nach oben an ein weiteres Glied. Dieser Astralleib der Geister der Form ist Träger vom astralen Lichte, das wie in Blitzes-Feuer-Leidenschaften sich ringsherum äußert. Diese kosmischen Affekte sind die Titanen in den Mythen, die in Leidenschaften schaffen. Durch diese von außen, aus dem Luftkreis auf die Sonne wirkenden Leidenschaften findet statt die Verbrennung - der Sulphurprozeß. Drittens: auf dem Monde legen die Geister der Form auch ihren Astralleib ab und behalten als niederstes Glied das Ich. Sie setzen dafür an nach oben wiederum ein Glied, das zehnte Glied. Nach außen hin bilden sie lauter Iche. Durch den Raum hindurch wirken diese Geister der Form von außen in den Mond hinein mit den Ichen, abgegeben haben sie an die Menschenanlagen den Astralleib. Alles, was die Menschen haben, ist heruntergeflossen aus der kosmischen Umgebung, ist Opfer dieser kosmischen Umgebung. Viertens: nun kommt der Erdenzustand. Der Mensch bildet sich in der Erdenanlage seinen Leib aus den Elementen der Erde. Es kommen herüber die hohen Sonnenwesenheiten; die Geister der Form opfern wiederum ihr niederstes Glied, das Ich, ganz hin. Sie behalten für sich dann als ihr niederstes Glied Manas, das Geistselbst, die flutende Weisheit der Welt. Die umgibt uns als das niederste Glied der Geister der Form. In diesem Weisheitsleben der Geister der Form leben, weben und sind wir. Der Mensch empfängt das Ich. Zuerst nähert es sich aus dem Kosmos der Erde. Es wirkt schon auf den entstehenden physischen Körper, zunächst durch den Astralleib hindurch, der wie eine Hülle den entstehenden Menschenleib umgibt. Das geschieht gegen die Zeit der Lemurier hin. Der Menschenleib war damals

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noch ganz weich, eine ganz weiche Masse, durchzogen von magnetischen Strömungen. Darin entstand durch den Einfluß des sich nähernden Ich etwas wie eine Einstülpung. Man kann durch diese hineinschauen bis auf den Ätherleib. Ein dämmerhaftes Wahrnehmen beginnt, das sich immer mehr nach außen öffnet. Vorher hatte der Mensch eine Art dämmerhaftes Wahrnehmen nach innen, wodurch er andere Menschen, Tiere und deren Gruppenseelen wahrnehmen konnte. Rachitis bei Kindern kann gebessert werden durch geeignete geometrische Anschauungen. Da wird wiederholt dasjenige, was damals die Menschen durchmachten. Nun entwickeln sich nach und nach im Menschen Lust oder Unlust an dem, was dem Menschen entgegentritt von außen: das Ich wirkt auf den Astralleib; die Drüsen, das, was im Menschen als Wasserelement okkult bezeichnet wird, bewirken das Fühlen von Sympathie und Antipathie. Nun kommt der Einschlag der luziferischen Geister. Sie strahlen niedere Kräfte ein in den Menschen, weil sie nicht ihr Ich auf dem Monde so reif gemacht haben, daß sie es abgeben konnten. Sie streben danach, auf der Erde zu tun, was auf dem Monde hätte geschehen sollen. Der menschliche Astralleib war diesen Wesen ausgesetzt: Ich-Geister, die nicht zum Zustande der Geister der Form aufgestiegen waren, strahlten hinein niedere Kräfte, die bewirkten, daß dieser Astralleib in einen höheren und einen niederen Teil zerfiel. Durch die Geister der Form hat der Mensch erhalten das zur Selbstlosigkeit angelegte Ich, durch die luziferischen Geister das zum Egoismus angelegte, das zum Begehren der Dinge der Außenwelt angelegte Ich. Begehren wirkt auf die Nerven, bildet sie aus zu den äußeren Sinnesorganen (Luft, Astralleib). Das wirkt auf den Ätherleib: dieser erlangt dadurch Kraft, nach außen zu sehen, er öffnet die Sinne nach außen. Der Mensch erkennt, was ihm gut oder böse ist. Das war im ersten Drittel der Atlantis. Endlich ergreift das Ich den physischen Leib im letzten Drittel der Atlantis. Allmählich wird dadurch der physische Leib so umgestaltet, daß er das heutige Gebilde darstellt.

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Jetzt lernt der Mensch die Außenwelt erst wirklich kennen. Wir haben jetzt den durch den Einschlag des Ich aufgeschlossenen Astral-, Äther- und physischen Leib. Die drei Seelenglieder bilden sich aus durch die Arbeit des Ich von innen heraus. Dadurch ist der Mensch berufen zur Mitarbeit am Götterwerke. So wie früher das Ich um uns war, dann in uns hineingezogen ist und als Gott in uns wirkt, so ist ausgebreitet um uns das jetzige niederste Glied der Geister der Form: Manas-Weisheit. Durch das Ich können wir zunächst entwickeln Menschenweisheit, aber ausgebreitet ist um uns im Kosmos Götterweisheit. Was der Mensch allmählich erlangen soll, ist ausgebreitet, hineingeheimnißt in die Welt, die uns umgibt. Und von dieser Götterweisheit werden wir selbst, wenn die Erde das Ziel ihrer Entwicklung erreicht haben wird, erfüllt sein, dadurch, daß in uns wirksam ist der Gott im Menschen, das Ich. Weisheit gehört zu den Gliedern der Geister der Form, Weisheit ist bei ihnen dasselbe, was bei uns der physische Leib ist. Weisheit-Licht ist das Kleid der Gottheit. Dann kommt der Lebensgeist! Und genau so, wie jene erhabenen Geister uns ihr Manas eingeflößt haben, so erhalten wir als weiteres Glied den Lebensgeist - Buddhi. Im Umkreise unserer Erde und mit ihr verknüpft ist ein hocherhabenes Wesen, dessen niederstes Glied Buddhi ist, was für dieses Wesen dasselbe ist wie für uns der physische Leib. An einem bestimmten Punkte der Erdenentwicklung treffen wir diejenige Wesenheit, die dem Menschen einträufelt die Kräfte des Lebensgeistes. Das ist für die Erde und für alle folgenden planetarischen Entwicklungen von grundlegender Bedeutung. Und dieses Einträufeln dieses Gliedes in die Menschen geschah beim Mysterium von Golgatha. Wie kommt die Menschheit dazu, dasjenige, was damals als Wirkung aus der Umgebung eingeträufelt wurde der Erde und den Menschen, nach und nach zu empfangen und sich zu erringen? Durch richtiges Entschließen und Entscheiden, sagt der Rosenkreuzerlehrer; durch ein Entscheiden und Entschließen, das

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nicht durch das niedere, irrende Ich, das vom Begehren durchsetzt ist, herbeigeführt wird, durch ein Entscheiden und Entschließen, das nicht rückgängig gemacht werden kann, das das Karma und dessen Umwandlung herbeiführt. Dies Entschließen, das aus dem Ich strömt, das uns die von Weisheit erfüllten Geister der Form gegeben haben, steht im richtigen Zusammenhange mit dem Organ des Ich, dem Feuer, das alles durchdringt. Konfuzius sagt: «Wenn Du Dich nicht für oder wider entschließen kannst, dann laß es lieber!» - Da schwankt der Mensch zwischen dem Ich, das von den Geistern der Form, und dem Ich, das von den luziferischen Geistern stammt. Dieser Satz ist allerdings nur für Esoteriker, denn sonst würde wenig in der Welt geschehen und keine Erfahrungen würden erworben werden. Der Rosenkreuzerlehrer sagt, nachdem der Schüler gefragt hat:* «Wie finde ich das richtige Entschließen, das aus meinem höheren Selbst stammt? Wie finde ich den Weg zum höheren Selbst?» «Finde den Ort, der frei ist von allem Persönlichen!» - Der Schüler: «Wo find' ich diesen Ort?» - Der Lehrer: «In Deinem Ich, das will ohne Selbst, das denkt ohne Sinneswahrnehmung.» - Der Schüler: «Wie kann ich wollen ohne Selbst und denken ohne Wahrnehmung?» - Der Lehrer: «Wolle ohne das Ich, und denke außerhalb Deines Selbstes!» Dies Ich faßt Entscheidungen und Entschlüsse, und durch diese wird die Umgestaltung der Erde herbeigeführt. -' Die faktische Weiterentwicklung von Menschheit und Erde und Kosmos geschieht durch das richtige Entschließen dieses inneren Herrschers im Menschen. Er muß die Initiation geben zu den in Gelassenheit gewonnenen, richtigen, das heißt, den entwicklungsgemäßen Entschlüssen und Entscheidungen, die den Menschen treiben zu seinen Handlungen. Da kann der Mensch aber nicht nur handeln unter dem Einfluß der weisheitsvollen Impulse, die er den Geistern der Form verdankt, dazu ist notwendig ein anderer Impuls, wodurch der Mensch fähig gemacht wird, den Lebensgeist oder die Buddhi _______________ * Siehe hierzu die Aufzeichnung Rudolf Steiners S. 359f. und die Stunde vom 5. Juni 1908.

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auszubilden. Dieser Impuls kommt wie die anderen auch aus der Umgebung. Aus dem Weltenraume strömt ein die kosmische Liebe, deren Träger der Christus-Geist ist, beim Mysterium von Golgatha in die Aura, in die Atmosphäre der Erde. Jahve, die Zusammenfassung der Geister der Weisheit, und der Christus, der erhabene Geist der Liebe, teilen sich von nun an in die Erdenmission. Jahve gibt ab an den Geist der Liebe die besondere Erdenmission, die Entwicklung der Liebe. Was bis dahin an Liebe auf Erden war, ist nur Vorschule für die rein geistige Liebe, zu der der Mensch sich erheben soll. Diese Liebe wird sein das schöpferische Element für den Jupiter, und dieser kann nur entstehen, wenn die Menschen die Tat auf Golgatha erkennend und erlebend in ihre Taten einfließen lassen. So zogen sich die Geister der Weisheit (Jahve und seine Scharen) zurück und wirkten fernerhin von außen aus dem Umkreise. Sie wurden Geister der Umlaufzeiten, wirken von den anderen Gestirnen herab. Durch sie konnte die wahre Erdenerfahrung, die wirkende Kraft der Liebe, die bildet, schafft (Goethes Märchen), nicht gewonnen werden. Dasjenige Geheimnis, das ein Wesen haben muß, um die Früchte der Liebe zu zeitigen, war ihnen verborgen. Darum heißt es im Okkultismus: sie verhüllten ihr Antlitz vor dem Mysterium desjenigen Wesens, das diese kosmische Tat vollbringen sollte, dem mystischen Lamm. Das Geheimnis des Lammes ist, die Leiber von der Erde zu erlösen durch die wirkende Kraft des von ihm durchdrungenen Ich. Das große Opfer, das Mysterium des Lammes, wurde der Mittelpunkt der Erdenentwicklung, die Achse, um die sich alles dreht. So haben wir in der Entwicklung der Erde zwei Einströmungen: eine von außen wirkende als Einströmung der Geister der Weisheit, und eine von innen wirkende als Einströmung der Liebe, die neu auftritt beim Mysterium von Golgatha. Und die Geister der Weisheit wirken so zusammen mit dem Geiste der Liebe, daß sie diesem den einzelnen Menschen zwischen Geburt und Tod überließen; für sich nehmen sie die Leitung der Individualität, die durch die Inkarnation hindurchgeht.

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So steht dasjenige, wodurch der Mensch auf dem Erdengrunde steht, unter der Leitung des Geistes der Liebe, des Christus. Der Mensch erlebt sein Erdenleben in einem aus den Elementen der Erde erbauten Menschenleibe. Nicht könnten die Geister der Weisheit diesen erlösen, das heißt vergeistigen. Sie konnten ihn weisheitsvoll erbauen. Die Frucht der Erdenentwicklung wird sein die durch die Liebestat des Christus vergeistigte Menschenform, die Abbild sein wird ihres Urbildes. Vor diesem Mysterium verhüllen die Geister der Umlaufzeiten ihr Antlitz in Demut. Durch den Christus wird kommen die jüngste Krisis [?], das ist die Auferstehung, die Vergeistigung des Fleisches, das heißt der Materie. Er hat vom Mysterium von Golgatha ab die Erdentwicklung in die Hand genommen, und zwar so, daß er wirkt in den einzelnen Persönlichkeiten. Da wirkt er zusammen mit den luziferischen Wesenheiten, die dem Menschen die Freiheit bringen. In Freiheit muß der Mensch sich zur Liebe hinfinden. Erst wirkt im Menschen die Weisheit als Erkenntnislicht; wir sind noch mitten darinnen in dieser Arbeit. Die führt den Menschen, wenn er ganz durchlichtet sein wird von Weisheit, zur Durchwärmung mit der Liebeskraft. Von Liebe durchglühte Weisheit wird sein wahre Christus-Erkenntnis der Zukunft. Und die wird den Menschen auch im sozialen Zusammenleben führen zu den Taten, die die Zukunft erbauen werden. Diese kosmische, universelle Liebeskraft, wo lebte sie zuerst auf Erden? Im Blute, das den Leib des Jesus von Nazareth durchpulste. Dies Blut war so ganz eigentlich das physische Wirkensfeld des Christus - die drei Leiber, den physischen, ätherischen und den astralischen Leib übernahm er vom Jesus von Nazareth, das Blut war ganz sein eigen, war ganz durchpulst von seinem Geiste, vom Feuer seiner kosmischen, universellen Liebeskraft. Dies Blut opferte sich hin der Erde und allen Erdenmenschen. Dies Blut lebt ätherisch in der Erdenatmosphäre fort. Dieses Blutfeuer wirkt auf alle Menschen, die willens sind, es aufzunehmen, die danach streben, die es suchen. Leib und Seele und Geist des Menschen sollen es aufnehmen nach und nach. Die Kinder des Menschen, seine Erkenntnisse, sollen durch dies Feuer durchglüht werden und ihn zum Gebärer der Taten machen, die den Erdenfortschritt verwirklichen. Sterben wird das niedere, begierdendurchtränkte Blutsfeuer, auferstehen in diesem Lichtfeuer das Höhere, der Christus im Menschen. Auf dem Saturn war noch kein Licht, er war schwarz; auf der Sonne strahlte herein Licht, wurde glühend, gelb. Auf dem Monde war noch kein rotes Blut, es konnte noch nicht rotes Blut sein; durchleuchtet von Weisheit, weiß-silbrig war das Weisheitslicht des Mondes, wie jetzt das Mondlicht, das auf einer Wasserfläche schimmert. Auf der Erde ist das Ich, das das rote Blut durchstrahlt mit Liebesfeuer, der Träger der weisheitsvollen Erkenntnisse des Menschen, durch die er zu seinen Erdentaten geführt werden soll. Er wird erkennen die Sonnen- und die Mond-Einwirkungen, das richtige Verhältnis der Erde und der Erdenmenschen zu ihnen. Das Feuer seines Ich wird alles durchdringen, er wird die Bahn seines Werdens erkennend überschauen: im weisheitsvollen Rückblick auf die Vergangenheit wird er erschauen, wie er Götterwerk ist; im liebedurchdrungenen Vorblick auf die Zukunft wird er sich als Götterwerkzeug erkennen in allen seinen vom Christus-Feuer durchglühten Wesensteilen, dem Ich, dem Astral-, dem Äther- und dem physischen Leibe. Das nennt der Rosenkreuzer das vierfache philosophische Feuer. * Aufzeichnung D Ein Kraftspruch der Rosenkreuzer auf einer bestimmten Stufe: Strebe nach dem Feuer ... (siehe S. 340f. und 358) Anschauen, sinnliches Wahrnehmen wirkt auf den äußern, festen physischen Körper - Erde. Rachitis bei Kindern kann durch geeignete (geübte) geometrische Anschauungen gebessert werden. Sympathie und Antipathie wirken auf die Drüsengefäße (Ätherkörper) - Wasser.

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Begehren wirkt auf die Nerven ein, das Organ des Astralen - Luft. Das Entschließen, das nicht wie alles andere rückgängig gemacht werden kann, das Karma herbeiführt, steht im Zusammenhang mit dem Blut, dem Organ des Ich - Feuer. «Wenn du dich nicht für oder wider entschließen kannst, dann lass' es lieber» - sagt Konfuzius. Aber andererseits sollen wir lernen, uns richtig zu entschließen. Durch Entschließen wird die Umgestaltung der Erde herbeigeführt, die faktische Weiterentwicklung geschieht durch Entschluß. Christus übernahm von Jesus auf drei Jahre seines Erdenwandeins den physischen, Äther-, Astralleib; da hinein trat Christus mit seinem Ich, und so war im Blute so ganz eigentlich das Wirken des Christus. Das war ganz sein eigen. Deshalb spielt das Blut Christi die große Rolle. Mit dem Ich sollen allmählich alle Glieder, die «Kinder» des Menschen, durchgearbeitet werden, Leib, Seele und Geist, also durch Feuer bearbeitet, im Feuer gekocht, mit Feuer genährt etc. Im Tod wird dann verbrannt, was fort muß, und das Übrige wird um so lebendiger. Auf dem Saturn war das «Feuer» noch ohne Licht - schwarzes Feuer. Auf der Sonne verwandelte sich das Feuer in ein solches, das Licht hatte - und zwar gelbes Licht -, daher gelbes Feuer. Auf dem Monde waren die Säfte in den Wesenheiten noch kein rotes Blut, sondern weiß, wie bei den so weit zurückgebliebenen Wesen - daher weißes Feuer. Auf der Erde waren die Menschen so weit, im Innern selbst die Wärme zu halten, die auf dem Saturn draußen war, im roten Blut - daher rotes Feuer. Silber und Gold sind die Repräsentanten der Mond- und Sonneneinwirkungen, der Kräfte, die alle durch das Feuer des Ich durchgearbeitet und geläutert werden müssen. Das Resultat, das erreicht wird, wenn alle vier Glieder, physischer, Äther-, Astralleib und Ich, ganz vom Feuer durchdrungen sind, nennt man «philosophisches Feuer».

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Aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 155

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Gespräch zwischen Meister und Schüler: Es sprach zum Meister der Schüler: Welches ist der Weg zum Leben in den Reichen des Übersinnlichen, in denen die Geister schaffen und die Seelen erkennen? Es sprach der Meister: Wenn du vermagst eine Weile da zu sein, wo keines der abhängigen Wesen dich berührt, so stehst du in der Geister Schaffen, wenn du vermagst eine Weile da zu sein, wo keiner der wahrnehmenden Sinne dir spricht, so erkennst du durch der Seele Kraft. Es sprach zum Meister der Schüler: Wo ist der Ort, zu dem ich also gewiesen? Es sprach der Meister: Der Ort ist im Ich; doch findest du ihn nur, wenn dein Ich du verläßt, wenn schweigsam dein Wollen und ausgelöscht dein Sinnen; und sprechen das «Ich will» und lebendig das «Ich denke». Es sprach zum Meister der Schüler: Wie vermag ich zu sprechen: «Ich will», wenn schweigsam mein Wollen; wie vermag ich zu beleben das «Ich denke», wenn ausgelöscht mein Sinnen? Es sprach der Meister: Nur das Wollen, das du nicht willst, offenbart «Ich»; nur der Gedanke, den du nicht denkst, kündet den «Geist».

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Gespräch zwischen Meister und Schüler.

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Aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 488.

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Cite: GA 266a/1908-03-14 · edition original