Zweiter Vortrag

GA 316/1924-01-03 · 1924-01-03 · original · 28 passages · 4721 words
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## GA 316 — 3 January 1924, Dornach

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### Zweiter Vortrag

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Meine lieben Freunde!

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Da wir ja nun doch daran denken werden, die acht Stunden auszunützen, so kann ich etwas langsamer vorgehen, als es hätte geschehen können, wenn wir hätten eilen müssen. Das wird ja zweifellos der Sache zugute kommen.

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Nun möchte ich heute gewissermaßen die Materie von gestern so fortsetzen, daß ich Ihnen über die Eigentümlichkeiten der einzelnen menschlichen Glieder spreche. Sie wissen, ich habe gestern darauf aufmerksam gemacht, daß wir den ganzen Menschen doch nur so betrachten können, daß wir in ihm unterscheiden den physischen Leib, diesen physischen Leib aber in unmittelbaren Zusammenhang bringen mit alldem, was im Menschen in festen Konturen vorgestellt werden kann. Dann haben wir dasjenige, was ich nennen möchte den flüssigen Organismus. Dieser flüssige Organismus ist durchzogen, durchsetzt von den Kräften des Ätherleibes, die aber sich als irgendwelche ursprüngliche Komponenten verbinden mit dem physischen Leibe. Dieser Flüssigkeitsmensch ist da nun durchsetzt von den ätherischen Kräften. Das sind die peripherisch wirkenden Kräfte, die überallher wirkenden Kräfte. Dann haben wir den astralischen Leib, den wir so zu betrachten haben, daß wir mit einer räumlichen Betrachtung gar nicht auskommen können, daß wir uns klarwerden müssen, den Astralleib müssen wir rein qualitativ betrachten, bei dem kann eine quantitative Betrachtung uns überhaupt nichts bieten. Ihn müssen wir uns vorstellen wirklich als gelegen in einer Welt, die nicht die räumliche Welt ist, wie wir sie zunächst kennen, sondern die außerhalb dieser räumlichen Welt liegt.

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Und erst recht müssen wir uns das bei der Ich-Organisation denken. Nun wird ja am leichtesten die Sache einleuchtend sein, wenn wir ausgehen gleich von der Ich-Organisation. Was stellt denn diese Ich-Organisation dar? Diese Ich-Organisation wird ja in der physischen Welt wahrgenommen in der Gestaltung des physischen Leibes. Natürlich, in der physischen Welt kann sie nur wahrgenommen werden in der inneren und äußeren Gestaltung des physischen Leibes. Aber wenn wir den physischen Leib des Menschen betrachten, so müssen wir uns doch klarwerden, daß er so, wie er dasteht als physischer Leib in der physischen Welt, nichts gemein hat mit den Kräften, die in der physischen Welt wirken. Denn in dem Augenblicke, wo der Mensch durch die Todespforte geht, die Ich-Organisation also weggeht aus dem physischen Leibe, da tritt für den physischen Leib die Tatsache ein, daß er anfängt, den Kräften der äußeren Welt zu unterliegen, das bedeutet aber, daß er zerstört, nicht daß er aufgebaut wird. Wenn Sie das bedenken, daß der physische Leib durch die Kräfte, die in der äußeren Natur sind, zerstört wird, werden Sie unbedingt einsehen: er kann nicht in seiner Gestaltung irgendwie unterliegen den Kräften der physischen Welt. Wenn die Ich-Organisation also den physischen Leib gestaltet, formt, bedeutet das doch, daß sie ihn herausreißt aus den Kräften, die sonst in der irdischen Umgebung des Menschen gefunden werden.

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Das heißt mit andern Worten, die Ich-Organisation ist etwas ganz anderes als dasjenige, was wir in der physischen Welt finden. Nun, diese Ich-Organisation ist allerdings verwandt, richtig verwandt mit dem Tode. Das heißt, dasjenige, was mit dem Tode auf einmal eintritt, das findet fortwährend kontinuierlich während der Zeit des Erdenlebens durch die Ich-Organisation statt. Der Mensch stirbt eigentlich fortwährend, nur wird dieses Sterben ausgeglichen. Um ein Bild von der Sache zu bekommen, denken Sie sich einmal, sagen wir, vor ein umgekehrtes Penelope-Problem gestellt. Denken Sie sich, Sie beschäftigen sich jeden Tag damit, einen Erdhaufen, der in der Nähe Ihres Hauses ist, wegzuschaffen, und in der Nacht, wenn Sie nicht dabei sind, schaufelt Ihnen jemand den Haufen wieder hin, und solange der Erdhaufen hingeschaufelt werden kann, so lange müssen Sie ihn wegschaufeln. Bloß, wenn einmal dieser Erdhaufen anfängt, durch die Tätigkeit dessen, der ihn hinschaufelt, immer kleiner und kleiner zu werden und schließlich gar nicht mehr da ist, haben Sie keine Tätigkeit mehr mit ihm. So ungefähr ist die Ich-Organisation in ihrer Beziehung zum physischen Leib. Denken Sie nur, wenn Sie den physischen Leib ernähren, dann bringen Sie dem physischen Leib aus der irdischen Umgebung Substanzen bei. Diese Substanzen, die Sie herbeibringen, haben ihre inneren Kräfte, haben eine gewisse Kraftkonfiguration, und wenn Sie also zum Beispiel Kochsalz in sich aufnehmen als Beimittel zur Nahrung, dann hat dieses Kochsalz zunächst, weil es von außen hereinkommt, richtig den inneren Tätigkeitsdrang, den es draußen als Kochsalz hat. Sie beginnen allerdings schon im Bereiche des Mundes anfangend, diese Eigenschaften ihm zu nehmen und dann sie immer mehr und mehr ihm zu nehmen, so daß zuletzt, wenn die Ich-Organisation ausreichend wirkt, in Ihnen von dem Kochsalz nichts mehr vorhanden ist von dem, was draußen vorhanden ist. Das Kochsalz ist etwas vollständig anderes geworden. Die Tätigkeit Ihrer Ich-Organisation besteht gerade darin, die Nahrungsmittel umzuformen, die Sie aufnehmen. Wenn Sie nicht mehr im physischen Leibe die Möglichkeit haben, Nahrungsmittel aufzunehmen, dann hat das Ich keine Aufgabe mehr, so wie Sie keine Aufgabe mehr haben, wenn niemand einen neuen Erdhaufen mehr hinschaufelt. Dann tritt gerade durch die Unfähigkeit, Nahrung aufzunehmen, für das Ich die Unmöglichkeit ein, im physischen Leibe zu arbeiten von den Wärmeverhältnissen aus. Man kann sagen, dasjenige, was die Unmöglichkeit herbeiführt, die äußeren Substanzen so umzuwandeln, daß sie nichts mehr von dem haben, was solche äußeren Substanzen haben, sondern ganz im Dienste der Ich-Organisation sind, führt den Tod herbei.

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Was tut die Ich-Organisation eigentlich mit dem physischen Leibe? Sie zerstört ihn fortwährend, sie tut dasselbe, was der Tod tut, nur wird dies immer ausgeglichen dadurch, daß der physische Leib fähig ist, äußere Substanzen als Nahrung aufzunehmen, so daß Sie den polarischen Gegensatz haben zwischen Ich-Organisation und Ernährung. Aber die Ich-Organisation bedeutet für den Menschen ganz dasselbe, nur in fortlaufender, kontinuierlicher Tätigkeit, was der Tod auf einmal, gewissermaßen zusammengefaßt, bedeutet. Sie sterben durch Ihre Ich-Organisation fortwährend; das heißt, Sie zerstören Ihren physischen Leib nach innen, während sonst die äußere Natur, wenn Sie durch den Tod gehen, Ihren physischen Leib von außen zerstört. Nach zwei verschiedenen Richtungen ist der physische Leib zerstörungsfähig, und die Ich-Organisation ist einfach die Summe der Zerstörungskräfte nach innen. Man kann schon sagen, die Ich-Organisation hat die Aufgabe, den Tod herbeizuführen — wir werden später schon sehen, warum das ist —, aber zunächst erscheint es uns wirklich so, als ob sie gar keine andere Aufgabe habe, diese Ich-Organisation, als fortwährend im menschlichen Wesen den Tod herbeizuführen, der immer nur dadurch verhindert wird, daß neuer Nachschub geschieht, und immer diese Tätigkeit, den Tod herbeizuführen, nur angefangen wird, so daß wir haben: Ich-Organisation ist eigentlich qualitativ identisch mit Tod, und physische Organisation ist eigentlich identisch mit Ernährung. Das soll zunächst skizziert werden, wir werden es nachher ausführlicher besprechen.

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Ich-Organisation = Tod Physischer Organismus = Ernährung

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Diese beiden Vorgänge, die als polarische Vorgänge im Menschen walten, sie haben zwischen sich den ätherischen Leib und den astralischen Leib. Zwischen der Ich-Organisation und dem physischen Organismus liegt der astralische Leib und der ätherische Leib. Sehen Sie, der astralische Leib, er wirkt ja unmittelbar nur in das Luftförmige des menschlichen Organismus, von da aus, auf dem Umwege durch den Ätherleib, auf den Flüssigkeitsorganismus und den Ernährungs- oder physischen Organismus. In jedem einzelnen menschlichen Organ haben wir ein Zusammenwirken von ätherischem und astralischem Organismus. Wenn man die Wirkung des ätherischen Organismus auf irgendein Organ betrachtet, so zeigt sich also die Wirkung des ätherischen Organismus so, daß das Organ von diesem ätherischen Organismus sprießendes, sprossendes Leben bekommt. Alles, was als Lebenskraft in einem einzelnen Organ oder im Organismus ist, rührt vom ätherischen Organismus her.

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Wenn man den astralischen Organismus betrachtet, ist er in jedem Augenblick so, daß dieser astralische Organismus fortwährend die Tendenz hat, Wachstum, sprießendes, sprossendes Leben zu lähmen, nicht zu töten, sondern zu lähmen. Die Ich-Organisation hat das Bestreben, den Organismus und die einzelnen Organe fortwährend zu töten, und dem muß entgegengesetzt werden das, was, wie die von außen aufgenommene Ernährungssubstanz, als ein Aufstachelndes fortwährend die Organe eigentlich belebt, was insbesondere regsam ist in der Kindheit und Jugend des Menschen.

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Den ätherischen Impulsen steht entgegen die Tätigkeit des Astralleibes, die eigentlich ablähmt fortwährend die ätherische Tätigkeit. Nehmen Sie an, in Ihrem Organismus wäre nur ätherische Tätigkeit, sprießendes, sprossendes Leben: Sie würden niemals zu einem Seelenleben kommen, niemals ein Bewußtsein entwickeln können. Sie würden in einem Pflanzendasein dahinvegetieren müssen. Es will alles wachsen, sprießen, sprossen, aber im bloßen Wachsenden, Sprießenden, Sprossenden entwickelt sich kein Bewußtsein. Damit Bewußtsein sich entwickelt, muß herabgelähmt werden das ätherische, sprießende und sprossende Leben. Und damit haben wir in einem Organe, das herabgelähmt wird, schon im normalen Menschenleben eigentlich den fortwährenden Anfang des Krankseins. Sie können nicht ein Bewußtsein in sich entwickeln, ohne daß Sie fortwährend die Tendenz zum Kranksein in sich entwickeln. Denn wollten Sie nur gesund sein, so könnten Sie das, aber Sie müßten vegetieren. Wollen Sie ein Seelenleben entwickeln, wollen Sie zur Bewußtheit kommen, dann müssen Sie erst das Vegetieren haben, dann aber es ablähmen. Und so stehen sich, zwar nicht so stark wie physischer Organismus und Ich-Organisation, aber doch auch wiederum im abgeschwächten Sinne, polarisch entgegen ätherischer und astralischer Organismus, wobei der astralische Organismus dasjenige fortwährend herablähmen muß, was durch den ätherischen Organismus bewirkt wird. Daher ist wirklich dasjenige, was der astralische Organismus Tag für Tag im Menschenleben tut, ein fortwährendes Hintendieren zur Krankheit. Dasjenige, was der ätherische Organismus tut, das ist strotzende Gesundheit. Und Sie können daher gerade so, wie man abstrakt sagen kann, der Mensch besteht aus physischem Leib, ätherischem Leib, astralischem Leib und Ich-Organisation, sagen, der Mensch besteht aus den Ernährungsprozessen, aus den sprießenden, sprossenden Gesundungsprozessen, aus den fortwährend hineinwirkenden Krankheitsprozessen, und aus dem, was ein kontinuierliches Ertöten ist, was immer wieder aufgehalten wird, bis sozusagen die Ertötungsprozesse summiert werden, ein Integral gewissermaßen von ihnen gebildet wird und der Iod eintritt.

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Nehmen Sie diesen astralischen Organismus, der fortwährend die Tendenz hat, irgendwie in einem Organ oder im ganzen Menschen den Menschen krank zu machen. Ja, Sie brauchen natürlich nur eine wirklich gesunde Selbstbeobachtung zu üben, so werden Sie darauf kommen, daß das so ist, denn es könnte kein Gefühl in Ihnen entstehen, wenn nicht dieser Astralorganismus da wäre. Das stellen Sie sich nur vor: der ätherische Organismus ist da, er entwickelt das Leben; der astralische Organismus ist da, er lähmt ab. Nun muß im wachen Leben — vom Schlafe werde ich noch sprechen - ein fortwährendes Hin- und Hergehen in einem labilen Gleichgewicht stattfinden zwischen Ätherischem und Astralischem. Dadurch fühlt der Mensch. Er würde nichts fühlen, wenn nicht dieses Hin- und Hergehen da wäre. Nun aber stellen Sie sich vor, die astralische Tätigkeit wird von der ätherischen Tätigkeit nicht sogleich zurückgeschlagen. Wenn sie zurückgeschlagen wird, wenn also im Status nascendi sogleich von der ätherischen Tätigkeit das Astralische zurückgewiesen wird, entsteht das normale Fühlen. Wir werden sehen im Physischen, wie das verknüpft ist mit der Drüsentätigkeit. Wenn aber die astralische Organisation mächtiger wird, so daß das Organ in seiner ätherischen Tätigkeit nicht genügend zurückwirken kann, dann wird das Organ von der astralischen Tätigkeit zu stark ergriffen, und statt daß ein Hin- und Herschwingen stattfindet, entsteht eine Deformation des Organes, und wir haben einfach dadurch, daß der astralische Leib über das Maß dessen, was er ablähmen darf - das heißt, was im Status nascendi wieder ausgeglichen wird -, ablähmt, in dem astralischen Leibe die Krankheitsursache gelegen. Und zwar hängt wirklich die Krankheit so zusammen mit dem Fühlen, daß wir sagen können, das Gefühlsleben des Menschen ist einfach die seelische Spiegelung des Krankheitslebens. Findet in der Zeit ein Hin- und Herpendeln statt, so liegt dem Gefühlsleben immer im Anfang, im Status nascendi, im Moment des Entstehens derselbe Prozeß zugrunde, der beim Überhandnehmen des Astralischen einen Krankheitsprozeß bedeutet. Nun kann aber auch das Astralische zurückbleiben, das Ätherische überhandnehmen, dann entsteht eine Wucherung, also eine Krankheit nach der andern Seite hin. Wenn Sie das Überhandnehmen des Astralischen sehen in dem Hervorrufen von entzündlichen Zuständen, so sehen Sie das Überhandnehmen des Ätherischen in dem Auftreten von Wucherungen. Und Sie haben zu sagen, im ganz normalen Gefühlsleben findet ein fortwährend labiles Gleichgewicht statt zwischen den Wucherungen und den Entzündungsprozessen. Das normale Leben des Menschen braucht die Möglichkeit, krank zu werden. Nur muß ein fortwährender Ausgleich stattfinden. Sehen Sie, das macht möglich, daf$ man überhaupt im Gefühlsleben des Menschen außerordentlich viel von dem sehen kann, wenn man richtig zu sehen vermag, was die Krankheitsprozesse darstellen. Man kann, wenn man solche Dinge beobachten kann, lange Zeit bevor die Krankheit physisch zu diagnostizieren ist, in dem Nicht-mehr-recht-Funktionieren des Gefühlslebens das Herankommen der Krankheit konstatieren. Die Krankheit ist nur ein abnormes Gefühlsleben des Menschen.

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Das Gefühlsleben bleibt im Seelischen, weil im Ätherischen fortwährend ein Ausgleich da ist. Sobald der Ausgleich nicht mehr stattfindet, stößt das Gefühlsleben in den physischen Leib hinunter, verbindet sich mit dem Körper. Sobald also das Gefühlsleben in das Organ hineinschießt, ist die Krankheit da. Kann also der Mensch normalerweise das Gefühl in der Seele behalten, ist er gesund; kann er das nicht, schießt das Gefühl irgendwo in die Organe hinunter, so entsteht die Krankheit.

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Ich sage das einleitungsweise aus dem Grunde, weil Sie daraus sehen, wie notwendig es ist, daß der Arzt wirklich ein feines Auge hat auch für das menschliche Seelenleben. Und im Grunde genommen kann man gar nicht den Sinn entwickeln für Diagnostizieren, wenn man nicht einen feinen Blick für das menschliche Seelenleben hat. Wir werden über Einzelheiten noch sprechen, da wird dann das noch erklärlich werden.

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Wie ist es aber denn, wenn man die Ich-Organisation und den physischen Organismus in Betracht zieht? Sehen Sie zunächst auf den Ernährungsprozeß. Dieser Ernährungsprozeß vernichtet fortwährend das, was die Substanzen in der Außenwelt sind. Der astralische Organismus lähmt dasjenige ab, was der Mensch durch seinen ätherischen Organismus in seinem Inneren ist, es ist ein Inneres-GleichgewichtHerstellen zwischen dem astralischen und dem ätherischen Organismus. Zwischen Ich und physischem Organismus ist ein Gleichgewicht hergestellt, zwischen der Außenwelt und der Innenwelt, so daß man sagen kann: Salz, so wie man es kennt, ist Außenwelt. Wird das Salz von der Ernährung und der Ich-Organisation ergriffen, so muß die Ich-Organisation in der Lage sein, nichts von dem, was Salz draußen ist, zu lassen, sondern alles umzuwandeln. Läßt sie etwas, so bedeutet das einen Fremdkörper im menschlichen Organismus. Aber diesen Fremdkörper im menschlichen Organismus müssen Sie nicht bloß so auffassen, daß das ein Fremdkörper mit scharfen Konturen sein soll, das ist am wenigsten oft der Fall. Sondern ein solcher Fremdkörper kann auch die äußere Wärme sein. Sie dürfen überhaupt keine Wärme haben im Organismus, die Sie nicht selbst durch die Ich-Organisation bearbeiten. Denken Sie sich, Sie haben den Menschen und Sie müssen erfahren im Menschen, daß er ergriffen wird irgendwo von einem äußeren Wärmezustand, den er nicht selber erarbeitet, so wie ein Stück Holz von einem äußeren Wärmezustand ergriffen wird. Der äußere Wärmezustand sei für den Menschen nicht nur Reiz, um als Reaktion, als Wirkung eine Eigenwärme zu erarbeiten, sondern die äußere Wärme - oder Kälte - träte unmittelbar an den Menschen heran, und Sie sähen diese äußere Kälte oder Wärme auch als Fremdkörper in sich, so daß man sagen kann: Das innere Gleichgewicht zwischen Krankheit und Gesundheit wird hervorgerufen durch den astralischen und ätherischen Organismus, das Gleichgewicht zwischen Mensch und Welt durch den polarischen Gegensatz zwischen physischem Körper und Ich-Organisation. Es handelt sich darum, sich wirklich einen Blick anzueignen für die Wirksamkeit dieser vier Glieder des menschlichen Organismus. Denn Sie sehen ja, aus dem äußeren physischen Organismus ist die Krankheit gar nicht zu erkennen. Das, was Krankheit ist, spielt sich ganz im Übersinnlichen ab. Man muß schon einen Begriff haben vom astralischen Organismus, wenn man überhaupt an die Krankheit herankommen will. Und Sie werden es auch, wenn wir heute als Einleitung noch solche triviale Begriffe an uns herankommen lassen, einsehen aus einem andern Tatbestand heraus. In einem Organ tritt Schmerz auf. Ja, wenn der Astralleib zu mächtig ist, wird das Organ deformiert, und es tritt Schmerz auf. Wenn das Organ sogleich den Einfluß des Astralleibes ausgleicht, im Status nascendi, dann tritt das Gefühl ein. Aber Schmerz ist im Grunde genommen Gefühl, nur gesteigertes Gefühl, von der Deformation herrührend, so daß? man begreift, warum die Krankheit von Schmerz begleitet ist. Sonst kommt man sehr leicht dazu zu fragen, wodurch tritt überhaupt bei Krankheitserscheinungen Schmerz auf? Man kann sehr leicht begreifen, warum Schmerz auftritt, wenn man weiß, daß diese Krankheit nur in einem so starken Auftreten des Gefühles lebt, daß dieses Gefühlsleben deformierend auf das Organ einwirkt. Sie werden einsehen, daß alle Gefühlserscheinungen wirklich beurteilt werden können aus der eindringlichen Betrachtung des menschlichen Seelenlebens. Nun können wir aber diese Dinge überhaupt nur im richtigen Lichte sehen, wenn wir uns sagen: Es ist natürlich verschieden im Menschen, ob irgendwie das eine oder das andere Organ von einer überhandnehmenden Tätigkeit des Astralleibes erfaßt wird. - Nehmen Sie zum Beispiel an, wie in einem gewissen Falle, sagen wir, die Leber vom Astralleib erfaßt wird. Die Leber verhält sich ja anders, ganz anders als andere Organe. Sie kann in hohem Grade vom Astralleib deformiert werden, ohne Schmerz hervorzurufen, ohne daß unmittelbar im Leberorgan Schmerz auftritt. Daher sind Leberkrankheiten so verborgen, so verschmitzt, weil sie sich nicht durch Schmerz ankündigen. Das rührt daher, daß die Leber dasjenige Organ ist, das eigentlich durch seine ganze Konstitution eine Enklave in der menschlichen Organisation ist. In der Leber spielen sich Prozesse ab, die von allen Prozessen, die im menschlichen Organismus vorkommen, am meisten ähnlich sind den Prozessen in der Außenwelt, so-daß tatsächlich in der Leber der Mensch am meisten nicht Mensch ist. Er hört auf in der Leber, Mensch zu sein. Er wird Außenwelt, er hat im Inneren ein Stück Außenwelt. Das ist sehr interessant. Wir haben Außenwelt (siehe Zeichnung), wir haben den Menschen, und im Menschen wiederum etwas, was wie ein Stück Außenwelt ist. Es ist so, wie wenn gewissermaßen in die menschliche Organisation eine Art Loch hineingeschlagen wäre. Und geradeso wie es nicht weh tun würde, wenn sich der Astralleib in dieses Tuch hineindrücken würde, ebensowenig würde es weh tun, wenn der Astralleib in die Leber hineindrückt. Zerstören kann der Astralleib, aber weh tun kann er nicht, soweit die Leber in Betracht kommt, weil das Leberorgan dasjenige Organ ist, das ausgespart ist, wo innerlich wie in einer Enklave ein Stück Außenwelt im menschlichen Organismus auftritt.

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Man wird niemals, ohne daß man auf solche Dinge eingeht, den menschlichen Organismus verstehen. Sie werden finden in der gebräuchlichen physiologischen und anatomischen Literatur die mannigfaltigsten Angaben über die Leber. Sie werden sie begreifen, wenn Sie wissen, die Leber ist dasjenige im Inneren des Menschen, was diesem Menschen am meisten fremd ist. Und warum ist die Leber im Inneren des Menschen dem Menschen am meisten fremd? Wenn Sie ein menschliches Auge - oder überhaupt ein Sinnesorgan — betrachten, ist es wie eine Höhle, die sich von der Außenwelt in das Innere des Menschen hineinzieht. Im Auge bestehen Prozesse, die wir fast mit der Physik begreifen können. Beim Auge hat man es eigentlich leicht, dem Menschen gegenüber ein bloßer Physiker zu sein. Nicht wahr, Sie zeichnen ein Bild auf, machen einige Striche, die eigentlich ein furchtbarer Unsinn sind, die Ihnen den Prozeß der Lichtbrechung und Bilderzeugung bei der gewöhnlichen Linse vergegenwärtigen können. Ganz dieselbe Zeichnung machen die Leute beim Auge. Irgendeinen Lichtstrahl zeichnen sie, der durch eine Linse geht, der gebrochen wird, ein Bild im Auge drin im Hintergrunde bildet und so weiter. Die Leute sind ganz zu Physikern geworden bezüglich des Auges, und schließlich seit Helmholtzens Zeit ist auch das Ohr fast zum Klavier geworden. Also in den Sinnesorganen macht sich ziemlich breit jene Betrachtung, die äußerlich auf die Natur anwendbar ist. Da setzt sich etwas von Außen in das Innere fort. Ein Stück Außenwelt setzt sich in das Innere fort. Das ist sogar entwickelungsgeschichtlich gerechtfertigt. Bei gewissen niederen Tieren sehen Sie, wie das Auge durch Hineinstülpung und Ausfüllung von außen her gebildet ist, so daß das Auge gewissermaßen in den Organismus hineingebildet wird, nicht aus ihm herauswächst, so daß wir in den Sinnesorganen ein Stück Außenwelt im Organismus haben. Aber sie sind nach außen offen, die Außenwelt geht wie golfartig in den Organismus hinein bei den Sinnesorganen. Nun, die Leber ist so, daß sie nach allen Seiten abgeschlossen ist zunächst, aber sie ist wie ein Sinnesorgan, dasjenige Sinnesorgan, das in der Tat im Unbewußten eine hohe Empfindlichkeit für den Ernährungswert der einzelnen Substanzen aufweist, die wir in uns aufnehmen. Und wir müssen sagen, erst dann versteht man dasjenige, was in der Verdauung, in der Ernährung vor sich geht, wenn man der Leber nicht nur zuschreibt jene physischen Prozesse, die ihr heute vielfach zugeschrieben werden. Die sind nur der Ausdruck für Geistig-Seelisches. Wir müssen der Leber zuschreiben, ein innerliches Sinnesorgan zu sein für die Ernährungsprozesse. Und sie steht, denken Sie doch, den Erdensubstanzen damit viel näher als unsere gewöhnlichen Sinnesorgane. Mit dem Auge sind wir zunächst dem Äther ausgesetzt als Wirkung, mit dem Ohr der Luft, die Leber ist unmittelbar den stofflichen Qualitäten der Außenwelt ausgesetzt und muß diese stofflichen Qualitäten wahrnehmen.

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Ein anderes Sinnesorgan ist das Herz. Aber während die Leber ausgesetzt ist, exponiert ist mit ihrer Wahrnehmungsfähigkeit den in den Menschen eindringenden äußeren Substanzen, ist das Herz ein Sinnesorgan, um ganz das Innere des Menschen wahrzunehmen. Es ist ein Unding — wie Sie vielleicht aus manchen Darstellungen ersehen haben, die ich gegeben habe -, daß das Herz eine Art Pumpe ist, welche das Blut durch die Adern treibt. Die Bewegung des Blutes erfolgt durch Ich und astralischen Leib. Und im Herzen haben wir lediglich ein Sinnesorgan, das wahrnimmt die Zirkulation, namentlich wahrnimmt die Zirkulation vom unteren nach dem oberen Menschen.

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Ja, sehen Sie, die Leber hat sozusagen zu sehen im Verdauungsprozeß, was, sagen wir, irgendein Kohlehydrat wert ist im Menschen. Das Herz hat zu sehen, wie astralischer Leib und Ich wirken im Menschen. Das Herz ist also ein ganz geistiges Sinnesorgan, die Leber ist ein ganz materielles Sinnesorgan. Und diesen Unterschied müssen wir machen. Wir müssen zu einer Erkenntnis der Organe kommen, die qualitativ ist. Wie geht die Naturwissenschaft, die der Medizin zugrunde liegt, heute vor? Es wird wirklich mit einer großen Gleichgültigkeit ein Gewebe genommen aus einer Partie des Organismus, sagen wir aus Herz oder Leber. Dieses Gewebe wird auf seine äußere, physische Struktur und Beschaffenheit untersucht. Aber damit hat man überhaupt nichts ausgesagt über das betreffende Organ im menschlichen Organismus. Ich habe hier ein Messer und hier ein Messer, und ich untersuche sie. Das ist ein Messer und das ist ein Messer. Wenn ich sie der Form nach untersuche, danach untersuche, wie eben ein Messer ausschaut, daß es rückwärts eine Kante hat, vorwärts eine Schneide, in einem Griff drinsteckt und so weiter, dann bekomme ich nur das eine heraus: das ist ein Messer und das ist ein Messer. Ich muß herausgehen aus dieser Art der Untersuchung, ich muß etwas auf ein Ganzes beziehen und kann dann den Unterschied finden zwischen einem Tischmesser und einem Rasiermesser. Äußerlich betrachtet könnte ein Rasiermesser auch ein Tischmesser sein. Ich kann also nicht bloß durch die äußere Gestalt erkennen, ob ich es mit einem Rasiermesser oder mit einem 'Tischmesser zu tun habe, sondern ich muß jedes Ding im ganzen Zusammenhang betrachten. So kann ich nicht aus der bloßen Betrachtung eines Organes, wie sie heute gepflogen wird, irgend etwas wissen über die Bedeutung dieses Organes, ich muß es immer im ganzen Zusammenhang betrachten. Die bloße Untersuchung der Struktur und der Beschaffenheit eines Organes liefert gar nichts. Man muß überhaupt erst eine ganz andere Betrachtung über den Menschen zugrunde legen, als diejenige ist, die von der Chemie herübergeht und nur die chemischen Affinitäten, die chemischen Kräfte untersucht.

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In dieser Beziehung sind heute die Menschen geradezu furchtbar naiv. In einem gewissen physiologischen Institut hat man Versuche gemacht, wie die Mäuse mit Milch ernährt werden können. Sie können fein ernährt werden. Sie gedeihen vorzüglich. Sie werden dick und fett. Ja, nun nahm man zur gleichen Zeit, um nachzuweisen, daß doch in der Milch noch etwas anderes ist als ihre Bestandteile, man nahm ihre Bestandteile und gab sie den Mäusen ein. Diese Versuche sind gemacht worden. Die Mäuse krepierten in drei bis vier Tagen, sie konnten nicht am Leben erhalten werden. Was haben die Leute getan? Sie haben gesagt: Also hat die Milch nicht nur die Bestandteile, die man kennt, sondern sie hat noch einen Stoff, das Vitamin. -Sie mußten noch einen ganz feinen Stoff, das Vitamin, konstatieren. Man erfand einen solchen Stoff. Aber darum handelt es sich nicht, sondern darum, daß, wenn man die Bestandteile der Milch hat, so hat man sie so, als wenn einer sagt: Hier ist eine Uhr mit Kette, ich lerne nun das Gold, das Silber kennen, die andern Metalle, die an der Uhr sind, das Glas und so weiter. Ja, Glas, Gold, Silber, die andern Metalle: das gibt noch keine Uhr. Die Uhr liegt doch in dem, was der Gedanke des Mechaniikers daraus macht. Und der Gedanke des Mechanikers ist in dem Falle, wenn ich die Milch und ihre Bestandteile betrachte, daß in den Bestandteilen die irdischen Qualitäten enthalten sind, die Qualitäten, die die einzelnen Bestandteile von der Erde her haben. Neben diesen Bestandteilen sind bis zu einem gewissen Zeitpunkte noch die peripherischen Kräfte vorhanden, die vom Ätherleib herkommen.

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Man muß sich entschließen, diese Dinge endlich mehr als daseiend anzunehmen. Es liegt wirklich nicht an der Verborgenheit, daß etwas erfunden wird, sondern solches Zeug wie das Vitamin, das sind Erfindungen, durch welche einfach konstatiert wird dasjenige, was da ist. Es muß eine ganz andere Betrachtungsweise Platz greifen.

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Wenn Sie zu viele Kartoffeln essen, dann werden Sie gar nichts ausrichten, die Wirkung der Kartoffeln im menschlichen Organismus zu konstatieren, daß Sie die Menge der Kohlehydrate konstatieren; das wird nichts nützen. Die andern Kohlehydrate, die zum Beispiel in Blättern, nicht im Wurzelstock vorhanden sind, oder meinetwillen in Früchten, die finden ihre Verarbeitung noch im Verdauungstrakt. Die Kartoffel ist etwas außerordentlich Merkwürdiges. Sie geht mit ihren Kräften so sehr in den menschlichen Organismus ein, daß dasjenige, was zum Beispiel für die Bohne noch innerhalb des Verdauungstraktes geschieht, für die Kartoffel eigentlich erst im Gehirn geschieht. Im Gehirn finden auch fortwährend Ernährungsprozesse statt. Ich will diese Dinge andeuten, um sie später auszuführen. Derjenige also, der zu viele Kartoffeln ißt, kann unter Umständen seinem Gehirn zuviel zumuten. Er verlegt Prozesse, die unter dem Gehirn stattfinden sollten, in das Gehirn hinein. Wir bekommen daraus die Möglichkeit, für unsere Hygiene, überhaupt für das ganze soziale Leben erst aus der Medizin wieder etwas zu gewinnen, indem wir auf diese Weise lernen, nicht aus der chemischen Beschaffenheit, sondern aus dem Weltzusammenhang heraus die Beziehungen des Menschen zur umgebenden Materie kennenzulernen.

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Es ist ein grundlegender Unterschied, ob eine Substanz auftritt im Blatt oder im Wurzelstock. Viel wichtiger als zu wissen, ob sie Kohlehydrate enthält, ist zu wissen, von welchem Teil der Pflanze sie herstammt. Die Wurzelstöcke sind mehr der Hauptesorganisation des Menschen, die Blüten- und Blattorganisationen mehr dem unteren Menschen verbunden. Und eine wirklich gar nicht ausschlaggebende Rolle spielt eigentlich die chemische Beschaffenheit. Man muß aus ganz andern Dingen heraus die Beziehungen des Menschen zur Umwelt erkennen, wenn man das Gesundende und das Krankmachende, also den richtigen Krankheitsstoff und das Heilmittel auch wirklich beurteilen will. Auf die Anzeichen, die die abstrakte Chemie liefert, zu achten, dieses ist etwas, was nach und nach eigentlich alle Erkenntnisse des Menschen untergraben hat, weil man eigentlich dadurch, daß man irgend etwas in seiner chemischen Beschaffenheit kennt, nicht weiß, welche Beziehung der Mensch eigentlich zur Umwelt hat.

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Nehmen Sie ein anderes Beispiel. Die bloß von der Chemie hergenommene Betrachtungsweise zeigt, Sauerstoff ist notwendig in der Luft, aber Stickstoff nicht in demselben Maße. Und man könnte aus dem, was heute die Leute denken über Sauerstoff und Stickstoff, glauben, daß gegenüber der Atmung - das könnte man glauben - es nicht so wesentlich wäre, wenn irgendeine Luft zu wenig Stickstoff hat, wenn sie nur genug Sauerstoff hat. Es zeigt sich aber, wenn innerhalb einer Luft zu wenig Stickstoff ist, daß der Mensch Stickstoff abgibt, um ihn in der umgebenden Luft zu ersetzen.

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Der Mensch ist angewiesen darauf, daß zwischen seinem Stickstoffgehalt und dem Stickstoffgehalt der umgebenden Luft, ganz abgesehen von der Atmung, ein gewisses Verhältnis besteht.

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Alle diese Dinge sind von eminenter Bedeutung für die Erkenntnis des Menschen. Aber alle diese Dinge, obwohl sie von dem einen oder andern erforscht oder erkannt werden, bleiben ohne Fruchtbarkeit für die heutige wissenschaftliche Welt, wenn nicht die Unterlagen da sind, um den Menschen einzugliedern in seine ganze Umwelt. Das wollen wir in unseren Betrachtungen tun, um dadurch ein Licht zu verbreiten über den gesunden wie über den kranken Menschen.

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Ich-Organisation = Tod Astral. Organismus = Krankheit Äth. Organismus = Gesundheit Phys. Organismus = Ernährung

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